23.03.2020, 13.29 Uhr

Wetter aktuell im März 2020: Endlich durchatmen! Gehen jetzt die Coronavirus-Infektionen zurück?

Der Blick gen Himmel verrät es: Die Luftverschmutzung ist aktuell so gering wie lange nicht mehr. Welches Wetter-Phänomen für die bombastische Fernsicht verantwortlich ist und weshalb das Wetter sogar das Coronavirus schwächen kann, erfahren Sie hier.

Wolkenfreier Himmel, klare Luft: Die aktuelle Wetterlage macht Hoffnung, dass sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen verringern könnte. Bild: Christophe Gateau / picture alliance / dpa

Aktuell hält sich Deutschland vermehrt in Innenräumen auf - die Coronavirus-Pandemie zwingt uns dazu, das soziale Leben auf ein Mindestmaß zu reduzieren und nur noch in begründeten Ausnahmefällen das Haus zu verlassen. Doch wer sich vor die Tür traut oder einfach einen Blick aus dem Fenster wirft, der wird Zeuge eines verblüffenden Phänomens.

Wetter aktuell im März 2020: Ungewöhnlich klare Luft über Deutschland

Derzeit ist der Himmel nämlich so klar wie selten zuvor, auch die Luftverschmutzung scheint sich in Wohlgefallen aufgelöst zu haben. Wo sonst dichte Wolken oder nebliger Smog die Fernsicht versperrt, ist aktuell der Blick bis zu 50 Kilometer weit garantiert. Nun könnte man meinen, das grassierende Coronavirus habe die schlagartige Verbesserung der Luftqualität zu verantworten - doch das ist nur eine Seite der Medaille.

Luftqualität schlagartig verbessert: Dieses Wetterphänomen ist der Grund

Die Meteorologen von "WetterOnline" sind den strahlenden Wetter-Aussichten auf den Grund gegangen und haben die Gründe für den wolkenlos strahlenden blauen Himmel erforscht. Dabei wurde den Wetter-Experten schnell klar, dass die Gründe für die reine Luft in Deutschland ihren Ursprung im Osten haben. Wie das Wetterportal mitteilt, ist die aktuelle Wetterlage der Auslöser für die hohe Luftqualität in unseren Breiten.

Polarluft aus Sibirien fegt Feinstaub über Deutschland weg

Aus Sibirien strömt aktuell frostige Polarluft nach Deutschland, die die derzeit zu erwartenden Frühlingstemperaturen kräftig in den Keller drückt. Dazu gesellt sich ein Hochdruckgebiet, das aus dem Baltikum heranzieht. Dieses Wetterphänomen hat die glasklare Luft im Gepäck, die derzeit in Deutschland zu spüren ist. "Sowohl die Feinstaubkonzentration als auch die von Schwefeldioxid ist sehr niedrig", erklärt Matthias Habel, Meteorologe bei "WetterOnline". Feinstaub, Smog und Co. werden durch die Windböen aus östlicher Richtung regelrecht weggefegt.

Meteorologen geben Hoffnung: Weniger Coronavirus-Infektionen bei frostigem Sonnenwetter?

In Zeiten der gegenwärtigen Coronavirus-Pandemie könnte die aktuelle Wetterlage sogar zur Besserung der Situation beitragen. In Italien, wo das Virus Sars-CoV-2 besonders aggressiv wütet, konnten Wissenschaftler feststellen, dass ein Zusammenhang besteht zwischen dem Grad der Luftverschmutzung und der Anzahl der Coronavirus-Infektionen. Offenbar fördert es die Verbreitung des Coronavirus, wenn die Luft feucht und von Schmutzpartikeln angereichert ist - ist die Atmosphäre jedoch klar und trocken, dürften sich die Viren weniger gut verbreiten können.

Wetter aktuell im März 2020: Viel Sonnenschein und kalte Nächte

Das traumhafte Wetter mit wolkenlosem Himmel dürfte sich auch in den kommenden Tagen halten, so die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Im Südwesten, am Hochrhein und im höheren Bergland sind am Dienstag allerdings auch stürmische Böen möglich. Ein Spaziergang, wenn auch allein, tut dennoch gut - vielleicht mit Mütze?

Hoch "Jürgen" bringt frostiges Sonnenwetter nach Deutschland

Unter dem Einfluss von Hoch "Jürgen" aus Nordostrussland ist es zwar sonnig, dabei aber eher frisch. Wetter-Experten kennen das Phänomen übrigens als "Märzwinter". Für Dienstag erwarten die Meteorologen Tageshöchstwerte zwischen zwei und 13 Grad. Richtig kalt kann es dabei in den Nächten werden. Dann sind Tiefstwerte zwischen einem Grad an der See und minus zehn Grad an den Alpen möglich. Regional könne die gefühlte Temperatur bei böigem Ostwind noch deutlich kälter erscheinen, hieß es.

Heiter bis wolkig soll es wohl auch in den folgenden Tagen bleiben. Dabei bleibt es überwiegend sonnig. Lediglich in den Alpen könnten auch einige vereinzelte Schneeflocken rieseln, hieß es. An der beständigen Wetterlage werde sich voraussichtlich bis in die kommende Woche hinein wenig ändern.

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loc/news.de/dpa

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