28.04.2020, 11.52 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Mundschutz beim Autofahren? DIESE Strafen drohen laut StVO

Beinahe in jedem Bundesland gilt mittlerweile die Maskenpflicht. Die Regelungen variieren jedoch von Land zu Land. Bürger sind verunsichert: Muss man auch im Auto einen Mundschutz tragen? Welche Strafen drohen?

Gilt die Maskenpflicht auch im Auto? Bild: AdobeStock / maxbelchenko

Seit Montag (27.04.2020) gilt in fast allen Bundesländern Maskenpflicht. Die Regelungen sind jedoch nicht überall gleich. Während man in einigen Bundesländern die Maske nur im öffentlichen Nahverkehr tragen muss, ist sie in anderen auch beim Einkaufen Pflicht. Einige Bürger tragen nun auch im Auto eine Mund-Nase-Bedeckung. Ist das überhaupt erlaubt?

Coronavirus-News aktuell: Muss ich beim Autofahren einen Mundschutz tragen?

Generell gelten die aktuellen Kontaktbeschränkungen auch für Fahrten mit einem Auto. "Die Nutzung des Autos ist nur allein oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet", heißt es auf der Webseite des Bundesinnenministeriums. Rechtsanwalt Michael Winter hält diese Aussage jedoch für nicht fundiert, da sie über die Vorgaben des Beschlussdokuments der Bundesregierung hinausgeht, schreibt der "Focus Online".

Wer den Mundschutz auch hinter dem Steuer des Autos tragen will, muss darauf achten, dass man für andere noch klar erkennbar bleibt. Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen Autofahrer die Erkennbarkeit des Gesichts trotz Mundschutz gewährleisten. "Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist", heißt es in§ 23 Abs. 4 Satz 1 StVO.

60 Euro Bußgeld! DAS droht Mundmasken-Verkehrssündern

Genauer gesagt geht es darum, dass die ausschlaggebenden Gesichtszüge im Wesentlichen weiterhin auszumachen sind, erklärt die Rechtsanwältin Daniela Mielchen aus Hamburg. Diese Regel gilt generell für Kopfbedeckungen, Kostüme, Gesichtsschmuck, Brillen oder auch eine Gesichtsbemalung. Wer dagegen verstößt, muss 60 Euro Bußgeld zahlen. Und lässt sich ein Verkehrsteilnehmer im Nachhinein etwa auf einem Blitzerfoto nicht identifizieren, kann die Straßenverkehrsbehörde für Fahrzeughalter das Führen eines Fahrtenbuches anordnen.

Doch nicht in jedem Bundesland kommt die StVO beim Tragen eines Mundschutzes im Auto zum Tragen. Gegenüber dem "Focus Online" bestätigte ein Sprecher vom Innenministerium in Baden-Württemberg, dass das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht grundsätzlich gegen die StVO verstoße - zumindest solange die Corona-Verordnung des Landes gelte. Trotz Maske seien Augen und Stirn erkennbar. Somit können Verkehrssünder weiterhin identifiziert werden. Diese Ausnahme gelte für den gewerblichen Personenverkehr.

Mundschutz darf Sicht im Auto nicht beeinträchtigen

Aber nicht nur die Erkennbarkeit des Maskenträgers ist wichtig. Ein Mundschutz darf auch nicht die Sicht der Fahrenden stören. Für Brillenträger kann das wichtig sein: Durch den Mund- und Nasenschutz beschlagen die Brillengläser schon mal. "Sollte dies der Fall sein, muss die Maske sofort abgesetzt werden, da andernfalls eine Sichtbeeinträchtigung droht", so die Rechtsanwältin.

Was für die Fahrer gilt, ist allerdings für die anderen Insassen im Auto egal. Sie dürfen unterwegs jederzeit eine Maske tragen - unabhängig von der Beschaffenheit und der Größe. Und für Motorradfahrer gilt eine Ausnahme von der Regel, da sie während der Fahrt einen Schutzhelm tragen müssen.

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bua/sig/news.de/dpa

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