02.04.2020, 08.13 Uhr

Coronavirus News aktuell: DIESE App könnte Corona-Patienten in Zukunft das Leben retten

Der Kölner Informatik-Professor und Biologe Timo Schinköthe hat eine Corona-App entwickelt, die Ärzte unterstützt und Covid-19-Patienten das Leben retten könnte. SO funktioniert die Corona-App.

Der Kölner Informatik-Professor und Biologe Timo Schinköthe hat eine Corona-App entwickelt. Bild: news.de-Montage (AdobeStock Andrey Popov/peterschreiber.media)

Im Kampf gegen das derzeit grassierende Coronavirus beschreiten Ärzte und Wissenschaftler neue Wege. Während in Japan derzeit Phase 3 einer vielversprechenden Coronavirus-Studie begonnen hat, welche die Wirkung des Grippemittels Avigan auf Covid-19-Patienten untersucht, hat ein Kölner Informatik-Professor und Biologe eine App entwickelt, die den Ärzten die Behandlung von Corona-Patienten erleichtern könnte.

Coronavirus-News aktuell: Informatik-Professor und Biologe entwickelt Corona-App

Laut "Express.de" erkrankte Timo Schinköthe im Februar selbst am Coronavirus. "Ich habe gut zwei Wochen komplett im Bett gelegen, konnte gar nichts machen, war sehr müde und abgekämpft", so der 48-Jährige im Interview. Während seiner Covid-19-Erkrankung erreichten ihn schließlich Hilferufe mehrerer deutscher Kliniken, da seine SoftwarefirmaCancado aufdigitale Medizinprodukte spezialisiert ist.

Alle aktuellen News zum Corona-Virus gibt es HIER in unserem Schlagzeilen-Ticker!

App ermöglicht digitale Überwachung von Covid-19-Patienten

Die Kliniken wünschten sich Unterstützung bei der Betreuung ihrer Corona-Patienten. Bei seiner Recherche zu dem Thema fand Timo Schinköthe heraus, dass die Datenerfassung die Krankenhäuser nicht nur Zeit sondern vor allem auch personelle Ressourcen koste. Dabei arbeiten die Klinikmitarbeiter aktuell bereits am Limit. Und so entstand die App "COVID-19 Caregiver Cockpit".

Corona-App als Coronavirus-Tagebuch zur Patienten-Kontrolle

"Die App ist ein digitales Corona-Tagebuch, das der Patient schreibt und der Arzt mitlesen und so den Gesundheitszustand überwachen kann", erklärt derInformatik-Professor im "Express"-Interview. Neben Basisdaten und Vorerkrankungen, die der Patient eintragen muss, überträgt er zudem zwei Mal tägliche neue Werte fürAtemfrequenz, Fieber und Sauerstoffsättigung. So können die Ärzte anhand der Daten aus der Ferne einschätzen, ob der Zustand des der Corona-Patienten kritisch ist und weitere Schritte eingeleitet werden müssen.

Corona-App soll medizinisches Personal entlasten und unterstützen

Bei Risikogruppen kann man so die Gefahr minimieren, dass diese sich während eines Arztbesuches einem Risiko aussetzen. "Für immunsupprimierte Patienten, die zum Beispiel an Krebs leiden, ist das Risiko groß, sich bei einem Arztbesuch anzustecken", so Schinköthe. Der 48-Jährige hofft, das medizinische Personal so unterstützen zu können.

An der Uniklinik München wird die Corona-App bald flächendeckend eingesetzt. Die Uniklinik Köln wiederum überlegt, die Daten aus der App zu nutzen, um Covid-19 besser zu verstehen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

fka/sba/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser