18.06.2020, 07.28 Uhr

Vermisstenfall Maddie McCann: Verdächtiger bestreitet Mord - aber sammelte Kinderpornos!

Steht der Vermisstenfall Madeleine McCann kurz vor der Aufklärung? Der Verdächtige Christian B. soll bestritten haben, mit Maddies Verschwinden zu tun gehabt zu haben - doch Funde aus seinem Wohnmobil sprechen eine andere Sprache.

Kate und Gerry McCann haben die Hoffnung nicht aufgegeben, ihre seit 2007 vermisste Tochter Maddie lebend wiederzusehen. Bild: John Stillwell / PA Wire / picture alliance / dpa

Seit 13 Jahren ist die kleine Madeleine McCann spurlos verschwunden - zuletzt kam nach jahrelanger Ungewissheit über das Schicksal der zum Zeitpunkt ihres Verschwindens dreijährigen Maddie wieder Bewegung in den Fall.

Madeleine McCann vermisst: Deutscher Christian B. als Mordverdächtiger im Fokus

Anfang Juni teilten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig überraschend mit, dass ein wegen anderer Delikte inhaftierter 43-jähriger Deutscher unter Mordverdacht steht. Schnell war klar, dass es sich bei dem Verdächtigen namens Christian B. um einen Mann handelt, der derzeit in Kiel eine alte Haftstrafe wegen Drogenhandels absitzt. Zudem ist der Mann wegen sexueller Straftaten verurteilt worden.

Medien: Christian B. bestreitet Verwicklung in Vermisstenfall Maddie McCann

In der britischen Heimat von Maddie McCann sorgte die Enthüllung des Mordverdächtigen für viel Aufsehen. In der englischen Presse ist seitdem fast täglich von neuen Enthüllungen um den mutmaßlichen Mörder des kleinen Mädchens zu lesen.

Der "Mirror" beispielsweise zitierte Christian B.s Anwalt Friedrich Fulscher mit den Worten, sein Mandant habe bestritten, mit dem Verschwinden von Madeleine McCann zu tun zu haben. Aktuell sind es zudem Ergebnisse einer Durchsuchung, der das Wohnmobil von Christian B. vor einigen Jahren unterzogen wurde. Die Durchsuchung habe einer "Spiegel"-Reportage zufolge im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Vermisstenfall Inga gestanden. 2016 wurde der Wohnwagen in der Nähe von Braunschweig entdeckt und akribisch durchstöbert.

Polizei durchsucht Wohnmobil von Verdächtigem Christian B.

Das gut neun Meter lange Gefährt, das der 43-Jährige offenbar als Wohnstätte und für Fahrten zwischen Deutschland und Portugal benutzt hatte, soll dem Wagen ähneln, dass der Verdächtige im Jahr 2007 fuhr - zu dem Zeitpunkt, als die kleine Maddie McCann in Portugal während eines Familienurlaubs spurlos verschwand. Bekannten gegenüber soll Christian B. der "Daily Mail" zufolge damit geprahlt haben, in dem Wohnmobil habe er "Drogen und Kinder" verstecken können, ohne dass es jemand mitbekommen hätte.

Kinderpornos und Mädchen-Badeanzüge in Pädophilen-Wohnwagen entdeckt

Im Inneren des Wohnmobils sei die Polizei damals auf Kinderbekleidung gestoßen. Im Detail soll es sich um Kinderbadeanzüge gehandelt haben - ein Fund, der den Verdächtigen schwer belasten könnte, immerhin hat Christian B. keine eigenen Kinder. Darüber hinaus seien in dem Wohnmobil USB-Sticks mit mehr als 8.000 Dateien entdeckt worden, die sich größtenteils als kinderpornografische Videos und Fotos herausstellten. Welche Rolle die Funde in den Ermittlungen zum Fall Maddie spielen, wollten die Rechtsbeistände von Christian B. auf Anfrage der "Daily Mail" nicht kommentieren.

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loc/news.de/dpa

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