20.04.2020, 14.58 Uhr

Coronavirus-News in Sachsen: Knallharter Bußgeldkatalog! So viel müssen Sie bei Corona-Verstößen blechen

In Sachsen gilt seit Montag eine neue Corona-Verordnung. Alle Regel-Sünder müssen sich nun auf höhere Strafzahlungen gefasst machen. Wie teuer es bei Verstößen wird, verraten wir Ihnen hier.

Ab dem 20. April gilt in Sachsen ein neuer Bußgeldkatalog für Corona-Sünder. Bild: picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Ab dem 20. April tritt im Freistaat Sachsen eine neue Corona-Verordnung von Sozialministerin Petra Köpping (61, SPD) in Kraft. Gleichzeitig ändern sich auch die Bußgelder für Verstöße gegen beispielsweise das Kontaktverbot. Wer sich nicht daran hält, muss mit hohen Strafzahlungen rechnen.

Coronavirus-Maßnahmen in Sachsen: Neue Bußgelder für Regelverstöße

Im neuen Bußgeldkatalog gibt es zwei Bußgeld-Summen - 150 und 500 Euro. Wer sich nicht an die Abstandsregel von 1,5 Meter hält, an Versammlungen teilnimmt und Angehörige im Pflegeheim oder Krankenhaus besucht, muss diese Summe bezahlen.

Alle Corona-Sünder müssen aufpassen, denn aus den 150 Euro können schnell 300 Euro oder mehr werden. Der Grund: Die Strafsumme wird nur bei einem "erstmaligen Verstoß" fällig. Bei jedem weiteren Vergehen verdoppelt sich die Summe.

Unternehmer aufgepasst: Missachtung der Corona-Maßnahmen kostet 500 Euro

Für Unternehmer wird die Regelmissachtung richtig teuer. 500 Euro müssen dann zum Beispiel Gastronomen hin blättern, die Gäste bewirten, oder Fahrlehrer, die Fahrstunden geben. Das soll Geschäftsführer davon abhalten, gegen die Maßnahmen zu verstoßen.

Allerdings werden Bußgelder nur bei Vorsatz erhoben. Menschen, die fahrlässig und nur in geringem Ausmaß gegen die Corona-Maßnahmen verstoßen, werden mit 50 Euro verwarnt.

Überblick über die Strafzahlungen aus dem sächsischen Corona-Bußgeldkatalog

  • Party zu Hause feiern: 150 Euro
  • In der Gruppe treffen - 150 Euro
  • Verstoß gegen den Mindestabstand von 1,5 Metern - 150 Euro
  • Auf den abgesperrten Spielplatz gehen - 150 Euro
  • Angehörige im Pflegeheim oder Krankenhaus besuchen - 150 Euro
  • Mit mehr 16 Personen an einem Gottesdienst teilnehmen (Erlaubt sind nur 15 Menschen) - 150 Euro
  • Mit Freunden Sport treiben - 150 Euro
  • An Tanzveranstaltungen teilnehmen -- 500 Euro
  • Demonstrationen organisieren - 500 Euro
  • Fitnessstudios oder Wettbüros öffnen - 500 Euro
  • Restaurants öffnen und Gäste bewirten - 500 Euro
  • Gäste im Hotel beherbergen - 500 Euro
  • Tanzabende veranstalten - 500 Euro
  • Prostituierte vermitteln - 500 Euro

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bos/sig/news.de

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