06.11.2020, 08.34 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Hilft dieses Leukämie-Medikament gegen Covid-19?

Wissenschaftler*innen weltweit arbeiten an der Entwicklung von Medikamenten gegen das Coronavirus. An der Universität Frankfurt soll nun ein Zelltherapeutikum erprobt werden, was eigentlich für Leukämiepatienten entwickelt wurde. 

In einer Studie der Universität Frankfurt soll schwer erkrankte Covid-19-Patienten mit dem Zelltherapeutikum MSC-FFM behandelt werden. Bild: AdobeStock / luckybusiness

Weltweit arbeiten Wissenschaftler*innen mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffes und Medikamenten gegen das Coronavirus. Dabei werden auch vorhandene Arzneimittel erprobt. Am Universitätsklinikum Frankfurt am Main soll nun eine neue Therapie zur Behandlung schwerer Corona-Fälle erforscht werden. Dafür sollen in einer Studie schwer erkrankte Covid-19-Patienten mit dem Zelltherapeutikum MSC-FFM behandelt werden.

Coronavirus-News aktuell: Können Mesenchymale Stromazellen Covid-19-Patienten helfen?

Das Coronavirus verursacht lebensbedrohliche Entzündungen, in folge derer die Patienten beatmet werden müssen. Wie die Goethe-Universität mitteilt, wollen sich Peter Bader und Kai-Dieter Zacharowski sogenannte 'Mesenchymale Stromazellen', die MSCs, zunutze machen, umdie Überlebenschancen bereits intubierter und beatmeter Patienten zu verbessern. Die MSCs wirken krankhaften Gewebeveränderungen und überschießenden Reaktionen des Immunsystems entgegen.

MSC-FFM zur Therapie von Leukämiepatienten entwickelt

Ursprünglich wurde MSC-FFM zur Therapie von Leukämiepatienten entwickelt, die unter lebensbedrohlichen Komplikationen einer Stammzelltransplantation leiden. Mittlerweile wird MSC-FFM vom deutschen Pharmaunternehmen "medac" vertrieben. Mit der Covid-19-Studie wollen die Wissenschaftler erreichen, dass das Zelltherapeutikum auch für die Behandlung von Covid-19 zugelassen werden kann.

Im März hatte die Goethe-Universität in Frankfurt am Main den Goethe-Corona-Fonds ins Leben gerufen, um Sars-CoV-2 zu erforschen und neue Medikamente sowie Therapien zu entwickeln. Bislang konnten Spenden in Höhe von 4,75 Millionen Euro gesammelt werden. Insgesamt strebt die Universität jedoch 5 Millionen an. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Lesen Sie auch: Dieses Antidepressiva hilft offenbar gegen Covid-19.

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bua/sba/news.de

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