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15.03.2020, 15.34 Uhr

Madeleine McCann vermisst: Können DIESE Spezialkräfte die vermisste Maddie aufspüren?

Seit knapp 13 Jahren fehlt von Madeleine McCann, die im Urlaub in Portugal verschwand, jede Spur. Hätten Menschen mit einer ganz besonderen Gabe schon früher helfen können, das vermisste Mädchen aufzuspüren?

Madeleine McCann ist seit Mai 2007 spurlos verschwunden. Bild: epa efe Real Madrid TV / Ho / REAL_MADRID_TV_FILE / picture alliance / dpa

Anfang Mai 2020 jährt sich das Verschwinden von Madeleine McCann zum mittlerweile 13. Mal. Seit 2007 sucht die Polizei vergeblich nach der kleinen Maddie, die aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz spurlos verschwand. Doch offenbar nutzten die Ermittler nicht alle Kapazitäten bei der Fahndung nach dem vermissten Kind aus.

Madeleine McCann vermisst: Diese Spezialkräfte kamen nicht zum Einsatz

Das legt jedenfalls ein Artikel nahe, der nun im britischen "Daily Star" erschien. Darin äußert sich Ex-Polizist Mick Neville zu einer Option, die den Ermittlern im Vermisstenfall Maddie McCann offenbar angeboten, doch nie genutzt wurde. Neville soll vorgeschlagen haben, bei der Suche nach Madeleine McCann sogenannte "Super Recogniser" einzusehen - darunter versteht man Menschen mit einer ganz besonderen Gabe. Super Recogniser können sich menschliche Gesichter überdurchschnittlich gut merken und sich Mimik und Physiognomie von tausenden Gesichtern besser einprägen als ihre Mitmenschen. Das macht diesen Personenkreis besonders attraktiv für die Polizeiarbeit.

Können Super Recogniser vermisste Maddie McCann im Internet aufspüren?

Dessen ist sich auch Mick Neville bewusst, der als forensischer Ermittler die Gruppe "Super Recognisers International" ins Leben rief. Indem die Talente der Super Recogniser gebündelt werden, könnten Aufnahmen von Überwachungskameras oder Social-Media-Profilen deutlich effizienter ausgewertet werden. Nur: Im Fall von Maddie McCann wurde dieser Versuch bislang nicht unternommen.

Ex-Polizist sicher: Vermisste Madeleine McCann kann noch gefunden werden

Dabei zeigt sich Mick Neville optimistisch, dass Maddie McCann selbst 13 Jahre nach ihrem Verschwinden noch gefunden werden könnte - vorausgesetzt, das Mädchen sei noch am Leben. Dem Ex-Polizisten zufolge sei es "heutzutage sehr schwierig auszuschließen, dass es nicht irgendwo Fotos von einem gibt". Bisweilen seien Personen ungewollt auf Fotos zu sehen, selbst wenn sie kein eigenes Social-Media-Profil besäßen. Hier kämen die Super Recogniser ins Spiel, die nach einer Vorauswahl durch den von Facebook eingesetzten Gesichtserkennungsagorithmus agieren könnten.

Verblüffend" Super Recogniser übertrumpfen Gesichtserkennungssoftware

Dass Super Recogniser den Ermittlern wertvolle Dienste leisten können, zeigte sich nach den Ausschreitungen in London im Jahre 2011: Mehr als 200.000 Stunden Videomaterial wurden von den Experten gesichtet, die dabei mehr als 600 Straftäter identifizieren konnten. Zum Vergleich: Polizeilich eingesetzte Gesichtserkennungssoftware erkannte nur einen Verdächtigen.

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loc/news.de

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