27.01.2021, 11.10 Uhr

Coronavirus News: Chefarzt soll Corona-Patienten totgespritzt haben

Einem Medienbericht zufolge werden dem Chefarzt einer Klinik im italienischen Montichiari schwere Anschuldigungen gemacht. Der Mann habe mehrere ältere Corona-Patienten totgespritzt. Die Staatsanwaltschaft hat den Arzt unter Hausarrest gestellt.

In Italien soll ein Chefarzt Patienten totgespritzt haben. Bild: dpa (Symbolbild)

Es sind ungeheuerliche Vorwürfe, über die die "Bild"-Zeitung aktuell berichtet. Wie das Blatt schreibt, besteht gegen einen italienischen Chefarzt der Verdacht, Corona-Patienten bewusst totgespritzt zu haben. Polizisten sollen den 47-Jährigen, der im Krankenhaus Montichiari nahe Brescia (Lombardei) verantwortlich war, nun festgenommen haben.

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Coronavirus aktuell: Chefarzt soll Corona-Patienten totgespritzt haben

Dem Chefarzt wird zweifacher Mord vorgeworfen, nachdem im März vergangenen Jahres gleich zwei Senioren (61 und 80 Jahre alt) in dem Krankenhaus unter seiner Leitung gestorben seien, ohne jemals intubiert worden zu sein. Davon soll die Staatsanwaltschaft nach aktuellem Stand laut "Bild" ausgehen. Der Mann sei vom Dienst suspendiert worden. Da die Staatsanwaltschaft von Wiederholungsgefahr ausgeht, steht der Mediziner aktuell unter Hausarrest. Zudem soll die Staatsanwaltschaft weitere Fälle prüfen.

Angeblich gibt es einen belastenden Chat-Verlauf zweier Klinik-Mitarbeiter, die sich kritisch über seine Taten äußerten. Der Chefarzt selbst bestreitet die Vorwürfe.

Chefarzt soll Patienten totgespritzt haben, um Platz im Krankenhaus zu schaffen

Der Grund für seine mutmaßlichen Taten: Er habe Platz in seinem Krankenhaus schaffen wollen und aus diesem Grund die tödlichen Spitzen verabreicht. Im Verlauf der Untersuchung wurden die Leichen der mutmaßlichen Opfer exhumiert und erneut analysiert. Dabei fiel laut "Bild" auf, dass ihnen "das muskellähmende Medikament Succinylcholin und das Narkosemittel Propofol" verabreicht worden war. "Die Präparate werden eingesetzt, wenn Patienten intubiert werden. Bei nicht-intubierten Patienten führen sie zum Tod", schreibt das Blatt. Zudem soll das Verabreichen von Succinylcholin und Propofol nicht in den Patientenakten vermerkt gewesen sein.

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rut/fka/news.de

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