Von Adelswelt - 15.04.2020, 14.28 Uhr

Kindesmissbrauch in Isolation: Königin Silvia warnt in emotionaler Ansprache

Nur noch selten hört man Königin Silvia auf Deutsch sprechen. In einer emotionalen Videobotschaft richtet sich die Adlige jedoch an die deutschsprachige Bevölkerung. Der Anlass ist ernst.

Königin Silvia von Schweden engagiert sich seit Jahren für Kinder in Not. Bild: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Königin Silvia sorgt sich um das Wohl der Kinder

Es sind Worte, die direkt aus dem Herzen kommen. Königin Silvia hat sich in einer emotionalen Ansprache an ihre Mitmenschen gewendet. Auf Deutsch appelliert die Gründerin der „Childhood"-Organisation, Kinder vor Missbrauch und Gewalt zu schützen.

„In dieser Ausnahmesituation, in der wir uns befinden, sind Kinder noch gefährdeter als sonst. Vielleicht nicht unbedingt aufgrund des Virus, sondern der vielen Konsequenzen", sagt Königin Silvia mit bewegter Stimme. Denn während der Coronakrise sind Kinder noch häufiger Opfer von häuslichen Übergriffen. Eine Tatsache, die der Frau von König Carl Gustaf das Herz bricht. „Ich wende mich heute an Sie als Erwachsene: Ich möchte Sie bitten, auf die Kinder in ihrer Umgebung zu achten und wirklich genau hinzuschauen", appelliert die siebenfache Großmutter. Denn sie weiß zu gut, dass es nicht allen Kindern so gut geht, wie ihren eigenen Enkeln.

Das kann man tun, wenn Kinder in Not sind

Königin Silvia bittet die Menschen darum, die Kleinen direkt zu fragen, wie es ihnen geht. Denn: „Ein aufmerksamer Erwachsener kann ein Kind davor schützen, verletzt zu werden. Ihre Mithilfe ist heute wichtiger denn je. Sie können etwas bewirken, nicht nur gerade jetzt, sondern für das ganze Leben eines Kindes."

Wer ein Kind in Not kennt, soll sich auf der Webseite www.kein-kind-alleine-lassen.de informieren oder anonym und kostenlos bei „Hilfetelefon Missbrauch" (0800-2255530) anrufen. Um möglichst viele Menschen zu erreichen nahm Königin Silvia ihre Videoansprache auf Deutsch, Schwedisch und Englisch auf.

ADELSWELT/lic/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser