05.04.2020, 15.35 Uhr

Messerattacke in Romans-sur-Isère: Mann sticht 2 Menschen tot! Staatsanwaltschaft ermittel wegen Terror-Mord 

In einer Kleinstadt in Südfrankreich hat ein Mann zwei Menschen bei einem Messerangriff getötet und mehrere Menschen verletzt. Er wurde festgenommen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Mordes.

In der südfranzösischen Stadt Romans-sur-Isère hat ein Mann zwei Menschen erstochen. Bild: picture alliance/Jeff Pachoud/AFP/dpa

Nach der Messerattacke mit mindestens zwei Toten im Zentrum von Romans-sur-Isère im Südosten Frankreichs sind die Motive des Angreifers weiter unklar.

Mann ersticht in Romans-sur-Isère zwei Menschen

nach der schrecklichen Tat hat Anti-Terror-Staatsanwaltschaft den Fall übernommen. Wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer kriminellen, terroristischen Vereinigung wird nun gegen den Angreifer ermittelt, bei dem es sich nach Angaben der französischen Anti-Terror-Fahnder um einen 1987 geborenen Sudanesen handelt.

Man werde alles möglich zur Aufklärung dieser abscheulichen Tat tun, schrieb Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron auf Twitter. Bei dem Angriff am Samstag wurden laut der französischen Nachrichtenagentur AFP zudem vier Menschen verletzt, zuvor war von sieben Verletzten die Rede gewesen.

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Messerattacke in Südfrankreich: War es eine terroristische Tat?

Wie die AFP unter Bezug auf Ermittlerkreise berichtete, soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen etwa 33 Jahre alten Mann aus dem Sudan handeln.Bei der Hausdurchsuchung seien Dokumente mit religiösem Inhalt gefunden worden, in dem sich der Mann unter anderem darüber beschwert, dass er in einem Land der Ungläubigen lebe. Der Mann war der Polizei bisher nicht bekannt.

Der Vorfall hatte sich am Samstagvormittag gegen etwa 10.45 Uhr. Uhr ereignet, schreibt Ville de Romans auf seinem Twitter-Account.Nach ersten Erkenntnissen soll der Täter zunächst den Besitzer eines Tabakladens angegriffen und sich dann in einer Metzgerei ein neues Messer beschafft haben, wo er eine Person erstach. Danach griff er auf der Straße weitere Menschen an. Augenzeugen zufolge soll der Mann bei seiner Tat «Allahu akbar» (Gott ist groß) gerufen haben.

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Die Sicherheitskräfte sollen den Angreifer festgenommen haben, als er - auf Arabisch betend - auf dem Trottoir kniete. Er soll keinen Widerstand geleistet haben. Außerdem nahm die Polizei am Samstag zwei weitere Personen sudanesischen Ursprungs in Gewahrsam. Dabei soll es sich um einen Mann aus dem Bekanntenkreis des Festgenommenen und um einen Sudanesen aus dessen Hausgemeinschaft handeln.

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bos/news.de/dpa

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