29.04.2020, 14.53 Uhr

Coronavirus-Krise in Deutschland aktuell: Ansteckung oder Jobverlust? DAVOR haben die Deutschen Angst

Der Corona-Lockdown hat das Leben in Deutschland stillgelegt. Die Auswirkungen machen vielen Menschen Angst. Die Sorge vor einem Jobverlust und einer Ansteckung wächst. Wovor fürchten sich die Menschen wirklich?

Wovor fürchten sich die Deutschen in der Corona-Krise wirklich? (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/ detailblick-foto

Die Coronavirus-Pandemie hat die Bundesregierung zu harten Schritten genötigt. Seit Ende März haben Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote das öffentliche Leben und die Wirtschaft zum Stillstand gebracht. Dadurch soll die Infektionszahl niedrig gehalten werden. Doch bei einigen Menschen wächst die Angst, ihren Job zu verlieren oder sich mit Sars-CoV-2 zu infizieren. Welche Sorgen treiben die Bürger richtig um?

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Coronavirus-News aktuell: AfD-Wähler fürchten sich mehr vor einem Jobverlust

Die Antwort liefert eine Meinungsumfrage von Insa, die im Auftrag von "Bild" entstand. Laut der Befragung ist die Angst vor einer Ansteckung am größten. So fürchten sich 30 Prozent der Berufstätigen davor, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren. 15 Prozent fürchten sich mehr vor Arbeitslosigkeit, als zu erkranken, und 14 Prozent haben Angst vor beiden Szenarien.

Unter den Wählern von AfD (24 Prozent) und Linke (26 Prozent) zeigt sich deutlich, dass sie sich mehr davor fürchten ihren Job zu verlieren als an Covid-19 zu erkranken. Bei den AfD-Wählern sind es 18 Prozent, bei Linke-Wählern 25 Prozent. Zum Vergleich: Bei den anderen Wählergruppen sind die prozentualen Anteile bei der Frage "mehr Angst vor Jobverlust" deutlich geringer. Sie sorgen sich eher um ihre Gesundheit.

Coronavirus aktuell: Mehrheit der Deutschen findet den Lockdown richtig

Zum Lockdown haben die Befragten auch eine deutliche Meinung. 60 Prozent halten die strikten wirtschaftlichen Einschränkungen zur Eindämmung einer weiteren Verbreitung für richtig. Nur 26 Prozent der Befragten halten die Beschränkungen für falsch.

Im Osten der Bundesrepublik (31 Prozent) sehen mehr Menschen die Schließung von Geschäften oder Restaurants als schlechte Entscheidung an, als im Westen (24 Prozent). Dieser Unterschied wird wieder bei den Wählern von AfD und Linke deutlich. 58 Prozent der Stimmengeber von der Alternative für Deutschland und von der Linken, mit 44 Prozent, sind der Meinung. Aber 31 Prozent der AfD-Anhänger und andere Wähler finden die Maßnahmen okay. Sie stimmten mit 60 bis 73 Prozent dafür. An der kleinen Umfrage nahmen 2071 Menschen teil. Die Befragung fand vom 24. bis zum 27. April statt.

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bos/sig/news.de

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