23.03.2020, 08.24 Uhr

Coronavirus aktuell: Experten schlagen Alarm! Werden nun die Medikamente knapp?

Die Corona-Pandemie hat auch drastische Auswirkungen auf die Medikamenten-Versorgung. Das bestätigt ein neuer, geheimer Bericht. Drohen jetzt Engpässe für lebensnotwendige Arzneimittel? DAS sagen Experten.

Die Medikamenten-Produktion ruht: Werden jetzt in Deutschland Arzneimittel knapp? (Symbolbild) Bild: picture alliance/Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa

Das Corona-Virus ist eine Herausforderung: Die Regierung versucht die Versorgung der Bürger aufrechtzuerhalten. Trotzdem hamstern viele Menschen Lebensmittel und auch Medikamente. Arzneimittel könnten jetzt sogar knapp, werden, heißt es in einem Geheim-Bericht, der "Bild am Sonntag" vorliegt.

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Sonderbericht schockiert: Medikamente werden wegen Corona-Pandemie knapp

In dem "Sonderbericht Wirtschaftsschutz", der "Bild" vorliegt, haben Nachrichten- und Sicherheitsdienste die Medikamenten-Krise detailliert beschrieben. Das Problem: Chinesische Pharmaunternehmen können keine Medikamente mehr liefern: In dem Bericht heißt es dazu: "Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus führt durch die verhängten Quarantänemaßnahmen zu Produktionseinbrüchen bei chinesischen Pharmaunternehmen. Nun zeichnen sich die ersten Auswirkungen in der weiterverarbeitenden Medikamentenherstellung in Indien ab. Dort sind einige der weltweit größten Produzenten von Generika ansässig."

Das bedeutet im Klartext: Die Lager der indischen Arzneimittelproduzenten sind leer oder fast leer. Dadurch werden die Medikamentenbestände hierzulande knapper und auch teurer. Das betrifft besonders Antibiotika, Herz-Kreislauf-Arzneien und Diabetesmedikamente. Auch die Preise für Narkosemittel in der Intensivmedizin steigen an. So kosten jetzt schon Opiate 20 Euro pro Ampulle. Dieser Engpass wird besonders in der Betreuung von Intensivpatienten zu einem riesigen Problem. Patienten in Narkose zu versetzen oder künstlich zu beatmen wird dann schwierig, meinen Intensivmediziner. Wann die Produktion in Indien weitergeht können Sicherheitsbehörden bislang noch nicht sagen.

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Müssen Deutsche jetzt vor Medikamenten-Engpässen Angst haben?

Müssen sich Bürger jetzt Sorgen machen und sich noch schnell mit Medikamenten eindecken? Apotheker Friedemann Schmidt beruhigt alle verunsicherten Menschen. Auf die Frage von "Bild am Sonntag" Wie es um unsere Arzneimittelversorgung aktuell steht, sagte er: "Im Moment sehen wir zusätzliche Probleme, weil verunsicherte Patienten sich über Gebühr bevorraten wollen. Das ist allerdings weder nötig noch solidarisch. Natürlich kann es sein, dass wir vorübergehend weitere Engpässe bekommen, weil es bei Herstellung und Transport von Arzneimitteln aus Produktionsstandorten aus dem Ausland mal hakt. Aber im Moment sehe ich das noch nicht. Und auch dann werden wir Wege finden, Patienten mit allem Notwendigen zu versorgen."

Sie können das YouTube-Video zum Ursprung des Coronavirus nicht sehen? Hier geht es zum Clip.

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bos/news.de

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