Das neuartige Coronavirus hält die ganze Welt in Atem. Auch in Deutschland erkranken weiterhin immer mehr Menschen an Covid-19. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise sowie aktuelle Zahlen, lesen Sie in unserem Schlagzeilen-Ticker.

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20.03.2020, 09.45 Uhr

Coronavirus-Todesfall-Analyse aktuell: Untersuchungen zeigen: Daran sterben die meisten Corona-Patienten!

Corona oder Vorerkrankungen: Woran starben die Patienten? Eine erste Analyse der zahlreichen Todesfälle könnte nun Klarheit bringen. Demnach könnte die Infektion bei schwerem Verlauf auf verschiedenste Art und Weise zum Tode führen.

Das Coronavirus kann auf verschiedenste Art und Weise zum Tod führen. Bild: Adobe Stock/Melinda Nagy

Die Covid-19-Pandemie trifft Deutschland hart, bis Dienstagabend wurden mehr als 9.00 Menschen im Land positiv auf das Virus getestet (Stand: 17.03.2020). Bis zum 17. März sind 26 Menschen in Deutschland an den Folgen des Coronavirus gestorben. Eine erste genauere Analyse der Todesfälle macht nun deutlich, welch tödlichen Verlauf Covid-19 haben kann.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick.

Coronavirus aktuell: Das sind die Risikopatienten

Tagtäglich kommen neue wissenschaftliche Erkenntnisse über das derzeit grassierende Coronavirus ans Licht. Fragen nach möglichen Risikogruppen konnten somit bereits geklärt werden. So habe eine aktuelle Todesfall-Analyse chinesischer Ärzte unter anderem ergeben, dass viele Verstorbene in die Altersgruppe der über 60-Jährigen gehören. Bei den über 80-Jährigen liegt das Sterberisiko mit 20 bis 25 Prozent sogar noch deutlich höher. Auch ergaben die Untersuchungen, dass viele der Corona-Patienten eine chronische Vorerkrankung hatten.

Passend dazu: Für DIESE Menschen ist Covid-19 eine tödliche Gefahr

Alter und Vorerkrankungen sind die größten Risikofaktoren für tödlichen Covid-19-Verlauf

Wie unter anderem "Focus Online" berichtet, sind ältere Patienten mit Vorerkrankungen grundsätzlich anfälliger für Infektionskrankheiten. Demnach hätte das erste deutsche Todesopfer seine Lungenentzündung auchdurch Influenzaviren entwickeln können. Dabei handelt es sich um die häufigste Komplikation bei der saisonalen Grippe. Bei einer Lungenentzündung kann die Lunge nicht mehr ausreichend Sauerstoff für den Körper zur Verfügung stellen, was letztlich zu Organversagen führen kann.

Lungenentzündung, Sepsis, Herzstillstand - Daran starben die meisten Corona-Patienten

Bei einer Corona-Lungenentzündung wird die komplette Lunge erfasst, was italienischen Ärzten zufolge für Patienten zu einem äußerst leidvollen Tod führen kann. Weil die Patienten nicht mehr beatmet werden können, fühlt sich die Lungenentzündung an, wie langsames Ertrinken. Während sich Deutschland erst in den Anfangszügen der Pandemie befindet, ist China schon etliche Schritte weiter. Nach Angaben von "Focus Online" haben chinesische Wissenschaftler die Daten von 191 schwer erkrankten Patientenaus dem Corona-Zentrum Wuhan untersucht, von denen 54 in Folge der Infektion verstarben. Woran die Corona-Patienten letztlich starben, lesen Sie in der nachfolgenden Übersicht:

  • Die verstorbenen Patienten waren im Durchschnitt 69 Jahre alt, die Überlebenden 52 Jahre.
  • Den Untersuchungen zufolge litt jeder zweite Patient unter Vorerkrankungen wieDiabetes, Bluthochdruck oder ein Herzproblem.
  • Verstorben sind die Patienten im Durchschnitt am 19. Tag nach den ersten Symptomen.
  • Alle 54 Todesopfer entwickelten zu den Corona-Symptomen eine Sepsis, 38 von ihnen erlitten sogar einen septischen Schock.
  • Die eigentlichen Todesursachen waren jedoch am häufigsten: Atemstillstand und akutes Lungenversagen.Danach folgte Herzstillstand.
  • Die Überlebenden waren durchschnittlich nach 22 Tagen wieder gesund.

Chinesische Ärzte stellen fest: Covid-19 kann auch zu Herzproblemen führen

Nicht nur die Lunge wird demnach durchSars-CoV-2 in Mitleidenschaft gezogen. Aktueller Untersuchungen zufolge zeigten sich bei manchen Patienten in China zunächstkardiovaskuläre Symptome wie Herzklopfen und Enge-Gefühl in der Brust statt Fieber oder Husten. Demnach ergab die Analyse auch, dass ca. zwölf Prozent der chinesischen Covid-19-Patienten währenddes Krankenhausaufenthalts schwere Herzschäden oder einen Herzstillstand erlitten, obwohl sie keine Herzkreislauf-Vorerkrankung hatten.

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sba/bua/news.de

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