01.04.2020, 07.31 Uhr

Christian Drosten: Virologe attackiert! Zieht er sich nun aus der Öffentlichkeit zurück?

Virologe Christian Drosten ist aktuell einer der wichtigsten Ansprechpartner in der Corona-Krise. Täglich informiert er über das Coronavirus, beantwortet wichtige Fragen rund um die Pandemie. Und dennoch wird der Wissenschaftler nun heftig attackiert, wie er nun selbst in seinem Podcast verriet.

Der deutsche Virologe Christian Drosten. Bild: dpa

Der Virologe Prof. Christian Drostenhat Sars-CoV-2 so gut erforscht wie kaum ein anderer. Beinahe täglich beantwortet Deutschlands führender Virus-Forscher und Chef-Virologe der Charité in seinem NDR-Podcast (zu hören unter anderem bei Spotify) die wichtigsten Fragen und Entwicklungen rund um die Coronavirus-Pandemie. Während die einen den Virologen bereits als Sexsymbol feiern, teilen andere mächtig gegen den 48-Jährigen aus, wie Drosten nun selbst in seinem aktuellen Podcast verriet.

Virologe Christian Drosten als wichtigster Berater in der Corona-Krise

Und dabei gilt Christian Drosten aktuell zu den wichtigsten Personen im Kampf gegen das Coronavirus. So hat Drosten nicht nur den Test für das Coronavirus entwickelt, sondern gilt auch als einer der wichtigsten Berater der Regierung und erklärt den Erreger in den Medien. Innerhalb weniger Tage verwandelte sich der Forscher plötzlich in eine Person des öffentlichen Lebens. Beinahe jeder in Deutschland kennt mittlerweile seinen Namen. Ein Zustand, der aktuell auch das Leben von Christian Drosten auf den Kopf stellt.

Christian Drosten erhält Hassmails und erwägt Rückzug aus der Öffentlichkeit

"Es gibt Zeitungen, die malen inzwischen nicht mit Worten, sondern auch mit Bildern Karikaturen von Wissenschaftlern. Ich sehe mich selber als Comicfigur gezeichnet und mir wird schlecht dabei", meint der Virologe wütend. Um zu vermeiden, dass ihm und auch anderen Wissenschaftlern Dinge angehängt werden, die so gar nicht stimmen, hat sich Drosten in der vergangenen Woche weitgehend aus dem Fernsehen zurückgezogen. Mittlerweile bekäme er sogar Hassmails, "in denen ich persönlich verantwortlich gemacht wurde für den Selbstmord des hessischen Finanzministers", sagt Drosten.

Christian Drosten angefeindet: Schadet die Öffentlichkeit seiner Karriere?

Zu viel für den Virologen, wie er nun selbst klarstellt. "Wir sind langsam an einem Punkt, wo die Wissenschaft in geordneter Weise den Rückzug antreten muss, wenn das nicht aufhört". Es könne karriereschädigend für einen Forscher wie ihn sein, sich zu sehr in die Öffentlichkeit zu begeben, sagt er. Ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen wolle sich der Virologe aber dennoch nicht: "Ich mache das jetzt aber trotzdem, weil ich mich in diesem engen Forschungsfeld schon so lange bewege, dass ich weiß, dass ich frei und weitgehend ohne Fehler über [...] dieses Problems sprechen kann."

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sba/bua/news.de

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