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27.03.2020, 20.00 Uhr

Coronavirus aktuell: Weniger Staus! Deshalb sind die Straßen am Wochenende (fast) frei

Das weitreichende Kontaktverbot wegen des Coronavirus ist noch keine Woche alt. Schon zeigt sich ein positiver Nebeneffekt der Isolations-Maßnahmen: Es gibt weniger Staus und das dürfte gerade am Wochenende viele Menschen erfreuen.

Wegen der strengen Ausgangsbeschränkungen bleiben deutschlandweit die Straßen fast staufrei. (Symbolfoto) Bild: picture alliance/Marcel Kusch/dpa

Das bundesweite Kontaktverbot hat zu einschneidenden Veränderungen im Alltag der Menschen geführt. Sie bleiben zu Hause und verbringen ihre Freizeit nicht mehr im Park oder beim Shoppen. Das bedeutet: Die Straßen sind fast frei von Autos. Das führt zu weniger Staus in vielen deutschen Städten.

Alle Informationen zur aktuellen Lage in Deutschland finden Sie in unserem Corona-Ticker.

Fahren wegen den Corona-Ausgangssperren weniger Menschen auf der Straße?

Führt das Kontaktverbot wegen des Coronavirus auch zu weniger Autoverkehr und damit auch zu weniger Unfällen auf den Straßen? Erste Beobachtungen der Versicherer und der Polizei bestätigen das. Der Versicherer "HUK-Coburg" registriert bereits jetzt weniger Unfallmeldungen, wie eine Sprecherin sagt. Dass vielerorts weniger Verkehr auf Deutschlands Straßen herrscht, zeigen zudem Daten des Navi-Anbieters "TomTom".Demnach schrumpfte das Verkehrsaufkommen im Verlauf der vergangenen Woche in Köln, München, Hamburg und Frankfurt drastisch im Vergleich zum Vorjahr.

Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer sagte dazu der "Deutschen Presse-Agentur": "Wir haben ganz offensichtlich deutlich weniger Autoverkehr" und ergänzte: "Ich bin überzeugt davon, dass wir in diesem Frühjahr einen deutlichen Rückgang der Unfälle insgesamt, aber auch der Unfälle mit Personenschaden, sehen werden."

Am Montag - am Tag, nachdem sich Bund und Länder auf ein weitgehendes Kontaktverbot geeinigt hatten - waren laut "TomTom"-Zahlen zur Feierabendzeit um 17 Uhr 8 bis 16 Prozent weniger Autos auf den Straßen dieser Städte unterwegs. Am Donnerstag - am Tag nach der Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel - waren es zur gleichen Zeit in Hamburg bereits minus 38 Prozent, in Frankfurt sogar minus 45 Prozent.

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Kaum Stau auf deutschen Straßen

Weniger Fahrzeuge bedeutet offenbar auch: weniger Staus. DieStau-Gesamtlänge ging nach Angaben des ADAC von 14 500 auf gut 4900 Kilometer zurück. Und während die ADAC-Experten am Montag noch 840 Staus zählten, waren es am Freitag - für gewöhnlich einer der staureichsten Wochentage - nur 396.

Kommt es wegen des Kontaktverbots zu weniger Unfällen?

Weniger Fahrzeuge und damit auch weniger Verkehrsunfälle beobachtet auch die Polizei in einigen Regionen Deutschlands. "Das ist im Tagesgeschäft deutlich zu merken", sagt etwa ein Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen. Ähnlich in Rheinland-Pfalz: "Bei uns kann sich keiner daran erinnern, dass es einmal an einem Wochenende so wenige Unfälle gab", sagt ein Sprecher. Statt wie sonst etwa 130 Mal habe es "nur" 50 Mal gekracht. Der Verkehr sei deutlich weniger geworden, genau wie die Unfälle, bestätigt auch ein Polizeisprecher in Koblenz. Die Leute hielten sich spürbar an die Ausgangsbeschränkungen.

Bad News: Raser haben freie Bahn

Manche nutzten die freien Straßen allerdings auch zum rasen - etwa in Hannover. Nach Angaben der Polizei führte dort die deutlich ruhigere Verkehrslage wegen der Ausgangsbeschränkungen dazu, dass einige Autofahrer zu schnell unterwegs waren.

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bos/news.de/dpa

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