14.06.2020, 06.51 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Neue Covid-19-Fälle in China! Angst vor 2. Corona-Welle wächst

In der chinesischen Hauptstadt Peking ist es zu neuen Coronavirus-Infektionen im Zusammenhang mit einem Fleischmarkt gekommen. Mehrere Schulen, Wohngebiete und Kindergärten wurden geschlossen. 10.000 Menschen sollen nun zum Corona-Test.

Polizisten sichern einen Fleischmarkt, der von den Behörden geschlossen wurde, nachdem bekannt wurde, dass ein Besucher des Marktes am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Bild: dpa

Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Während man hierzulande allmählich zur Normalität zurückkehrt, kämpft man in China bereits gegen eine neue Corona-Fälle. Wegen mehrerer neuer Coronavirus-Infektionsfälle haben die Behörden in Chinas Hauptstadt Peking mehrere Wohngebiete abgeriegelt. Auch neun Schulen und Kindergärten seien geschlossen worden, sagten Behördenvertreter am Samstag bei einer Pressekonferenz in Peking.

Neue Corona-Fälle in China: Peking macht Märkte, Schulen und Kitas dicht - Wohngebiete abgeriegelt

Ersten Erkenntnissen nach stünden die insgesamt sieben Neu-Infektionen offenbar in Zusammenhang mit dem Xinfadi-Fleischmarkt. Das berichtet die staatliche Webseite "Beijing News" unter Berufung auf dessen Chef. Demnach sei das Virus auf Schneidebrettern nachgewiesen worden, auf denen importierter Lachs verarbeitet wurde. Wie die Zeitung "Beijing Daily" berichtet, nahmen große Supermarktketten wie Wumart und Carrefour in der Nacht zum Samstag sämtliche Lachsprodukte aus ihrem Sortiment, um weitere mögliche Neu-Infektionen zu vermeiden.

Coronavirus-Ausbruch auf Großmarkt - 10.000 Menschen sollen zum Corona-Test

Zudem sollen 10.000 Händler und Beschäftigte des Marktes auf Sars-CoV-2 getestet werden. Wie mehrere örtliche Medien übereinstimmend berichten, hatten die Behörden bereits am Freitag zwei Märkte in Peking geschlossen, die einer der Infizierten besucht hatte. Bilder zeigen ein massives Polizeiaufkommen vor den Märkten. Nach Angaben der Staatszeitung "Global Times" hatten die Infizierten Peking laut offiziellen Angaben in den vergangenen Wochen nicht verlassen. Sie hatten demnach auch keinen Kontakt mit Menschen aus dem Ausland oder Einwohnern der zu Beginn des Jahres am stärksten betroffenen Provinz Hubei, in der die Metropole Wuhan liegt. Dort wurde ein Markt mit Meeresfrüchten, wo auch wilde Tiere verkauft worden waren, als möglicher Ursprung des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 verdächtigt, die sich seither in der ganzen Welt ausbreitet. Mehr als sieben Millionen Infektionen sind weltweit gezählt worden, mehr als 400.000 Menschen sind gestorben.

Die Gesamtzahl der Covid-19-Fälle in China liegt nun bei 83.075, während die Zahl der Todesfälle unverändert bei 4634 bleibt. Es wird angenommen, dass die Corona-Dunkelziffer deutlich höher ist.

Zweite Welle befürchtet: Peking verschärft Sicherheitsvorkehrungen

Die neuen Fälle weckten die Angst vor einer zweiten Welle mit dem Virus in China, das den Ausbruch bislang weitgehend im Griff hatte. So wurden in Peking sofort alle Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Zuletzt hatte China nur noch vereinzelt Infektionen gemeldet, die meistens aus dem Ausland importiert waren. Chinas Hauptstadt war schon seit Beginn der Pandemie in Wuhan in Zentralchina vor einem halben Jahr besonders geschützt und stärker als andere Städte vom Rest des Landes abgeschottet worden. Die scharfen Sicherheitsvorkehrungen waren erst vor wenigen Wochen gelockert worden.

Der Covid-19-Krisenstab der Hauptstadt kündigte an, die Kontrolle von Fracht und Reisenden bei der Einreise verschärfen zu wollen, um eine weitere Einschleppung des Virus zu verhindern. China vergibt ohnehin keine Visa mehr an Ausländer und beschränkt die Einreise von heimkehrenden Chinesen, indem internationale Flüge stark begrenzt sind und Corona-Tests sowie 14 Tage Quarantäne verlangt werden.

Peking kann bis zu 90.000 Menschen pro Tag auf Covid-19 testen

Peking hat 98 Labors, die eine Kapazität von mehr als 90.000 Tests pro Tag haben, berichtete ein Sprecher der Gesundheitskommission der Stadt "China Daily" zufolge. "Es wird genug sein, um den Bedarf zu decken." In der Elf-Millionen-Metropole Wuhan, wo das Virus Anfang Dezember erstmals entdeckt worden war, hatten die Behörden in der zweiten Maihälfte fast zehn Millionen Menschen getestet. Dabei waren nur noch 300 asymptomatische Fälle entdeckt worden.

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Video: news.de

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sba/news.de/dpa

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