06.08.2020, 11.32 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Über 1.000 Neuinfektionen! Test-Pflicht für Reise-Rückkehrer ab Samstag

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt. Zum ersten Mal seit Mai verzeichnete das Robert Koch-Institut mehr als 1.000 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Jens Spahn kündigte zudem eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten an. Alle aktuellen Corona-News lesen Sie hier!

Jens Spahn hat auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage informiert. Bild: dpa

Erstmals seit drei Monaten hat das Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 1.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI demnach 1.045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, wie es am frühen Donnerstagmorgen hieß. Die Schwelle von 1.000 neuen Corona-Fällen war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6.000 erreicht.

Corona-Lage in Deutschland aktuell: Mehr als 1.000 Neuinfektionen

Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beimSchlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab, ist der jetzige Anstieg nicht hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen.Doch über alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt. Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt.

Zahl der Neuinfektionen gestiegen durch Nicht-Einhaltung der Verhaltensregeln

Als Ursache für den Anstieg nannte RKI-Präsident Lothar Wieler bereits vorige Woche Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handele, sei unklar. Immer wieder warnen Experten vor einer zweiten Corona-Welle in Deutschland. Allerdings gehen die Meinungen auseinander, ob diese Welle schon da ist - und ob man überhaupt von Wellen sprechen sollte.

Jens Spahn kündigt Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten an

Am Donnerstagvormittag äußerte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf einer Pressekonferenz zum aktuellen Infektionsgeschehen und zur Teststrategie. So kündigte Spahn unter anderem an, dass sich Einreisende aus internationalen Risikogebieten von diesem Samstag (08.08.2020) an bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen müssen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) - aus der EU sind derzeit Luxemburg und die die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man "auf Nummer sicher" gehen. "Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist." Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

Bereits seit vergangenem Samstag können sich alle Einreisenden aus dem Ausland freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Jede bisher unentdeckte Infektion mache einen Unterschied, sagte Spahn. Er verteidigte es erneut, dass die Reisenden dafür nicht selbst zur Kasse gebeten werden sollen. Die Kosten übernimmt letztlich der Bund.

Maskenpflicht an den Schulen in DIESEN Bundesländern

Es wird genau beobachtet, wie sich der Schulstart in einigen Bundesländern auf das Infektionsgeschehen auswirkt. So begann am Donnerstag für knapp 240.000 Jungen und Mädchen in Hamburg wieder der Unterricht. Bereits am Montag kehrten die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern aus den Sommerferien zurück. Kommende Woche folgen dann Schleswig-Holstein, Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

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fka/loc/news.de/dpa

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