13.05.2020, 08.18 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Frau von Covid-19-Krankem angespuckt - tot!

Der Täter rief "Ich habe Corona" – und spuckte dann zwei Frauen an. Eine von ihnen ist nun gestorben. Die Mutter einer 11 Jahre alten Tochter starb nur zehn Tage nach der Covid-19-Spuck-Attacke.

Weil ein Corona-Kranker eine Frau absichtlich angehustet hat, musste sie sterben. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock/marchsirawit

Es ist ein schrecklicher Vorfall, der sich jüngst in der britischen Hauptstadt London ereignet hat. Eine britische Bahnhofsangestellte starb zwei Wochen, nachdem ein Corona-Kranker sie absichtlich angespuckt hatte. Belly Mujinga hinterlässt eine 11-jährige Tochter. Das Nachrichten-Portal "Fox News" berichtete über die tödliche Corona-Spuck-Attacke.

Coronavirus-News: Frau (47) von Corona-Krankem angespuckt

Am 22. März ging Belly Mujinga wie immer zur Arbeit, um Zug-Tickets an der Londoner Victoria Station zu verkaufen. Ihren Beruf bezahlte die 47-Jährige nun mit ihrem Leben. Weil ein Covid-19-Kranker sie vor einem Fahrkarten-Schalter bespuckte, muss ihre Tochter nun ohne Mutter aufwachsen. "Der Mann hustete sie an und sagte, er habe das Virus", erklärte die britische Verkehrsgewerkschaft TSSA nach der tödlichen Spuck-Attacke. Dem Bericht nach habe der Mann auch eine Kollegin von Mujinga mit dem gefährlichen Virus angesteckt.

Belly Mujinga stirbt wenig später an den Covid-19-Folgen

Einen Tag nach dem schrecklichen Vorfall wurde die 47-Jährige krankgeschrieben. Doch ihr Zustand verschlechterte sich schnell. Sie gehörte zur Corona-Risikogruppe. Am 2. April wurde sie schließlich ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurde. Drei Tage später starb Belly Mujinga an den Folgen der Coronavirus-Erkrankung.

"Wir sind schockiert und erschüttert über den Tod von Belly. Sie ist eine von viel zu vielen Frontarbeitern, die ihr Leben durch das Coronavirus verloren haben", sagte TSSA-Generalsekretär Manuel Cortes.

Ehemann sah seine Frau zum letzten Mal im Krankenwagen

Im Gespräch mit "ITV" sagte der Ehemann der 47-Jährigen, er habe seine Frau das letzte Mal gesehen, als sie mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurde. "Das war das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe. Wir haben nur gesagt: 'Pass auf dich auf' und 'Gott wacht über dich', sagte er. "Wir haben im Krankenhaus per WhatsApp-Video miteinander gesprochen. Aber dann habe ich nichts mehr von ihr gehört. Ich dachte, sie würde schlafen. Dann hat mich der Arzt angerufen, um mir mitzuteilen, dass sie gestorben ist."

Kollegen geschockt! Verkehrsbetriebe fordern Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Passagiere

Cortes, der Generalsekretär der TSSA, beschuldigte die Covia Thameslink Railway (GTR), den Angriff nicht "ernst genug" behandelt zu haben. "Unsere Bahnindustrie muss jetzt sehr genau prüfen, welche Aufgaben als "wesentlich" angesehen werden und Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiter und Passagiere ergreifen." Er forderte auch, dass die Familien der Verstorbenen eine staatliche Entschädigung erhalten, die bisher nur den Betroffenen im Gesundheitswesen versprochen wurde.

Die Verkehrspolizei nahm inzwischen die Ermittlungen auf.

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sba/fka/news.de

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