19.04.2020, 07.12 Uhr

Coronavirus-Forschung aktuell: DIESES Covid-19-Heilmittel rettete IHM das Leben

Das Ebola-Medikament Remsdesivir gilt seit einigen Wochen als der große Hoffnungsträger im Kampf gegen die tückische Covid-19-Erkrankung. Studien laufen bereits. Nun berichtet ein Patient, wie ihm Remsdesivir das Leben gerettet hat.

Wie wirksam das Ebolamedikament Remdesivir gegen Covid-19 ist, durfte ein 42-Jähriger aus München am eigenen Leib erfahren. Bild: alphaspirit/AdobeStock

Der Münchner Curtis Warren Puckett (42) musste am eigenen Leib erfahren, wie tückisch die vom Coronavirus hervorgerufene Covid-19-Erkrankung auch für junge Menschen sein kann. Das MedikamentRemsdesivir rettete ihm laut eigenen Angaben das Leben.

Coronavirus News: Ebolamedikament Remsdesivir im Kampf gegen Covid-19

In einem Münchner Krankenhaus war er Teil einer Studie, die die Wirksamkeit des Medikaments Remsdesivir bei Covid-19 testen soll. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Freitagabend. Ursprünglich handelt es sich bei der Arznei um ein Medikament zur Behandlung der meist tödlich verlaufenden Ebola-Erkrankung. Nun wirdRemsdesivir in mehreren Studien auch auf seine Wirksamkeit gegen die Symptome der Covid-19-Krankheit getestet.

Coronavirus-Studie Remsdesivir mit 1000 Patienten

Eine der Studien findet in München unter Dr. Christoph Spinner (35) statt, der vom amerikanischen PharmagigantenGilead beauftragt wurde. Insgesamt 1000 Testpersonen mit Covid-19 nehmen an der Medikamenten-Studie teil. Wie die "Bild" berichtet, handelt es sich beiRemsdesivir um einen Polymerase-Hemmer, der das Virus daran hindern soll, sich im Organismus von Erkrankten weiterzuverbreiten.

Patient litt unter starken Covid-19-Symptomen

Der Patient Curtis Puckett erhielt die Corona-Diagnose am 31. März, nachdem er wegen hohen Fiebers (40 Grad), starkem Husten sowie Schmerzen in den Atemwegen einen Arzt aufgesucht hatte."Ich hatte Angst – ein Stück weit Panik", erklärt der 42-Jährige, der selbst Krankenpfleger ist, gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Patient gehörte zur gefährdeten Risikogruppe

Seine Angst war nicht unberechtigt, denn CurtisPuckett gehört mit COPD und Asthma zu den Risikogruppen, für die Covid-19 gefährlich werden kann. Bei COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) handelt es sich um eine (meist erworbene) Atemwegserkrankung, bei der durch verengte Atemwege die Aufnahme von Sauerstoff beim Atmen gehemmt ist.

Bereits nach einem Tag ging es dem Patienten erheblich besser

Der Leiter der Remsdesivir-Studie Dr. Spinner kam auf den Patienten zu und fragte ihn, ob er Interesse hätte, an der Studie teilzunehmen, bei der er fünf Tage lang intravenös mit Remsdesivir versorgt werden würde. Puckett sagte zu. Mit atemberaubenden Folgen: "Schon einen Tag nach der ersten Injektion Tag sank mein Fieber auf 38,8 Grad", berichtete er der "Bild"-Zeitung.

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Nach vier Tagen war der Patient von Covid-19 geheilt

Innerhalb von vier Tagen nach der ersten Remdesivir-Verabreichung war der Patient genesen - sein Fieber und Husten waren restlos verschwunden. Am 7. April durfte Curtis Puckett das Krankenhaus verlassen. Er ist überzeugt, dass er seine Heilung dem Ebolamedikament zu verdanken hat. Gegenüber "Bild" verkündete er: "Remdesivir hat mich geheilt. [...] Ich bin ein Glückspilz, dass ich das Medikament bekommen habe. Endlich habe ich mein Leben zurück."

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sig/news.de

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