22.04.2020, 15.19 Uhr

Coronavirus News aktuell: Experten warnen! DESHALB wurden Desinfektionsmittel aus Schulen verbannt

Desinfektionsmittel erleben aktuell einen Aufwärtstrend. Viele Menschen benutzen diese Produkte täglich. Doch Experten warnen vor deren Gebrauch. Deshalb hat Mecklenburg- Vorpommern diese Hand-Hygiene-Mittel aus den Schulen verbannt. Das stößt auf Kritik.

Experten warnen vor dem falschen Gebrauch von Desinfektionsmitteln. Bild: picture alliance/Marius Becker/dpa

Mit Desinfektionsmittel und Seife haben sich in den letzten Wochen viele Menschen eingedeckt. Schließlich ist es wichtig, seine Hände öfters zu reinigen, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Leider sind besonders Desinfektionslösungen ein ungeahntes Risiko, wie jetzt unter anderem das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern mitteilt.

Coronavirus News: Mecklenburg-Vorpommern verbietet Desinfektionsmittel auf Schultoiletten

In Mecklenburg-Vorpommern wurden Desinfektionsmittelspender aus den Schultoiletten entfernt, meldete das Portal "news4teachers.de". Das Bildungsministerium findet es nicht wichtig Desinfektionsmittel an Schulen bereitzustellen. Denn sie seien gefährlich. Sie hätten diese Entscheidung nach Beratungen mitdem Landesamt für Gesundheit und Soziales sowie Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Rostock getroffen.

Bei der Hände-Desinfektion überwiegen die Gefahren die Vorteile, sagte Ministeriumssprecher Henning Lipski dem Portal. Das betonteRostocker Tropenmediziner Emil Reisinger, der die Regierung zu diesem Thema beraten hatte. Denn in dem Desinfektionsmittel befindet sich vergällter Alkohol und es besteht das Risiko, dass die Schüler davon trinken könnten. Das führt zu einer Alkohol- und Benzolvergiftung.

Für diesen Entschluss hagelte es gleich Kritik. So sagte Michael Blanck, der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), am Montag in Schwerin: "Das hat uns überrascht. Das sieht in anderen Bundesländern anders aus." Er fügte hinzu: "Wenn Ladengeschäfte Handdesinfektionsmittel für ihre Kunden bereitstellen, muss das ja einen Sinn haben."

Auch von der Afd gab es Kritik am Vorgehen von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). Sie habe nach deren Meinung fahrlässig gehandelt. "In der jetzigen Lage müssen Desinfektionsmittel gerade auch in Schulen zur Grundausstattung gehören", sagte der schulpolitische Sprecher der größten Oppositionsfraktion, Jens-Holger Schneider.

Experten warnen vor falschen Gebrauch von Desinfektionslösungen

Auch in Japan warnen Experten vor dem falschem Gebrauch von Desinfektionsmitteln zum Schutz vor Corona. Es komme zunehmend zu Unfällen, etwa weil Menschen auf Alkohol basierende Mittel in Getränke-Plastikflaschen lagerten und versehentlich daraus tranken, wie der japanische Fernsehsender NHK am Mittwoch unter Berufung auf das nationale Informationszentrum für Gifte berichtete. Das Zentrum ruft die Bevölkerung dazu auf, sachgerecht mit Desinfektionsmitteln umzugehen.

Es gibt demnach auch Fälle, bei denen sich Menschen Masken aufsetzten, die sie mit Schimmelreinigern statt antibakteriellen Mitteln besprüht hatten. Desinfektionsmittel sollten nur in speziell beschrifteten Behältern aufbewahrt werden, so die Mahnung. Gewarnt wurde auch davor, die Mittel im Kühlschrank aufzubewahren. Auch müssten sie so verstaut werden, dass Kinder nicht an sie herankommen.

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bos/sig/news.de/dpa

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