09.04.2020, 17.54 Uhr

Trotz Coronavirus-Pandemie: Start geglückt! Raumfahrer auf ISS angekommen

Während weltweit die Coronavirus-Pandemie tobt, sind drei Raumfahrer unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen zur Internationalen Raumstation ISS gefahren. Sechs Stunden war Sojus-Rakete unterwegs. Nun ist sie angekommen.

Unter beispiellosen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer pünktlich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Bild: Uncredited / Roscosmos Space Agency Press Service / AP / picture alliance / dpa

Unter beispiellosen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer pünktlich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Sojus-Rakete mit den Russen Anatoli Iwanischin, Iwan Wagner und dem Nasa-Astronauten Christopher Cassidy hob vomWeltraumbahnhof Baikonur bei sonnigem Wetter um 10.05 Uhr (MESZ) ab. Gut sechs Stunden dauerte der Flug zum Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometer Höhe dauern. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und die Nasa in den USA übertrugen den Start live im Internet.

Raumfahrer sind gut auf der ISS angekommen

"Willkommen auf der ISS", twitterte Roskosmos nach der Ankunft. Die neue Besatzung soll 196 Tage bis Oktober auf der ISS bleiben. In dieser Zeit sind mehr als 50 Experimente geplant. Außeneinsätze waren zunächst nicht vorgesehen.

Die im Moment auf der ISS lebende 62. Mission mit den US-Raumfahrern Andrew Morgan, Jessica Meir und dem Kosmonauten Oleg Skripotschka soll am 17. April wieder zur Erde zurückkehren. Bis dahin hat die ISS ihre Sollstärke von insgesamt sechs Raumfahrern.

Roskosmos hat zwar nach eigenen Angaben innerhalb der Behörde einige mit dem Coronavirus infizierte Mitarbeiter. Allerdings hatte Rogosin erklärt, dass niemand von ihnen zu den Raumfahrern Kontakt gehabt habe. Die Mitarbeiter, die rund um den Start im Einsatz waren, wurden regelmäßig von Ärzten untersucht.

Trotz Coronavirus-Pandemie: Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS gestartet

Die Crew war seit gut einem Monat in Quarantäne gewesen - zumSchutz vor dem Virus. Kurz nach dem Start berichtete die Crew, dass sie sich gut fühle und an Bord der Raumkapsel alles inOrdnung sei.

Es war ein Bilderbuchstart. Er erfolgte von der erneuerten und berühmten Startrampe 31 auf dem russischen Kosmodrom in der Steppe der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien. Von dort aus war Juri Gagarin am 12. April 1961 als erster Mensch ins Weltall gestartet.

Extreme Sicherheitsvorkehrungen bei Weltraum-Start zur ISS

Roskosmos hatte die ohnehin schon hohen Sicherheitsvorschriften wegen der Coronavirus-Pandemie zum Schutz von Raumfahrern diesmal deutlich verschärft. Sie mussten auch auf übliche Rituale wie einen Besuch an der Kremlmauer in Moskau verzichten und konnten sich auch nicht persönlich von ihren Familien verabschieden.

Drei Raumfahrer sollen bis Oktober auf Internationaler Raumstation bleiben

Geplant ist, dass die neue Besatzung 196 Tage bis Oktober auf der ISS bleibt. Die im Moment auf der ISS lebende 62. Mission mit den US-Raumfahrern Andrew Morgan, Jessica Meir und dem Kosmonauten Oleg Skripotschka soll am 17. April wieder zur Erde zurückkehren.

Roskosmos hat zwar nach eigenen Angaben innerhalb der Behörde einige mit dem Coronavirus infizierte Mitarbeiter. Allerdings hatte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin erklärt, dass niemand von ihnen zu den Raumfahrern Kontakt gehabt habe. 

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loc/news.de/dpa

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