06.04.2020, 12.34 Uhr

Horror-Schussattacke in Elatma: Russe erschießt Männer und Schwangere mit Jagdgewehr

Die Corona-Quarantäne hat in Russland zu einem tödlichen Drama geführt: Ein Mann hat auf eine Menschengruppe geschossen, weil sie den Lockdown missachteten. Dabei starben fünf Menschen, darunter eine schwangere Frau.

In Russland hat ein Mann fünf Menschen nach einem Streit erschossen. (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/RioPatuca Images

Die Ausgangsbeschränkungen während der Coronakrise haben weltweit den Alltag vieler Menschen verändert. Experten sehen die angeordnete Isolation problematisch für die Psyche einiger Personen. Denn durch die Zeit zu Hause nimmt die häusliche Gewalt und das Gewaltpotenzial zu. In Russland schien einem Mann die Quarantäne auf das Gemüt zu schlagen.

Coronavirus aktuell: Mann erschießt fünf Menschen wegen Lockdown-Missachtung

Anton F. hat in Russland nach Polizeiangaben nach einem Streit fünf Menschen mit einem Jagdgewehr erschossen. Der mutmaßliche Täter sei am späten Samstagabend vom Balkon aus mit mehreren jungen Menschen in Streit geraten, teilte das staatliche Ermittlungskomitee am Sonntag mit.

Corona-Mord in Elatma: Schwangere Frau starb nach der Schussattacke

Sie sollen sich laut unter dem Fenster seiner Wohnung im Ort Elatma südöstlich von Moskau unterhalten haben. Dabei müssen die Menschen in ihren Wohnungen bleiben. Der Lärm weckte das Baby des Krankenhausmitarbeiters auf und er rastete aus. Als der Streit eskalierte, sei der Mann nach ersten Erkenntnissen mit seinem Jagdgewehr zum Hauseingang gelaufen und habe auf eine Frau sowie deren vier junge Begleiter geschossen. Die Opfer seien noch am Tatort gestorben, hieß es. Die getötete Frau soll angeblich sogar schwanger gewesen sein.

Ein Polizist hat in der "Daily Mail" vermutet, wieso der Verdächtige die Gruppe erschossen haben soll: "Die zweite Woche der Quarantäne spielt schlecht auf die Psychologie der Menschen an. Die Menschen vermissen Kommunikation." Ob ihm wirklich der Lagerkoller geplagt hat oder er ihm einfach nur der Lärm gestört hat, weiß nur der vermutliche Täter selbst.

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War die Corona-Ausgangssperre Schuld am Mord?

Der 1988 geborene Verdächtige sei daraufhin in der Nähe des Hauses festgenommen worden. Gegen ihn wird wegen Tötung von mehreren Personen ermittelt. Die Ermittler überprüften auch die Behauptungen, dass der Verdächtige in der Vergangenheit häusliche Gewalt erlebt hat und extremes Material in den sozialen Medien veröffentlicht haben soll.

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bos/fka/news.de/dpa

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