26.09.2020, 14.32 Uhr

Weihnachtsmarkt trotz Corona-Pandemie: Glühwein verboten! Wann und wo gibt's Weihnachtsmärkte in Deutschland?

Weihnachtsmärkte gehören zur Adventszeit wie Glühwein und Tannengrün - doch wie wird die Corona-Pandemie die liebgewonnenen Adventsmärkte in Deutschland beeinträchtigen? Wo es nach aktuellem Stand Weihnachtsmärkte geben soll, wird hier verraten.

Glühwein ist tabu: Einige Weihnachtsmärkte dürften 2020 mit einem Alkoholverbot stattfinden. Bild: Jens Kalaene / picture alliance / dpa

Für viele Menschen in Deutschland beginnt die Weihnachtsstimmung nicht erst am Heiligen Abend am 24. Dezember, sondern schon lange vorher, wenn die ersten Weihnachtsmärkte in der Bundesrepublik ihre Pforten öffnen und Adventszauber verbreiten. Weihnachtsmärkte gehören wie Glühwein, Plätzchen, Tannengrün und Weihnachtslieder einfach dazu, um im Dezember heimelige Stimmung zu verbreiten - doch wie wird die seit Monaten grassierende Corona-Pandemie das Weihnachtsvergnügen Ende 2020 beeinträchtigen?

Wann und wo finden 2020 Weihnachtsmärkte trotz Corona-Pandemie statt?

Fakt ist: Weihnachtsmärkte, so wie wir sie seit Jahren kennen, wird es im Dezember 2020 nicht geben. Gänzlich auf Budenzauber verzichten muss allerdings nicht sein, wie der Evangelische Pressedienst in einer Umfrage Ende September 2020 herausgefunden hat. Zu ihren Plänen bezüglich Weihnachtsmärkten 2020 befragt, äußerten mehrere Kommunen ihre Absichten, die traditionellen Weihnachtsmärkte unter Berücksichtigung spezieller Corona-Konzepte stattfinden zu lassen.

Keine Absage! Christkindlesmarkt Nürnberg und Striezelmarkt Dresden sollen im Dezember stattfinden

In Nürnberg beispielsweise, seit mehreren Jahrhunderten die Heimat des beliebten Christkindlesmarktes, soll der Weihnachtsmarkt trotz Corona-Pandemie im Dezember 2020 stattfinden. Dabei seien die Veranstalter jedoch bestrebt, die einzelnen Marktstände über die Nürnberger Altstadt verteilt aufzubauen und den Christkindlesmarkt weniger zentriert durchzuführen.

Ähnliche Pläne hegt auch die sächsische Landeshauptstadt Dresden für den Striezelmarkt. Rund um den Altmarkt soll den Ständen des Weihnachtsmarktes mehr Platz geboten werden, um Besucher und Standbetreiber in weniger beengten Verhältnissen in Weihnachtsstimmung zu bringen.

Wie werden in Berlin, Köln und Heidelberg Weihnachtsmärkte veranstaltet?

Auch in Berlin laufen die Planungen für die Weihnachtsmarkt-Saison 2020 auf Hochtouren. Derzeit werde an Schutz- und Hygienekonzepten gearbeitet, die die Veranstalter von Weihnachtsmärkten in der Bundeshauptstadt umsetzen müssen. Im Kern geht es dabei um die Wahrung von Mindestabständen, der Kontaktreduzierung und der Vermeidung von Warteschlangen.

Wer in diesem Winter Weihnachtsmärkte in Köln besuchen möchte, wird auf einige liebgewonnene Angebote verzichten müssen. Die traditionell am Roncalliplatz oder auf dem Domplatz stattfindenden Weihnachtsmärkte sind bereits aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Nach aktuellem Stand sei jedoch geplant, den Weihnachtsmarkt auf dem Rudolfplatz durchzuführen. In Frankfurt am Main dürften Weihnachtsfans ebenfalls Glück haben, denn dem Evangelischen Pressedienst zufolge soll in der hessischen Metropole ebenfalls Weihnachtsmarkt gefeiert werden - wie die Veranstaltung im Winter 2020 aussehen soll, ist derzeit noch Gegenstand von Planungen.

Um die Weihnachtsmarktbesucher vor dem Coronavirus zu schützen, setzt die Stadt Heidelberg in diesem Advent darauf, die Gästeströme mit einem Wegeleitsystem zu steuern und die einzelnen Stände großzügiger im Stadtgebiet zu verteilen. Zudem werden Gastrobereiche ohne Tische und Bänke gestaltet, um zu verhindern, dass sich Menschengruppen zu lange an einem Ort aufhalten.

Weihnachtsmarkt ohne Glühwein: Hamburg will für Winterdom 2020 strenge Regeln und Alkoholverbot umsetzen

Wie die Weihnachtsmarkt-Situation in Hamburg aussehen wird, steht noch nicht abschließend fest: In der Hansestadt laufen die Planungen für Adventsmärkte noch. Als sicher gilt jedoch die Durchführung des Hamburger Winterdoms. Zu dem Spektakel auf dem Heiligengeistfeld werden jedoch maximal 6.000 Besucher auf einmal auf das Gelände gelassen, zudem wird es keine alkoholischen Getränke wie Glühwein oder Punsch geben.

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loc/news.de

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