12.11.2020, 09.51 Uhr

Kim Jong-un: Nordkoreaner bangen um ihr Leben! Diktator droht seinem Volk mit Bestrafung

Diesmal zwar ohne Bombe, dafür aber mit anderen drastischen Mitteln sorgt Kim Jong-un mal wieder für Schlagzeilen. Der Machthaber droht seinem Volk mit harten Strafen, sollte es Lebensmittel verschwenden.

Kim Jong-un lässt sein Volk hungern. Bild: dpa

Kim Jong-uns Schreckensherrschaft sorgt mal wieder für Schlagzeilen. Aktuell bangen Tausende Nordkoreaner um ihr Leben. Wie aktuell die britische "Daily Mail" berichtet, soll der nordkoreanische Machthaber seinem Volk mit harten Bestrafungen gedroht haben, sollten sie Lebensmittel verschwenden.

Kim Jong-un droht "Lebensmittelverschwendern" mit Bestrafung

Der Grund für Kim Jong-uns drastischen Schritt: die seit Monaten andauernden Überschwemmungen. Zuletzt hatten drei aufeinanderfolgende Taifune Ackerland und Getreide zerstört. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise, die dem Land aktuell schwer zusetzen sollen. Von Nahrungsmittelengpässen ist da sogar die Rede.

Trotz angespannter Lage kennt Kim Jong-un kein Erbarmen. Von Mitleid ganz zu schweigen. Während sich der "Oberste Führer" der Demokratischen Volksrepublik Korea einem Medienbericht zufolge weiter kräftig den Bauch vollschlägt (Berichten zufolge bringe Kim Jong-un mittlerweile ungefähr stattliche 140 Kilogramm auf die Waage), muss sein Volk hungern. Hinzu kommt die tägliche Angst vor einer möglichen Bestrafung durch den Machthaber.

Überschwemmungen in Nordkorea sorgen für Lebensmittelengpass

"Harte rechtliche Bestrafung" erwartet diejenigen, die die sozialistische Wirtschaft und das Wohlergehen ihrer Kameraden durch Lebensmittelverschwendung gefährden, heißt es in einer neuen Richtlinie des Zentralkomitees der koreanischen Arbeiterpartei. "Anfang des Monats befahl das Zentralkomitee den Bewohnern, sich im Rahmen des Kampfes um Lebensmitteleinsparung aktiv an der Lösung unserer Lebensmittelkrise zu beteiligen", sagte eine Quelle gegenüber Radio Free Asia (RFA).

Gleichzeitig warnte das Komitee davor, dass die Behörden künftig härter gegen Lebensmittelverschwender vorgehen werde. Und Entspannung ist noch lange nicht in Sicht. Schon im Januar wurde der gesamte Handel Nordkoreas mit der Außenwelt aufgrund der Pandemie eingestellt.

Kim Jong-un streicht Getreide von Speisekarte

Auf ihre gewohnt üppigen Neujahrsfeiern müssen die Nordkoreaner im nächsten Jahr wohl oder übel verzichten. Das Zentralkomitee hat angeordnet, "den Zeremonientisch nicht mit Lebensmitteln aus Getreide zu decken". Kims Regierung schlägt vor, nur Obst und Gemüse zu servieren, Gästen sollen nur Nudeln angeboten werden. Reiskuchen und Brot seien auf der Speisekarte strengstens untersagt, lässt Diktator Kim mitteilen.

Um sein Volk noch besser kontrollieren zu können, hat Kim zusätzliche Leute auf den Straßen Nordkoreas eingesetzt. "Inspektoren sind auf Straßen außerhalb der Innenstadt stationiert, um vorbeifahrende Autos, Karren und sogar Gepäck auf dem Rücken der Menschen zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Menschen kein Getreide transportieren", sagte eine weitere Quelle zu "RFA". "Die Lebensmittelpreise steigen auf dem Markt, da Getreide verboten ist, und dies bedroht die Bewohner." Im Mai schätzten Experten, dass Nordkorea knapp 860.000 Tonnen weniger als die 5,5 Millionen Tonnen hatte, die es zur Ernährung seiner Bevölkerung benötigt. Diese Schätzung wurde vor den Überschwemmungen vorgenommen, von denen angenommen wird, dass sie 200.000 Tonnen Ernte zerstört haben.

Welche Bestrafung droht Kim Jong-uns Volk bei einem Lebensmittelverstoß?

Welche Bestrafungen den Nordkoreanern bei einem Vergehen genau drohen, das wurde nicht öffentlich bekannt gegeben. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass Kim Jong-un zu gewohnt drastischen Mitteln greift, um sein Volk "gefügig" zu machen. Kims wohl bekannteste Maßnahme im Kampf gegen mögliche Regimegegner: die Hinrichtung.

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sba/fka/news.de

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