18.05.2020, 13.05 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Neues Wundermittel? Ärzte behandeln Covid-19 mit Blutverdünner

Während die Welt in der Coronakrise auf einen Impfstoff wartet, erklären einige britische Forscher ihre Erfolge in der Behandlung von Covid-19-Erkrankten. Sie setzten auf blutverdünnende Medikamente, um ihre Patienten zu retten.

Könnte Blutverdünner das Coronavirus bekämpfen? Bild: AdobeStock / H_Ko

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Ein Impfstoff, der das Coronavirus eindämmen und den Menschen ein Stück ihrer Normalität zurückgeben soll, wird händeringend gesucht. Die Forschungen und Tests laufen aktuell auf Hochtouren. Bis zum Ende des Jahres könnte ein Medikament vorliegen, ließen Experten zuletzt verlauten. Derweil werden auch Nachrichten von immer neuen Forschungsansätzen publik, die sich dem Kampf gegen das Coronavirus stellen.

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Coronavirus-News aktuell: Blutverdünner gegen Corona-Infektion

Wie der britische "Daily Telegraph" berichtet, setzen einige Mediziner jetzt auf blutverdünnende Medikamente, nachdem die Ärzte das Rätsel um den niedrigen Sauerstoffgehalt der Covid-19-Patienten offenbar gelöst haben. Demnach sollen Forscher am Imperial College London nun einen klaren Zusammenhang zwischen dem Virus und Gerinnseln in der Lunge der Corona-Patienten gefunden haben. Während der Körper versucht, das Virus zu bekämpfen, aktiviert er eine Immunantwort, die dann in einigen Fällen zur Bildung von Gerinnseln führt.

Experten reichern Blut von Corona-Patienten mit Sauerstoff an

Mit einer Spezialmethode sei bei verschiedenen Corona-Patienten eine Gerinnungsstörung diagnostiziert worden, die eines der Hauptprobleme einer Covid-19-Erkrankung sei, erklärten die Forscher. Auf diversen Scans sei die abnehmende Lungenfunktion beziehungsweise der unerwartete Sauerstoffgehalt nachvollzogen worden. Hier könnte man nun gezielt ansetzen, um den schlimmen Verlauf der Krankheit zu vermindern. Die Wissenschaftler erklärten in einer Stellungnahme, ihr Team prüfe genau, in welchem ​​Stadium Blutverdünner verwendet werden sollten. Sie betonten auch, dass dies kein neues Heilmittel für das Coronavirus sei, sondern lediglich ein Teil einer umfassenderen Forschung.

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rut/sba/news.de

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