22.06.2020, 15.35 Uhr

Messerstecherei in Reading: Terror-Akt nach Demonstration! Psycho-Mann (25) ersticht drei Menschen

Nach einer Black Lives Matter-Demonstration in Reading stach ein Mann auf mehrere Menschen ein. Drei Personen starben, zwei wurden schwer verletzt. Die Polizei ermittelt nach dem mutmaßlichen Terror-Akt.

In Reading hat ein Mann nach einer Anti-Rassismus-Demo drei Menschen erstochen. Bild: picture alliance/Steve Parsons/PA Wire/dpa

Nach einer Anti-Rassismus-Demonstration in der britischen Stadt Reading ist es zu einer Messerstecherei gekommen. Die Polizei nahm am Tatort in einem Park im Stadtzentrum einen Mann fest. Bei ihm soll es sich um einen Libyer (25) handeln, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Wie die britische "Metro" zudem erfahren haben will, soll der junge Mann bereits polizeibekannt gewesen sein.

Messerstecherei in Reading! Drei Menschen sterben nach der Attacke

Mehrere Stunden nach der Messerstecherei in der britischen Stadt Reading hat die Polizei bestätigt, dass bei der Attacke drei Menschen ums Leben gekommen sind. Zuvor hatte unter anderem der "Telgraph" darüber berichtet. Die Polizei hat die Mordermitltungen aufgenommen. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden.

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Polizei geht nicht von einem Terrorakt aus

"Dies wird gegenwärtig nicht als terroristischer Zwischenfall eingestuft, aber wir bleiben hinsichtlich des Tatmotivs aufgeschlossen", sagte Polizeichef Ian Hunter am Sonntagmorgen. Die Ermittler würden bei ihrer Arbeit dennoch durch Kollegen aus der Antiterror-Abteilung unterstützt.

Britische Polizei stuft Messerangriff als Terrorismus ein

Die britische Polizei hat den Messerangriff in der Stadt Reading mit drei Toten wenig später offiziell als Terrorismus eingestuft. Bei der Attacke am späten Samstagabend seien auch drei Menschen verletzt worden, teilte die Thames-Valley-Polizei am Sonntag mit. Der 25-jährige Tatverdächtige sei unter Mordverdacht festgenommen worden.

Der Täter war am Abend in Forbury Gardens auf die dort anwesenden Menschen losgegangen und hatte wahllos auf seine Opfer eingestochen. "Die ist ein wirklich tragischer Vorfall und die Gedanken der Thames-Valley-Polizei sind bei all den Betroffenen", sagte Polizeichef John Campbell. Reading liegt rund 70 Kilometer westlich von London, dort leben rund 160.000 Menschen.

Steht die Tat in Verbindung mit der Black Lives Matter Demonstration?

Die Polizei von Thames Valley schrieb auf Twitter weiter, Beamte seien vor Ort und untersuchten den Vorfall. Es war unklar, ob dieser in Verbindung mit der Demonstration der Bewegung Black Lives Matter stand. Die Messerstecherei fand in einem Park statt. Innenministerin Priti Patel schrieb auf Twitter, sie sei "zutiefst besorgt". Premierminister Boris Johnson dankte allen Einsatzkräften.

Der Vorsitzende des Stadtrats von Reading, Jason Brock, twitterte: "Bitte halten Sie sich von dem Gebiet fern, da die Polizei mit einem ernsten Zwischenfall befasst ist." Reading liegt rund 70 Kilometer westlich von London, dort leben rund 160.000 Menschen.

Die Polizei von Thames Valley teilte mit, Beamte seien vor Ort und untersuchten den Vorfall. Zum Terrorverdacht äußerte sie sich aber zunächst nicht. Etwa zwei Stunden zuvor hatte es eine Demonstration der Bewegung Black Lives Matter in der Nähe gegeben. Einen Zusammenhang schloss die Polizei jedoch aus.

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Terrorangriff in Großbritannien: Täter angeblich psychisch krank

Der Messer-Attentäter aus der britischen Stadt Reading soll psychisch krank sein. Er höre Stimmen im Kopf und sei medikamentös behandelt worden, zitierte der "Telegraph" am Montag Verwandte und Ex-Nachbarn des 25-Jährigen. Freunde bezeichneten seinen Lebensstil als westlich, er habe zu vielen Partys eingeladen.

Auch die Polizei hatte eingeräumt, dass psychische Probleme bei der Tat eine Rolle gespielt haben könnten. Sie nannte allerdings keine Details und ging am Sonntag von einem Terrorangriff aus.

Der Mann hatte am Samstagabend in einem Park in Reading, etwa 70 Kilometer westlich von London, wahllos auf Menschen eingestochen. Drei starben, drei weitere erlitten schwere Verletzungen. Für die Todesopfer, darunter ein britischer Lehrer und sein US-amerikanischer Freund, gab es am Montag eine Schweigeminute.

Augenzeugen überwältigen den Täter, der in der Nähe des Parks wohnen soll. Nach einem Bericht der "Sun" wurde der 25-Jährige erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen. Er sei wegen mehrerer Straftaten verurteilt worden; unter anderem habe er einen Polizisten angegriffen. Wegen Terrorakten soll er noch nicht vorbestraft sein.

Der 25-Jährige ist britischen Medien zufolge ein Flüchtling aus Libyen. Für den Inlandsgeheimdienst MI5 ist er kein Unbekannter, hieß es. Er sei 2019 aufgefallen, weil er nach Syrien habe reisen wollen. Er soll aber nicht als gefährlich eingestuft worden sein.

Immer wieder kommt es in Großbritannien - vor allem in London - zu Terrorattacken. Erst Anfang Februar hatte ein Mann bei einer Messerattacke im Süden der Hauptstadt drei Menschen verletzt. Diese Tat hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich reklamiert. Insgesamt 25 Anschläge konnten nach Regierungsangaben seit einem Terroranschlag auf der Westminster-Brücke 2017 verhindert werden.

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bos/news.de/dpa

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