19.01.2021, 12.58 Uhr

Kim Jong-un: Mehrere Tote nach Superspreader-Party mit Tausenden in Nordkorea

Während hierzulande Kontakte reduziert werden müssen, feiert Kim Jong-un in Nordkorea ein regelrechtes Superspreader-Event mit Tausenden. Das tödliche Resultat: Einem Medienbericht zufolge sind mehrere Menschen verstorben.

Hat Kim Jong-un ein Corona-Supespreader-Event abgehalten? Bild: dpa

Das Coronavirus hält die ganze Welt in Atem. Die ganze Welt? Nein, das von der Außenwelt weitgehend abgeschottete Nordkorea mit seinem "Obersten Führer" Kim Jong-un wurde nach eigenen offiziellen Angaben zufolge auf wundersame Weise bislang von der Pandemie verschont. Da kann man das neue Jahr auch mit einer Massenveranstaltung beginnen, die im Rest der Welt wohl als klassisches Superspreader-Event durchgegangen wäre. Staatlich angeordnete Ausgelassenheit.

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Kim Jong-un veranstaltet Corona-Superspreader-Event in Nordkorea

Eine aggressive Grenzschließung und Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit sollen die Pandemie laut Kim Jong-un in Schach gehalten haben. Da ist es nur folgerichtig, dass zum nordkoreanischen Jahreswechsel eine Massenparty mit Tausenden in einer Menschenmenge möglich ist. Dabei seien die Sicherheitsmaßnahmen streng kontrolliert worden, schreibt der britische "Mirror", der das auch mit Bildmaterial untermauert. Ärzte des zentralen Anti-Epidemie-Komitees und fünf Quarantänestationen sollen den Zugang erst gewährt haben, nachdem überprüft worden war, dass auch jeder Teilnehmer eine Maske trägt.

Sicherheitsmaßnahmen reichen nicht aus: Corona-Party in Nordkorea läuft aus dem Ruder

"Sie haben ihre Temperatur am Eingang eine Stunde vor Beginn der Aufführung gemessen. Diejenigen, die aus Distrikten, Arbeitseinheiten und anderen Organisationen angereist waren, wurden bereits zuvor auf Masken und Fieber kontrolliert", heißt es einem Insider zufolge. Allerdings betont der auch: Die Sicherheitsmaßnahmen hätten nicht gereicht, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Mehrere Tote nach Superspreader-Event von Kim Jong-un in Nordkorea

Bereits zwei Teilnehmer der Party seien einem Insider zufolge bis jetzt an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Die Feierlichkeiten seien angeblich nur deshalb zugelassen worden, weil die Spitzen der Arbeiterpartei die Stimmung im Land aufbessern wollten. Denn auch wenn Kim Jong-un vehement abstreitet, dass Nordkorea vom Coronavirus betroffen sei, würden die Leute unter der Pandemie leiden.

"Das Covid-19-Virus stellt eine massive Bedrohung für die bereits gefährdete Bevölkerung Nordkoreas dar, die von einem schrecklich unterfinanzierten und archaischen Gesundheitssystem versorgt wird", erklärt zum Beispiel Markus Bell, Nordkorea-Experte der australischen La Trobe Universität in Melbourne.

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rut/loc/news.de