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16.03.2020, 13.58 Uhr

Coronavirus-Krise: Brüder kauften 18.000 Flaschen Desinfektion und bekamen sie nicht los

Zwei Brüder in Tennessee kauften 18.000 Flaschen Desinfektionsmittel, um sie während der Coronavirus-Krise profitreich zu verkaufen. Doch ihr Plan ging nicht auf. Nun bekommen die Männer ihre Ware nicht mehr los.

Zwei Brüder aus Tennessee witterten in der Corona-Krise das Geschäft ihres Lebens und kauften 18.000 Flaschen Desinfektionsmittel. Doch ihr Plan ging nach hinten los. Bild: nitikornfotolia/AdobeStock

In der großen Nachfrage von Desinfektionsmitteln witterten zwei Brüder in den USA das große Geschäft und kauften 18.000 Flaschen der begehrten Mittelchen, um sie zu horrenden Preisen weiterzuverkaufen. Doch ihr Plan ging nicht auf.

Coronavirus-Ausbruch in den USA brachte Brüder auf Idee

Als Noah C. und sein Bruder Matt in den Nachrichten von dem ersten Corona-Toten in den USA erfuhren, wurden sie hellhörig. In der aufkommenden Panik witterten die Geschwister aus Tennessee ihre große Chance. Menschen, die um ihr Leben fürchten, zahlen Unsummen, um gesund zu bleiben. Das wird das ganz große Geschäft, so dachten sie und machten sich auf den Weg. Drei Tage lang fuhr Noah durch Tennessee und die angrenzenden Bundesstaaten, um alle Handdesinfektionsmittel zu kaufen, die er in die Finger kriegen konnten.

Brüder teilten sich die Aufgaben

Unterdessen blieb Matt, ein "Amazon"-Händler, zu Hause und bereitete die Onlineangebote vor. 300 davon waren innerhalb von Minuten ausverkauft - für einen Preis zwischen 8 und 70 Dollar pro Desinfektionsfläschchen. So berichtet das britische Magazin "Metro.co.uk". Ein guter Start in ein vermeintlich hoch profitables Geschäft. Auch Noahs Ausbeute war ein voller Erfolg. Insgesamt war es ihm gelungen, 17.700 Flaschen Desinfektionsgel zu erstehen. Außerdem kaufte er Tausende Packungen von Desinfektionstüchern, größtenteils von Kiosken und Tante-Emma-Läden. Doch dann kam das böse Erwachen.

"Amazon" sperrt Desinfektions-Anbieter

Bereits am nächsten Tag entfernte der Online-Gigant "Amazon" Tausende von Angeboten, in denen Handgels, Desinfektionstücher und -sprays sowie Mundschutzmasken zum Verkauf dargeboten wurden, von seiner Website. Der Grund: Anbieter wie Noah und Matt nutzten die verzweifelte Situation der Menschen, um ihre Ware zu Wucherpreisen an den Mann zu bringen. "Amazon" löschte nicht nur die Angebote, sondern sperrte auch viele der Anbieter und drohte anderen mit der Sperrung ihres Verkäuferaccounts.

Schon gelesen? Was bringen die Corona-Maßnahmen überhaupt langfristig?

"eBay" schließt sich "Amazons" Entscheidung an

Kurz darauf zog "eBay" nach und verbannte jegliche Angebote von Desinfektion von ihrer Seite. Zudem kündigte das Unternehmen an, alle Listings, die Corona oder COVID-19 auch nur erwähnen, zu entfernen. Bücher seien davon jedoch ausgenommen.

Für ihr krummes Geschäft empfingen Noah und Matt eine Flut an Drohbriefen und Hass-E-Mails, woraufhin sie sich entschlossen, ihren Desinfektionsvorrat zu spenden. Die Männer drückten ihr Bedauern aus.

Hier geht's zum YouTube-Video über das Coronavirus.

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sig/fka/news.de

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