08.04.2020, 07.50 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Datenspende fürs RKI! DESHALB ist die Corona-App so wichtig

Das Robert-Koch-Institut beschreitet neue Wege im Kampf gegen das Coronavirus. Mit seiner neuen App "Corona-Datenspende" will das RKI die Ausbreitung von Sars-CoV-2 besser verstehen. So funktioniert die App.

RKI-Chef Lothar Wieler klärt regelmäßig über den aktuellen Corona-Stand auf. Bild: dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) will mit Hilfe von Fitness-Armbändern und Computeruhren neue Erkenntnisse zur Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen in Deutschland gewinnen. Dafür veröffentlichte das RKI am Dienstag die App "Corona-Datenspende", die auf Daten aus den Geräten zugreifen kann. Die Nutzung der App sei freiwillig, betonte das RKI.

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Coronavirus-News aktuell: RKI veröffentlicht App "Corona-Datenspende"

Das RKI will sich zunutze machen, dass Smartwatches und Fitness-Armbänder unter anderem den Ruhepuls sowie Informationen zum Schlaf und dem Aktivitätsniveau ihrer Nutzer aufzeichnen können. "Bei einer akuten Atemwegserkrankung ändern sich diese Vitalzeichen in den meisten Fällen deutlich. Daher können auch typische Covid-19-Symptome wie Fieber durch die App erkannt werden", erläuterte das Institut.

Corona-App des RKI: Sind meine Daten in Gefahr?

Die App diene nicht der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, betonte das RKI. Sie solle aber helfen, Infektionsschwerpunkte besser zu verstehen. Das RKI kenne zu keinem Zeitpunkt persönliche Daten wie Name oder Anschrift der App-Nutzer. Man müsse lediglich einmalig die Postleitzahl eingeben. Ortungs- und Standortdaten aus den Geräten würden nicht abgefragt. Die Teilnehmer werden auch gebeten, Geschlecht, Alter sowie grob Größe und Gewicht anzugeben.

Ähnliche Apps bereits bei Grippe-Pandemien in den USA eingesetzt

"Wenn in einer ausreichend großen Stichprobe die Anzahl der symptomatischen Patienten erfasst werden kann, könnte uns das dabei helfen, früher Rückschlüsse auf Infektionsgeschehen, Verbreitung und auch auf die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen zu ziehen", sagt Prof. Lothar H. Wieler, der Präsident des Robert Koch-Instituts. In den USA haben sich ähnliche Fallschätzungen auf Basis von Smartwatch- und Fitnessarmband-Daten in Grippewellen als sehr treffgenau erwiesen.

RKI auf Mithilfe der Deutschen bei Corona-App angewiesen

Das RKI hofft darauf, dass zehn Prozent der zehn Millionen Nutzer solcher Geräte in Deutschland die App verwenden. Aber auch schon eine kleinere Stichprobe - mit 10.000 Nutzern - wäre gut für den Erkenntnisgewinn, sagte RKI-Experte Dirk Brockmann. Am Vormittag gab es angesichts der vielen Zugriffe zunächst technische Probleme unter anderem bei der Eingabe der Postleitzahl, wie das RKI bei Twitter einräumte. Wenig später funktionierte die Anmeldung reibungslos.

Biologe entwickelt Corona-App, die Patienten das Leben retten könnte

Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass der Kölner Informatik-Professor und Biologe Timo Schinköthe eine Corona-App entwickelt hat, die Ärzte unterstützt und Covid-19-Patienten das Leben retten könnte."Die App ist ein digitales Corona-Tagebuch, das der Patient schreibt und der Arzt mitlesen und so den Gesundheitszustand überwachen kann", erklärte der Informatik-Professor im "Express"-Interview. Neben Basisdaten und Vorerkrankungen, die der Patient eintragen muss, überträgt er zudem zwei Mal tägliche neue Werte fürAtemfrequenz, Fieber und Sauerstoffsättigung.

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fka/bua/news.de/dpa

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