01.06.2020, 07.30 Uhr

Coronavirus-News: Covid-19-Fall unter deutschen Passagieren bei Rückflug nach China

Chinas Grenze ist für Ausländer eigentlich dicht. Vertreter der deutschen Wirtschaft und Angehörige steckten dadurch in Deutschland fest. Die ersten durften zurück - aber einer hat offenbar das Virus.

Bei einem Sonderflug von Deutschland nach China ist ein Coronavirus-Fall aufgetreten. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock/Mirko

Auf einem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China ist bei einem von 180 Passagieren das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl der 34-Jährige wie alle anderen Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden war, fiel eine weitere Untersuchung nach Ankunft in der nordchinesischen Stadt Tianjin positiv aus. Nach Angaben der städtischen Gesundheitskommission von Sonntag hat der Ingenieur keine Symptome. Trotzdem wurde er zur medizinischen Beobachtung in eine Quarantäneeinrichtung gebracht.

Der Flug war die erste Rückholaktion für in China beschäftigte Manager, Techniker und Experten deutscher Unternehmen sowie deren Familienangehörige. Auch vier deutsche China-Korrespondenten waren an Bord. Nachdem China Ende März die Grenze für Ausländer dicht gemacht hatte, waren sie alle in Deutschland gestrandet.

Coronavirus-News: Corona-Fall unter deutschen Passagieren bei Rückflug nach China

Der Flug war die erste Rückholaktion für in China tätige Manager, Techniker und andere Vertretern der deutschen Wirtschaft sowie deren Familienangehörige. Auch vier deutsche China-Korrespondenten waren an Bord. Nachdem China Ende März die Grenze für Ausländer dicht gemacht hatte, waren sie alle in Deutschland gestrandet. Den Rückflug mit einer Lufthansa-Chartermaschine hatte die deutsche Handelskammer in China in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden organisiert.

Rund 200 Menschen waren an Bord - Passagiere in Quarantäne

Die Passagiere wurden nach der Ankunft am Samstag zur Quarantäne in ein Hotel in Tianjin gebracht. Je nach Zielort in China sollten einige nach kurzem Aufenthalt weiterreisen können, müssen dort aber meist auch in Isolation. Am Mittwoch soll es einen weiteren Flug dieser Art nach Shanghai geben. An Bord der Maschine waren nach neueren Angaben 180 Passagiere. Die Besatzung flog mit der Maschine von Tianjin direkt nach Seoul weiter.

Rund 2000 bis 2500 Personen hatten bei einer Umfrage der Handelskammer ihr Interesse bekundet, wieder nach China zurückzukehren. Rund 5200 deutsche Unternehmen sind in China tätig und beschäftigen dort rund eine Million Menschen.

Coronavirus-Ausbruch im Flugzeug: Wie lang war Mann schon infiziert?

Die Handelskammer bestätigte den Fall. "Es war nicht auszuschließen", sagte der Geschäftsführer Jens Hildebrandt telefonisch der Deutschen Presse-Agentur. "Das wusste auch die chinesische Seite." Aus diesem Grund seien auch die umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen mit zwei Untersuchungen bei Abflug und Ankunft, einem Anti-Körpertest und zweiwöchiger Quarantäne in Tianjin getroffen worden. Der betroffene Passagier werde jetzt nochmal getestet, um den Befund zu verifizieren. Dann werde über das weitere Vorgehen entschieden.

Es könne sein, dass der Mann ganz frisch infiziert gewesen und der Test erst in Tianjin positiv ausgefallen sei, sagte Hildebrandt. Auch könne er sich vor längerer Zeit angesteckt haben, so dass jetzt noch einige alte Zellen übrig geblieben seien. "Statistisch gesehen gibt es diese Wahrscheinlichkeit", sagte Hildebrandt. "Aus diesem Grund war das Verfahren von chinesischer Seite auch so gewollt."

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sba/news.de/dpa

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