13.06.2020, 07.09 Uhr

Coronavirus-News aktuell: "Existiert klinisch nicht mehr!" DIESER Arzt verharmlost Corona

Seit Anfang der Pandemie sind sich einige Experten sicher, dass Covid-19 nicht gefährlicher als eine gewöhnliche Grippe sei. Nun behauptet ausgerechnet Italiens berühmtester Arzt, dass das Coronavirus seine Wirksamkeit verloren habe. Die WHO warnt vor Leichtsinnigkeit.

Ist das Coronavirus plötzlich ungefährlich? Bild: AdobeStock / Halfpoint

Weltweit haben sich bislang mehr als 7,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 422.000 Todesopfer forderte die Pandemie bislang. Während die WHO den Erreger als Killervirus einstuft, entbrennen immer wieder Diskussionen darüber, ob das Coronavirus wirklich so gefährlich sei. Nun schaltet sich Italiens berühmtester Arzt ein und behauptet: Das Virus habe seine Wirksamkeit verloren.

Coronavirus-News aktuell: Italo-Arzt behauptet, dass Sars-CoV-2 schwächer werde

Laut "The European" lösteDr. Alberto Zangrillo, Leiter der Intensivstation des San-Raffaele-Krankenhauses in Mailand, eine heftige Debatte aus. Der Arzt behauptete, dass das Coronavirus klinisch nicht mehr existiere. Am Sonntag erzählte er gegenüber italienischen Medien, dass eine Studie von Massimo Clementigezeigt habe, dass Sars-CoV-2 seine Wirksamkeit verliere.

Bislang wurde die wissenschaftliche Arbeit des Virologen noch nicht veröffentlicht. Doch die Erkenntnisse sorgen bereits jetzt für Aufsehen. "Die Abstriche, die in den letzten zehn Tagen durchgeführt wurden, zeigten quantitativ eine Viruslast, die absolut verschwindend gering war im Vergleich zu den Abstrichen, die an Patienten vor ein oder zwei Monaten durchgeführt wurden", zitiertZangrillo aus der Studie seines Kollegen.

Politiker warnen vor Verharmlosung von Covid-19

Bei Italiens Politikern kommen die Äußerungen des Arztes alles andere als gut an. "Ich kann nur große Überraschung und absolute Bestürzung über die Äußerungen von Professor Zangrillo zum Ausdruck bringen. Schauen sie sich nur die Zahl der täglich bestätigten neuen Fälle an, um Beweise für die anhaltende Verbreitung des Virus in Italien zu haben", zitiert "The European" den Leiter des obersten Gesundheitsgremiums Italiens, Franco Locatelli.

Bis zum 12.06.2020 wurden laut Johns Hopkins Universität in Italien mehr als 236.000 Corona-Fälle und 34.000 Tote gemeldet. Mittlerweile werden die weitreichenden Beschränkungen in Italien allmählich aufgehoben. Die Äußerungen von Zangrillo kommen daher zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. "In Erwartung wissenschaftlicher Beweise, die die These stützen, dass das Virus verschwunden ist ..., möchte ich diejenigen dazu auffordern, die die These verbreiten, die Italiener nicht zu verwirren", appelliert Sandra Zampa, Unterstaatssekretärin im Gesundheitsministerium. "Wenn wir im Begriff sind, den Reiseverkehr zwischen den Regionen zu öffnen und zu einem möglichst normalen Leben zurückzukehren ... müssen wir die Italiener einladen, äußerst vorsichtig zu sein."

WHO sicher: Sinkende Corona-Fallzahlen als Zeichen wirksamer Maßnahmen

Auch die WHO warnte vor einer Verharmlosung des Coronavirus. Es sei noch immer ein Killervirus, sagte Michael Ryan, Exekutivdirektor des WHO-Gesundheitsnotfallprogramms. "Wir müssen ausnahmsweise vorsichtig sein, um nicht das Gefühl zu erwecken, dass das Virus plötzlich von sich aus beschlossen hat, nun weniger pathogen zu sein. Das ist ganz und gar nicht der Fall." Laut Ryan werde das Virus nicht schwächer. Vielmehr scheinen die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus zu wirken. Zwar sinken die Fallzahlen, jedoch nicht die Gefährlichkeit des Virus.

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bua/sba/news.de

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