06.10.2020, 08.12 Uhr

"Habt keine Angst vor dem Coronavirus": Twitter-User fassungslos! Trump verharmlost Corona und ringt um Luft

Donald Trump ist zurück im Weißen Haus: Mit umstrittenen Aussagen hat sich der US-Präsident zurückgemeldet. Abgesehen von seiner öffentlichen Corona-Verharmlosung wirkte der 74-Jährige jedoch alles andere als gesund - und ringt nach Luft.

Donald Trump ist zurück im Weißen Haus. Bild: dpa

US-Präsident Donald Trump hat seine Botschaft an die Amerikaner bekräftigt, sie müssten sich nicht vor dem Coronavirus fürchten. "Lasst es nicht Euer Leben beherrschen. Habt keine Angst davor", sagte der an Covid-19 erkrankte Republikaner in einem am Montagabend (Ortszeit) auf dem Balkon des Weißen Hauses aufgenommenen Video. "Geht raus, seid vorsichtig."

Donald Trump verharmlost Corona nach Krankenhaus-Entlassung

Trump war kurz zuvor nach einem dreitägigen Krankenhausaufenthalt ins Weiße Haus zurückgekehrt. "Es ging mir nicht so gut", sagte er zu seiner Erkrankung. "Aber vor zwei Tagen fühlte ich mich wieder großartig, besser als ich mich seit langem gefühlt habe." Er wiederholte seine Worte aus einer vorherigen Twitter-Nachricht, wonach er sich besser fühle als vor 20 Jahren.

"Die Impfungen kommen jeden Moment" - US-Präsident widerspricht Gesundheitsexperten seiner Regierung

Trump war im Walter-Reed-Militärkrankenhaus unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Medikament und Steroiden behandelt worden. "Wir haben die beste medizinische Ausrüstung, wir haben die besten Arzneien - alle vor kurzem entwickelt", sagte Trump. "Die Impfungen kommen jeden Moment." Die Gesundheitsexperten seiner Regierung rechnen indes damit, dass die Impfstoffe erst zur Mitte kommenden Jahres weit verbreitet sein werden.

Donald Trump verteidigt Verhaltensweise um Umgang mit Covid-19

Trump, der in der Öffentlichkeit bislang oft keine Maske trug und auch deshalb eines leichtfertigen Umgangs mit der Pandemie beschuldigt wurde, verteidigte seine Verhaltensweise. Er habe draußen sein und führen müssen, sagte der Präsident in dem am Montagabend (Ortszeit) bei Twitter veröffentlichten Video. "Ich wusste, dass das mit Gefahr verbunden ist, aber ich musste das tun."

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Donald Trump erntet heftige Kritik für Corona-Verharmlosung

Doch genau dafür und für sein jüngstes Fehlverhalten hagelt es nun abermals heftige Kritik für den US-Präsidenten. Die Tatsache, dass er als erstes seine Maske abnimmt, als er den Balkon des Weißen Hauses betritt, lässt das Netz förmlich explodieren - und das nicht gerade im positiven Sinne. "#Trump steigt aus dem Hubschrauber vom Rückweg aus dem #WalterReedMedicalCenter, geht zum Eingang des Weißen Hauses, dreht sich um ... und nimmt demonstrativ die #Maske ab. Arschloch", lässt dieser User öffentlich Dampf ab.

Andere Twitter-Nutzer sind entsetzt, über Trumps Satz "Habt keine Angst vor dem Coronavirus". Auf Twitter machen sie ihrem Ärger über die jüngste Trump-Show Luft: "Alles nur Show & ein Schmierentheater! Oder mit seinen Worten #Fakenews -> #TrumpHasCorona damit er #Covid weiter verharmlosen kann! Was für ein erbärmliches, gestörtes AR$CHLOCH!!! #trump -> greatest #COVIDIOT", heißt es in diesem entsetzten Kommentar. "Es macht einen nur fassungslos. Sprachlos. #Trump #Covid_19 #COVIDIOT", fasst ein weiterer verärgerter Beobachter die Szenerie zusammen. Diese Liste ließe sich noch ewig fortsetzen.

Geht es Trump doch schlechter als angenommen? Aufnahmen zeigen, wie er nach Luft schnappt

Feststeht allerdings auch, dass Trump bei seinem jüngsten Auftritt alles andere als fit gewirkt hat. In einem Video ist zu sehen, wie der US-Präsident immer wieder nach Luft schnappt. "Als Covid-Überlebender erinnere ich mich an das Schnappen nach Luft. Ich konnte keine Sätze vervollständigen, ohne nach Luft zu schnappen. Trumps Lungenfunktion wird in 3 Tagen abfallen. Trump ist ein #COVIDIOT, der sein Leben riskiert, indem er das Krankenhaus verlässt, um ins Weiße Haus zurückzukehren", kommentiert eine Twitter-Userin die besorgniserregenden Aufnahmen. "Trump kann nicht einmal atmen. Er wird für seine Propaganda sterben", ist sich auch dieser Beobachter sicher.

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sba/bua/news.de/dpa

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