28.03.2020, 10.15 Uhr

Coronavirus News aktuell: Tester auf vier Beinen? Hunde sollen Covid-19-Infizierte erschnüffeln

Im Kampf gegen das Coronavirus werden bald Hunde eingesetzt. Die Vierbeiner sollen in Großbritannien den Covid-19-Erreger beim Menschen erschnüffeln. Funktioniert der Schnüffel-Test wirklich?

Hunde werden in Großbritannien ausgebildet um das Coronavirus zu erschnüffeln. (Symbolfoto) Bild: Adobe Stock/Mikkel Bigandt

Die Zeit läuft: Die Entwicklung eines Medikaments und Impfstoffs gegen das Coronavirus ist in vollem Gange. Wann wir mit einem Wirkstoff rechnen können, ist derzeit noch ungewiss. Dafür gibt es jetzt schon neuere Test-Verfahren, um zu testen, ob man sich mit dem Sars-CoV-Erreger infiziert hat. In die Riege der Testverfahren reihen sich bald schon flauschige Weggefährten ein.

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Hunde werden in Großbritannien zu Corona-Schnüfflern ausgebildet

Sie haben den richtigen Riecher für Krankheiten: Deshalb sollen in Großbritannien bald Hunde das Coronavirus erschnüffeln. Wie die "Frankfurter Allgemeine" am Freitag schreibt, hat sich die britische Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs dafür mit Wissenschaftlern zusammen getan. Denn die Vierbeiner verfügen über einen stark ausgeprägten Geruchssinn, mit dem sie auch Menschen mit Covid-19 erschnüffeln können.

Dafür werden ausgesuchte Hunde in sechs Wochen auf den speziellen Geruch von Corona-Patienten hin geprägt, um schließlich mit ihren hochsensiblen Nasen feststellen, ob jemand den Erreger in sich trägt oder nicht.„Grundsätzlich sind wir uns sicher, dass Hunde Covid-19 entdecken könnten", sagte die Vorsitzende von Medical Detection Dogs, Claire Guest. Bis dahin müssen noch Wege gefunden werden, wie der Corona-Duft für das Hunde-Training eingefangen werden kann.

Vierbeiner erschnüffeln Krebs und Diabetes

Golden Retriever oder Schäferhunde sind schon als Krankheiten-Schnüffler aktiv. So können gut ausgebildete Vierbeiner Krebsarten, wie Brust- oder Lungenkrebs erschnüffeln - und das mit einer Trefferquote von 90 Prozent, zeigen Studien oder bei zu niedrigem Blutzuckerspiegel ihr Herrchen mit Diabetes vor einer Unterzuckerung warnt. Auch einen epileptischen Anfall erkennen die Mediziner auf vier Pfoten.

Das liegt nicht nur an ihrer Nasenschleimhaut, die insgesamt 150 Quadratzentimeter groß ist und dadurch mehr Riechzellen beheimatet, sondern auch an ihrer Bindungsfähigkeit sowie ihren anderen geschärften Sinnen, sagen Hunde-Forscher. Dadurch können sie bestimmte Krankheiten schnell erkennen.

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bos/news.de

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