06.05.2020, 10.44 Uhr

Coronavirus-Event-Ticker: Termine verschoben! Großmessen im September in Frankfurt abgesagt

Das Coronavirus beeinträchtigt für Frühjahr und Sommer 2020 geplante Veranstaltungen spürbar. Das Oktoberfest sowie weitere Volksfeste und Tourneen wurden abgesagt. Welche Events wegen der Covid-19-Epidemie gestrichen oder verschoben werden mussten, erfahren Sie hier.

Udo Lindenberg hat seine komplette Tour 2020 abgesagt. Bild: dpa

Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch in Deutschland spürbare Auswirkungen auf die Gesellschaft. Welche Veranstaltungen abgesagt oder verschoben wurden, darüber halten wir Sie im News-Ticker auf dem Laufenden.

+++ 06.05.2020:Frankfurter Messe sagt Großmessen im September ab +++

 

Die Frankfurter Messegesellschaft hat die für September geplanten Großmessen "Light + Building" und "Automechanika" abgesagt. Nach den jüngsten Ankündigungen der Regierung zur Corona-Pandemie könne keine Garantie gegeben werden, dass Großveranstaltungen zu diesem Zeitpunkt stattfinden könnten, hieß es am Mittwoch zur Begründung. Unnötige Kosten für Besucher und Aussteller müssten vermieden werden. Derzeit sind in Deutschland bis Ende August Großveranstaltungen untersagt.

Für beide Messen wurden bereits neue Termine festgelegt. Die nächste Automechanika soll demnach vom 14. bis zum 18. September 2021 stattfinden und dann ihren Zweijahresturnus in den ungeraden Jahren weiterführen. Die Baufachmesse Light + Building ist für den 13. bis 18. März 2022 geplant und bleibt damit in den geraden Jahren. Die Buchmesse des Deutschen Börsenvereins steht für den Oktober noch im Messeplan.

+++ 06.05.2020: Bund: Großveranstaltungen wohl mindestens bis Ende August verboten +++

Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Straßen- oder Schützenfeste sowie Kirmes-Veranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie untersagt. "Wegen der immer noch gegebenen Unsicherheit des Infektionsgeschehens ist davon auszugehen, dass dies auch mindestens bis zum 31. August so bleiben wird." Das geht aus der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder an diesem Mittwochmittag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

+++ 29.04.2020: Cannstatter Volksfest wegen Coronavirus abgesagt +++

Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart nicht statt. Das teilte die CDU-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat am Mittwoch mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland war vom 25. September bis zum 11. Oktober geplant.

+++ 23.04.2020: Pietro Lombardi und Roland Kaiser verschieben Tourneen wegen Corona-Pandemie +++

Für die Fans von Popsänger Pietro Lombardi und Schlagerstar Roland Kaiser heißt es warten: Beide haben ihre Tourneen wegen der Corona-Krise ins kommende Jahr verschoben. Lombardis Management teilte am Donnerstag mit, der Sänger habe sich für einen "Sicherheitsabstand" von einem Jahr entschieden, damit die Konzerte dann auch wirklich stattfinden können. Statt nächsten Monat startet die Tournee des 27-Jährigen nun am 15. Mai 2021 in Hamburg. Die bereits verkauften 50.000 Tickets bleiben weiterhin gültig. Der Gewinner der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" von 2011 will insgesamt 18 Konzerte in deutschen Städten sowie in Zürich, Wien und Luxemburg spielen. Die neuen Termine für Pietro Lombardis Tournee lauten wie folgt:

  • 15.05.2021 Hamburg
  • 16.05.2021 Bremen
  • 17.05.2021 Hannover
  • 18.05.2021 Berlin
  • 19.05.2021 Leipzig
  • 22.05. und 23.05.2021 Wien
  • 24.05.2021 München
  • 25.05.2021 Dortmund
  • 26.05.2021 Oberhausen
  • 28.05.2021 Frankfurt
  • 29.05.2021 Fürth
  • 30.05.2021 Kempten
  • 31.05.2021 Freiburg
  • 01.06.2021 Zürich
  • 04.06.2021 Luxemburg
  • 05.06.2021 Karlsruhe
  • 06.06.2021 Köln

Schlagersänger Roland Kaiser hatte 13 Konzerte seiner Frühjahrstournee "Alles für Dich" schon einmal verschieben müssen. Nun legt sich der 67-Jährige auf März und April 2021 fest. So sehr es ihm leid tue, halte er die Maßnahmen der Behörden für richtig, teilte sein Management mit. Los geht es für Kaiser im kommenden Jahr am 12. März in Kiel, auftreten will er unter anderem auch in Magdeburg, Schwerin und Dortmund. Bereits gekaufte Tickets sind auch für die Ersatztermine gültig. Für die ausfallenden Konzerte im Sommer suchen Kaiser und sein Team noch nach Ersatzterminen. Folgende Tourdaten wurden bereits neu bekanntgegeben:

  • 12.03.2021 Kiel
  • 13.03. und 14.03.2021 Magdeburg
  • 18.03.2021 Leipzig
  • 19.03.2021 Zwickau
  • 20.03.2021 Schwerin
  • 25.03.2021 Stuttgart
  • 26.03.2021 Riesa
  • 27.03.2021 Berlin
  • 08.04.2021 Neubrandenburg
  • 09.04.2021 Hannover
  • 10.04.2021 Braunschweig
  • 11.04.2021 Dortmund

Howard Carpendale kann die für den Zeitraum 29. April bis 10. Mai 2020 geplanten Konzerte der Tour "Die Show meines Lebens" wegen der Corona-Einschränkungen ebenfalls nicht absolvieren. Die Tour soll nun im September und November 2020 stattfinden. Tickets behalten für die Ersatztermine ihre Gültigkeit, wie der Veranstalter mitteilte. Die neuen Konzerttermine lauten:

  • 02.09.2020 Hannover
  • 07.09.2020 Leipzig
  • 12.09.2020 Chemnitz
  • 08.11.2020 Nürnberg
  • 10.11.2020 Dortmund
  • 11.11.2020 Hamburg
  • 12.11.2020 Köln
  • 14.11.2020 Dresden

+++ 22.04.2020: Weltpremiere von "Robin Hood"-Musical in Fulda verschoben +++

Die für diesen Sommer geplante Weltpremiere des Musicals "Robin Hood" mit Musik von Chris de Burgh wird wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. "Aufgrund der aktuellen Lage ist es weder rechtlich möglich noch in der Sache verantwortbar", teilte die Stadt Fulda (Hessen) am Mittwoch mit. Das Stück sollte beim Musical-Sommer Fulda uraufgeführt werden. Rund 120 Vorstellungen waren geplant. Bereits gekaufte Tickets können nach Angaben der Stadt voraussichtlich ab Mitte Mai für einen neuen Termin im kommenden Jahr umgetauscht werden.

+++ 22.04.2020: Nibelungen-Festspiele in Worms wegen Corona abgesagt +++

Die Nibelungen-Festspiele in Worms (17. Juli bis 2. August) fallen in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. "Die geplante Inszenierung "Hildensaga. Ein Königinnendrama" wird in das Jahr 2022 verschoben", teilten die Organisatoren in Rheinland-Pfalz am Mittwoch mit. Für 2021 schreibt der Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss ein Stück über den Reformator Martin Luther. Die Nibelungen-Festspiele finden seit 2002 vor dem Wormser Dom statt.

Hintergrund für die Entscheidung ist das von Bund und Ländern beschlossene Verbot von Großveranstaltungen bis vorerst 31. August. Der Gesellschafter-Ausschuss der Festspiele und der Rat der Stadt Worms hätten deshalb entschieden, die Inszenierung zu verschieben.

+++ 22.04.2020: Udo Lindenberg sagt Tour ab - Musiker will Fans "gesund wiedersehen" +++

Rockmusiker Udo Lindenberg (73) hat nach dem Verbot von Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie seine Tour komplett abgesagt. Die Konzertreise, die am 21. Mai in Kiel starten sollte, werde nicht verschoben, teilten Lindenberg und Veranstalter Roland Temme am Mittwoch in Hamburg mit. Für die Fans gibt es das Geld zurück - und noch eine gute Nachricht: Für nächstes Jahr wird eine komplett neue Tournee geplant.

19 Konzerte wollte der Deutschrocker bis Anfang Juli geben, unter anderem in Berlin, Zürich und Wien. "Ich bin tieftraurig, diesen Schritt gehen zu müssen", sagte Lindenberg. Doch es sei die einzige und richtige Entscheidung, alles abzusagen - "es geht um unser aller Leben", betonte er. "Zuhause bleiben ist gerade die einzige Lösung."

Im nächsten Jahr wird der in Hamburg lebende Musiker 75 - und will es auf der Bühne krachen lassen. "2021 wird es eine neue Tour geben, ihr werdet es erleben", kündigte er an. "Und es wäre cool, wenn wir uns dann nächstes Jahr ohne dieses Fuckvirus gesund wiedersehen."

Wegen der Corona-Pandemie sind alle Großveranstaltungen in Deutschland bis Ende August verboten. Nach Angaben von Veranstalter Temme waren die Konzerte nahezu ausverkauft. Die Ticketpreise werden an den Vorverkaufsstellen vom 1. Juni an rückerstattet.

+++ 21.04.2020: Berliner Senat verbietet Großveranstaltungen bis 24. Oktober +++

Kulturelle und sportliche Großveranstaltungen in Berlin mit mehr als 5.000 Teilnehmern bleiben wegen der Corona-Krise bis zum 24. Oktober verboten. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern dürfen bis 31. August nicht stattfinden, beschloss der Senat am Dienstag. Bayern hat bereits das Oktoberfest wegen der Pandemie abgesagt, das von Mitte September bis Anfang Oktober stattgefunden hätte.

+++ 21.04.2020: Organisatoren halten an Frankfurter Buchmesse im Oktober fest +++

Die Frankfurter Buchmesse soll nach jetzigem Stand wie geplant im Oktober stattfinden. "Wie die 72. Buchmesse dann genau aussehen wird, können wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Es wird in jedem Fall eine sehr besondere Messe, das steht jetzt schon fest", erklärte Sprecherin Kathrin Grün am Dienstag. Die Gesundheit der Aussteller und Besucher stehe an erster Stelle, deshalb würden die Überlegungen auf Bundes- und Landesebene in die Planungen mit einfließen. "Sobald wir konkrete Entwicklungen absehen können, werden wir diese kommunizieren - voraussichtlich Mitte Juni wird sich ein klareres Bild abzeichnen."

Wegen der Corona-Krise sind Großveranstaltungen bis Ende August verboten. Aber auch darüber hinaus stehen Events auf der Kippe. Am Dienstag war beispielsweise das Oktoberfest in München abgesagt worden. Nach aktuellen Planungen findet die Frankfurter Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober statt. Ehrengast ist Kanada. Im vergangenen Jahr waren mehr als 300.000 Besucher auf die Messe gekommen.

+++ 21.04.2020: Berliner Museen können schon vom 4. Mai wieder öffnen +++

Die Museen in Berlin mit der berühmten Museumsinsel können schon vom 4. Mai an wieder öffnen. Das beschloss der Senat während seiner Sitzung am Dienstag. Auch der Leihverkehr in Bibliotheken soll dann wieder ermöglicht werden, wie Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Dienstag ankündigte. Die Theater der Stadt bleiben bis zum 31. Juli geschlossen und beenden damit die Saison.

Zunächst war der 11. Mai für erste Öffnungen der Museen im Gespräch. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach nach "spürbaren, schmerzhaften Einschnitten" von einer "ersten Phase der Lockerung". Es gebe aber "keine allgemeine Entwarnung" in einer "sehr, sehr fragilen Situation".

Die gut 170 staatlichen, städtischen und privaten Museen Berlins sind seit Mitte März geschlossen. Allein zu den Staatlichen Museen zählen 13 Sammlungen in 19 Häusern. Die als Weltkulturerbe ausgewiesene Museumsinsel im Zentrum Berlins besuchten zuletzt jährlich gut drei Millionen Menschen.

+++ 21.04.2020: Schausteller: Wiesn-Absage darf kein Aus aller Volksfeste bedeuten +++

Die Absage des Oktoberfests darf nach Auffassung der Schausteller nicht die Blaupause für andere Volksfeste werden. "Das Aus des Münchner Oktoberfestes 2020 darf nicht automatisch das Aus aller deutschen Volksfeste bedeuten", verlangte der Deutsche Schaustellerbund am Dienstag.

"Die Feste sind für die Schausteller von existenzieller Bedeutung und für die einheimische Bevölkerung zentraler Anker ihres gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenlebens", hieß es. Die Wiesn-Absage dürfe "kein Indikator sein, andere Volksfeste ab Ende August in Deutschland zwingend und voreilig abzusagen".

Das Oktoberfest sei weltweit das Aushängeschild und Flaggschiff der deutschen Volksfeste. Kein anderes Fest sei in den Medien so präsent, keines ziehe so viele Besucher in seinen Bann, sei Magnet für Millionen Touristen aus ganz Europa, Süd-Ost-Asien und den USA und begrüße bis zu 400.000 Besucher an einem einzigen Tag. Die Wiesn seien ein wunderbares Fest - aber nicht repräsentativ für die 9750 anderen deutschen Volksfeste.

+++ 21.04.2020: Oktoberfest 2020 wegen Corona-Pandemie abgesagt +++

Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Das gaben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag bekannt.

+++ 20.04.2020: Pressekonferenz zu Oktoberfest-Beratungen angekündigt - Absage? +++

Es ist zwar noch einige Monate hin - dennoch stellen sich viele die Frage: Kann das Münchner Oktoberfest in Corona-Zeiten stattfinden? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen nun über ihre Beratungen zu einer möglichen Absage informieren. Die Staatskanzlei kündigte eine Pressekonferenz für 9.00 Uhr am Dienstagmorgen an.

"Wir beide haben eine ähnliche Einschätzung, dass wir sehr skeptisch darüber sind, ob ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen überhaupt einen Sinn macht", sagte Söder am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag. Reiter hatte vergangene Woche eine Entscheidung zum Oktoberfest noch im April angekündigt.

Auch andere Volksfeste wurden bereits abgesagt, darunter das Gäubodenvolksfest in Straubing. Es startet immer am zweiten Freitag im August und zählt mit rund 1,4 Millionen Gästen zu den größten Volksfesten im Freistaat.

Am vergangenen Mittwoch hatten Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Das Oktoberfest ist vom 19. September bis 4. Oktober geplant - demnach wäre die Wiesn durchführbar. Allerdings sehen Experten bis dahin zu wenig Zeit, um Medikamente und Impfungen zu entwickeln.

Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zur Wiesn nach München. In der Enge der oft bis auf den letzten Platz besetzten Bierzelte, aber auch im Gedränge der Gassen draußen wäre ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern kaum einzuhalten.

+++ 20.04.2020: Neuer Spielplan für Musicals der Stage Entertainment ab September +++

Mit einem neuen Spielplan will Marktführer Stage Entertainment am 1. September den Betrieb in seinen Musicaltheatern wieder aufnehmen - sollten die Corona-Beschränkungen bis dahin aufgehoben sein. "Wir haben einen neuen Spielplan verabschiedet, damit unsere Kunden sehen können, was wir ab September anbieten", sagte Uschi Neuss, Deutschland-Chefin der Stage Entertainment, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Dabei gibt es einige Änderungen: So wird die Laufzeit des Tina-Turner-Musicals, das eigentlich nur bis September in Hamburg gezeigt werden sollte, um ein Jahr bis Oktober 2021 verlängert. Dadurch kommt es jetzt erst später nach Stuttgart.

Das Musical "Mamma Mia!" mit den Hits von Abba soll wie geplant im Herbst 2020 nach Hamburg kommen, dafür feiert die neue Stage-Inszenierung von "Wicked - die Hexen von Oz" erst im Frühjahr 2021 Premiere in Hamburg. Das Musical "Tanz der Vampire" bleibt länger in Stuttgart, "Mamma Mia!" kommt ein Jahr später nach Berlin zurück, wo "Ich war noch niemals in New York" nun Anfang September Premiere feiert und die "Blue Man Group" nahtlos wieder anknüpft. "Die Eiskönigin" kommt wie geplant im März 2021 nach Hamburg, der Dauerbrenner "König der Löwen" läuft weiterhin im Theater im Hafen.

Im Moment versucht das Unternehmen, das die Mehrzahl seiner rund 1700 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und das Kurzarbeitergeld aufgestockt hat, bereits gekaufte Tickets umzubuchen. "Das ist ein wesentlicher Punkt. Das Wichtigste wird sein, wie schnell die Menschen auch wieder Tickets für die Zukunft kaufen", sagte Neuss. Die Stage Entertainment betreibt neun Theater in Hamburg, Berlin und Stuttgart. Der Umsatz lag 2017/2018 bei rund 300 Millionen Euro.

+++ 17.04.2020: Comic-Con in San Diego für 2020 abgesagt +++

Die große Comic-Con-Messe im kalifornischen San Diego mit über Hunderttausend Besuchern, bei der Hollywood-Stars neue Filme vorstellen, ist für 2020 abgesagt. Wegen der Coronavirus-Krise falle die Comic-Con zum ersten Mal in ihrer 50-jährigen Geschichte aus, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Das mehrtägige Treffen war für Ende Juli geplant. Die Messe werde nun erst wieder 2021 stattfinden, hieß es.

Im vorigen Jahr hatten Stars wie Tom Cruise, Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton und Jessica Chastain bei dem Spektakel mitgemacht. 1970 in San Diego gegründet, gilt die Comic-Con als Mutter aller Comic-Conventions. Comic- und Fantasy-Fans kommen dort mit den Machern und Darstellern von berühmten Charakteren zusammen. Studios geben mit Trailern und Diskussionsrunden Einblicke in ihre Projekte.

+++ 17.04.2020:Taylor Swift sagt wegen Corona-Pandemie alle Konzerte für 2020 ab +++

Wegen der Corona-Pandemie hat die US-Sängerin Taylor Swift (30) alle Konzerte und öffentlichen Live-Auftritte für 2020 abgesagt. "Die Sicherheit und Gesundheit der Fans sollten immer unsere allererste Priorität sein", hieß es in einer Mitteilung, die die Musikerin am Freitag veröffentlichte. Für dieses Jahr geplante Konzerte in den USA und Brasilien sollten auf 2021 verschoben werden.

"Ich bin so traurig, dass ich euch alle nicht bei Konzerten sehen werde dieses Jahr, aber ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist", schrieb Swift dazu beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Ich werde euch so bald wie möglich wieder auf der Bühne sehen, aber jetzt ist für uns alle wichtig, dass wir uns an diese Quarantäne halten."

+++ 17.04.2020: Bayerische Staatsoper beendet Spielzeit - Opernfestspiele entfallen +++

Die Münchner Opernfestspiele finden in diesem Jahr aus Gründen des Infektionsschutzes nicht statt. Auch entfallen auf Anordnung des bayerischen Kunstministeriums sämtliche geplanten Vorstellungen der Bayerischen Staatsoper bis Ende Juni, wie das Haus am Freitag in München mitteilte. "Damit ist die Spielzeit 2019/20 der Bayerischen Staatsoper beendet."

"Die Absage der verbleibenden Saison und der Münchner Opernfestspiele schmerzt das gesamte Haus und mich persönlich natürlich sehr", kommentierte Intendant Nikolaus Bachler. "Ein Theater ohne Publikum, ohne Künstlerinnen und Künstler, die Bühne und Orchestergraben beleben, ist nichts weiter als eine tote Hülle." Derzeit werde geprüft, welche Premieren zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könnten und was im digitalen Umfeld möglich sei.

Bachler wünscht sich nach eigenen Worten, dass die Kultur auch während der Corona-Pandemie als unverzichtbar anerkannt wird, und nicht "auf dem Abstellgleis parkt". Kunst sei ein systemrelevantes Gut.

+++ 17.04.2020: Rammstein sucht bei Tourterminen "Lösung für schwierige Situation" +++

Mit dem Verbot für Großveranstaltungen in Deutschland und anderen Ländern aufgrund der Corona-Krise steht auch die Fortsetzung der erfolgreichen Rammstein-Tour in Frage. "Mittlerweile haben einige internationale Regierungen das Verbot für Großveranstaltungen verlängert", schrieb Deutschlands international erfolgreichste Band am Freitag auf ihrer Homepage. "Davon betroffen sind leider auch einige Termine der Rammstein-Tournee 2020."

Fans der Berliner Band um Sänger Till Lindemann können aber weiter hoffen. "Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern in allen Ländern an einer Lösung für diese schwierige Situation und hoffen auf das Verständnis all derjenigen, die Tickets für die kommenden Shows erworben haben." Gleichzeitig bitte Rammstein um mehr Zeit. "Sobald wir genaue und finale Informationen haben, werden wir diese umgehend kommunizieren."

Eigentlich stand in wenigen Wochen die Fortsetzung der erfolgreichen Stadiontour von Rammstein in Europa und Nordamerika auf dem Programm. Nach dem Auftakt am 25. Mai in Klagenfurt sind für Deutschland bereits ausverkaufte Konzerte in Leipzig (29./30.5.), Stuttgart (2./3.6.), Düsseldorf (27./28.6.), Hamburg (1./2.7.) und - wie schon 2019 - wieder Berlin (4./5.7) vorgesehen.

Für Europa ist die gigantische Show mit viel Feuer und imposanten Lichteffekten in diesem Jahr bei 29 Konzerten geplant. In Nordamerika sind bisher elf Auftritte im August und September vorgesehen.

In Deutschland sind solche Veranstaltungen bis "mindestens" Ende August untersagt. Auch etwa in Frankreich können zwei Konzerte der martialisch auftretenden Band in Lyon nicht wie geplant gespielt werden.

Beim ersten Teil der umjubelten Tour besuchte im vergangenen Jahr mehr als eine Million Fans bei 30 Auftritten, davon zehn Konzerte in Deutschland. Allein ins Moskauer Central Dynamo Stadion kamen gut 80.000 Menschen.

+++ 17.04.2020: Salzburger Festspiele geben Hoffnung nicht auf - Entscheidung im Mai +++

Die Salzburger Festspiele geben die Hoffnung nicht auf, dass das weltgrößte Klassik-Festival im Sommer trotz der Corona-Krise doch in irgendeiner Form stattfinden kann. Sie sage die Festspiele zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall ab, sagte die Präsidentin der Festspiele, Helga Rabl-Stadler, am Freitag im ORF. "Wir entscheiden im Mai." Bei der Eindämmung des Virus gebe es in Österreich beachtliche Fortschritte. "Vielleicht haben wir ein Glück."

Zuvor hatte die Regierung erklärt, dass es bis 31. August keine Großveranstaltungen geben dürfe. Dies betreffe Stadtfeste und Musikfeste. Zugleich sollen aber Entscheidungen in einem zwei-, dreiwöchigen Rhythmus überprüft werden. Für die Salzburger Festspiele schloss Rabl-Stadler eine terminliche Verlegung nicht aus. "Alles ist möglich." In jedem Fall würden sich die Festspiele an die Vorgaben der Regierung und an die Empfehlungen der Virologen halten.

Die Museen in Österreich sollen ab Mitte Mai wieder öffnen, kündigte Kulturminister Werner Kogler (Grüne) an. Grundlage für diese Entscheidung ist die sehr günstige Entwicklung bei den Corona-Zahlen.

+++ 17.04.2020: Musikfestival Lollapalooza im September auf der Kippe +++

Das Musikfestival Lollapalooza Anfang September in Berlin steht aufgrund der Corona-Krise auf der Kippe. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte am Freitag im Radio Eins des rbb, er sei "sehr, sehr skeptisch", ob das Festival mit Zehntausenden Besuchern am 5. und 6. September im und um das Olympiastadion stattfinden könne. Das Verbot von Großveranstaltungen gelte laut Beschluss bis mindestens 31. August. "Und die Betonung für solche großen Veranstaltungen liegt auf "mindestens"", sagte Geisel.

Das Lollapalooza findet in Deutschland seit 2015 statt. Zur Vorjahresausgabe im vergangenen September hatte das Festival nach eigenen Angaben 85 000 Zwei-Tages-Tickets verkauft. Auf der Bühne standen etwa der US-Superstar Billie Eilish, die Rapper Marteria & Casper und die Band Scooter.

+++ 16.04.2020: Auch Musikfestivals "Splash!" und "Melt!" abgesagt +++

Die großen Musikfestivals in Gräfenhainichen sind wegen der Corona-Beschränkungen für dieses Jahr abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter von "Splash!", "Melt!" und "Full Force Festival" am Donnerstag mit. "Wir hatten bis zuletzt auf bessere Nachrichten gehofft, doch leider gibt es aufgrund der gestrigen Beschlüsse keine Möglichkeit, eine Großveranstaltung bis Ende August durchzuführen." Weiter hieß es: "Wir alle müssen nun unseren Sommer neu denken, umplanen und mit positiven Erlebnissen füllen. Trotz des Rückschlags bleiben wir aber voller Zuversicht." Man arbeite schon jetzt daran, die Festivals 2021 zu feiern.

+++ 16.04.2020:Spielemesse Gamescom findet komplett digital statt +++

Die Spielemesse Gamescom wird 2020 ausschließlich digital stattfinden. Nach dem bundesweiten Verbot für Großveranstaltungen bis Ende August stehe nun fest, dass es in diesem Jahr keine Messe im bisherigen Format in Köln geben könne, teilte die Kölner Messe am Freitag mit.

Die Gamescom gilt als weltweit größtes Event für Computer- und Videospiele mit Hunderttausenden Besuchern. In diesem Jahr soll sie vom 25. bis 29. August stattfinden.

"Auch wenn wir dieses Jahr leider nicht mit der Games-Community und Games-Branche vor Ort in Köln zusammenkommen können, werden wir Ende August trotzdem digital miteinander verbunden die neusten Spiele feiern", sagte der Geschäftsführer des Game-Verbands, Felix Falk. Man arbeite nun daran, neue digitale Formate für die Gamescom zu entwickeln. Auch die Entwickler-Konferenz Devom wird rein virtuell stattfinden. Besucher können sich die Kosten für ihre bereits gekauften Tickets erstatten lassen. Erste konkrete Informationen zum Ablauf soll es Mitte Mai geben.

+++ 16.04.2020: Corona-Krise: Hamburger Schlagermove soll nun im September sein +++

Der Hamburger Schlagermove wird wegen der Corona-Pandemie auf das erste September-Wochenende verlegt. Das teilte der Veranstalter, die Hossa-Hossa GmbH, am Donnerstag mit. Eigentlich war der Schlagermove für Juli geplant. "Wir gehen jetzt mit voller Kraft und Hoffnung die Umplanungen für das erste September-Wochenende an", sagte Geschäftsführer Frank Klingner. "Das Leben muss nach dieser außergewöhnlichen Krise so unbeschwert und fröhlich wie irgend möglich weitergehen." Die Warm-Up-Party ist für den 4. September geplant, der Schlagermove dann für den 5. September. 2019 zählten die Veranstalter rund 350.000 Besucher.

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch zwar auf erste vorsichtige Lockerungen in der Coronavirus-Krise verständigt. Großveranstaltungen aber sind den Beschlüssen zufolge bis zum 31. August grundsätzlich untersagt.

+++ 16.04.2020: Frankfurter Messe hält an Großveranstaltungen im Herbst fest +++

Die Frankfurter Messegesellschaft hält an ihren für den Herbst geplanten Großveranstaltungen fest. Die bis Ende August geplanten Kongresse, Konzerte und Veranstaltungen würden auf Grundlage der neuen Corona-Vorgaben natürlich abgesagt, erklärte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Darunter fallen unter anderem verschiedene Job-Messen sowie Rock-Konzerte in der Festhalle mit Pearl Jam, Kiss, den Toten Hosen und Peter Maffay. Auch die für Anfang Juli geplante "Internationale Shisha-Messe" kann nicht wie geplant stattfinden.

Nicht betroffen sind aber die vom Frühjahr verschobene Baufachmesse "Light&Building", die "Automechanika" und die Gastveranstaltung Buchmesse, die erst für September und Oktober auf dem Messekalender stehen. Man sei im ständigen Kontakt mit den jeweiligen Ausstellern und Fachverbänden, sagte der Sprecher. "Wir fahren da nach wie vor auf Sicht." Er könne daher auch noch keine Einzelheiten zu möglichen Vorsichtsmaßnahmen bei den ersten Veranstaltungen nach der Zwangspause nennen.

2020 wird kein Oktoberfest stattfinden. Bild: dpa

+++ 16.04.2020: Festivals "Rock am Ring" und "Rock im Park" wegen Corona abgesagt +++

Wegen der verlängerten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben die Veranstalter die Zwillingsfestivals "Rock am Ring" und "Rock im Park" Anfang Juni abgesagt. Das teilte der Veranstalter Live Nation am Donnerstag in Frankfurt mit. Zuvor war am Donnerstagvormittag bereits das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken abgesagt worden.

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch zwar auf erste vorsichtige Lockerungen in der Coronavirus-Krise verständigt. Großveranstaltungen aber sind den Beschlüssen zufolge bis zum 31. August grundsätzlich untersagt.

"Für die Veranstalter und ihre Teams, die Künstler und 175.000 Fans, die am ersten Juni-Wochenende 35 Jahre "Rock am Ring" und 25 Jahre "Rock im Park" feiern wollten, ist diese alternativlose Entscheidung natürlich enttäuschend", hieß es in der Mitteilung. "Dennoch haben die Produzenten uneingeschränktes Verständnis für diese unausweichliche Maßnahme im Interesse der Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten, so traurig die Absage der ausverkauften Zwillingsfestivals ist."

Die Festivals hätten vom 5. bis 7. Juni am Nürburgring in der Eifel und auf dem Zeppelinfeld auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände der Nationalsozialisten in Nürnberg über die Bühne gehen sollen. Zu den Headlinern gehörten in diesem Jahr die Bands Green Day, Volbeat und System Of A Down.

Die Planer hatten bis zuletzt an den Vorbereitungen für "Rock am Ring" und "Rock im Park" gearbeitet. Noch Anfang April hatte es geheißen, die Festivals sollten in diesem Jahr wie geplant stattfinden - da waren längst strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft getreten. Online übertragene Konzerte ohne Publikum vor Ort seien keine Option, hatte es damals geheißen.

Allerdings hatte eine Sprecherin der Agentur Live Nation auch da schon betont: "Wir beobachten die Situation natürlich aufmerksam und werden den Anweisungen der Gesundheitsbehörden folgen." Die Gesundheit von Künstlern, Fans und Mitarbeitern habe oberste Priorität und stehe bei allen Überlegungen an erster Stelle.

"Gemeinsam mit der Live-Musikbranche richten sich nunmehr alle Hoffnungen auf die Zeit nach dem Ende des Ausnahmezustandes", teilte Live Nation nun mit. Und: "Die Neuansetzung der Jubiläumsfestivals von "Rock am Ring" und "Rock im Park" ist jetzt für das zweite Juni-Wochenende 2021 terminiert."

+++ 16.04.2020: Wacken-Festival wegen Coronakrise abgesagt +++

Das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken wird in diesem Sommer wegen der Corona-Auflagen nicht stattfinden. "Wir stehen vor einer Situation, wie wir sie in 30 Jahren noch nicht erlebt haben, denn wir müssen schweren Herzens mitteilen, dass es in diesem Jahr leider kein Wacken Open Air geben wird", sagte Festival-Mitbegründer Holger Hübner am Donnerstag. Grund ist die von Bund und Schleswig-Holstein geplante Absage von Großveranstaltungen bis zum 31. August.

Des Festival sollte ursprünglich vom 30. Juli bis 1. August 2020 stattfinden. "Unser gesamtes Team hat auch in den letzten Monaten intensiv an dem Festival gearbeitet. Desto mehr sind wir alle enttäuscht, dass wir in diesem Jahr kein Wacken Open Air mit unseren Besuchern und den Bands feiern dürfen", sagte Hübner. Mitbegründer Thomas Jensen sagte: "Diese Nachricht trifft uns tief und muss auch von uns erst einmal verarbeitet werden." Dennoch trügen die Organisatoren "in dieser für die gesamte Welt schwierigen Lage die Entscheidung der Bundesregierung mit".

Zum Umgang mit den bereits verkauften Tickets für das Festival und den Plänen für 2021 wollen sich die Organisatoren "so bald wie möglich äußern, bitten hierfür aber um etwas Geduld", hieß es. In den vergangenen Jahren haben jeweils etwa 75.000 Metalfans die Veranstaltung im Norden besucht.

+++ 15.04.2020: Veranstalter FKP Scorpio sagt Festivals bis Ende August ab +++

Die Festivals Hurricane, Southside, Deichbrand, Elbjazz, Limestone, Highfield und M'era Luna sind wegen der Coronavirus-Krise abgesagt. Sie müssen "aufgrund des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31. August 2020" ausfallen, wie der Veranstalter FKP Scorpio am Mittwochabend mitteilte. Ob Ticketinhaber ihr Geld zurückbekommen, blieb zunächst offen.

"Unsere Gäste können sich sicher sein, dass wir sie schnellstmöglich und umfassend über weitere Schritte informieren werden", hieß es. "Für viele Musikfans sind unsere Festivals lang herbeigesehnte Höhepunkte des Jahres, die in dieser noch nie da gewesenen Ausnahmesituation dennoch ganz klein scheinen", erklärte der FKP-Scorpio-Geschäftsführer Stephan Thanscheidt.

Die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August hatten die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder zuvor am Mittwoch beschlossen.

+++ 15.04.2020: Söder kann sich wegen Corona ein Oktoberfest 2020 "kaum vorstellen" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr. "Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt", sagte der CSU-Chef am Mittwochabend im Bayerischen Rundfunk.

Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei. In den kommenden beiden Wochen wolle er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber "sicher" auf der Kippe. "Es wäre zwar schade, aber aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich", betonte er.

Am Mittwoch hatten in Berlin Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Nach dem Zeitplan wäre die Wiesn - geplanter Start ist der 19. September - durchführbar. Allerdings sehen die Experten bis dahin zu wenig Zeit, um Medikamente und Impfungen zu entwickeln.

+++ 15.04.2020: Auch Karl-May-Spiele Bad Segeberg für 2020 abgesagt +++

Die Karl-May-Spiele im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg haben die Spielzeit für diesen Sommer aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Das geplante Stück "Der Ölprinz" mit Sascha Hehn in der Titelrolle und Alexander Klaws als Apachenhäuptling Winnetou wird auf 2021 verschoben, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. Es hätte 2020 vom 27. Juni bis 6. September laufen sollen.

"Ich finde es sehr schade, dass wir die Menschen gerade jetzt nicht von ihren Sorgen ablenken und in unsere Karl-May-Welt entführen können. Aktuell freue ich mich aber schon unfassbar auf das nächste Jahr", sagte Alexander Klaws. Für "Der Ölprinz" waren zuvor schon mehr als 70.000 Tickets verkauft worden, wie die Karl-May-Spiele weiter mitteilten. Diese könnten nun auf das nächste Jahr umgebucht oder gegen einen Gutschein eingetauscht werden, hieß es.

+++ 14.04.2020: Bad Hersfelder Festspiele wegen Corona-Krise abgesagt +++

Bad Hersfeld hat die Theater-Festspiele im Sommer wegen der Corona-Krise abgesagt. Dies teilte die osthessische Stadt am Dienstag mit. Zuvor hatte der Haupt- und Finanzausschuss der Kommune am Donnerstag über die Austragung beraten und eine Entscheidung getroffen. Bürgermeister Thomas Fehling (parteilos) bezeichnete die Absage als "katastrophal" für die Stadt: "Die Festspiele sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt."

Die 70. Jubiläumssaison sollte am 26. Juni mit der Uraufführung des Stücks "Der Club der toten Dichter" nach der Regie von Intendant Joern Hinkel beginnen. Als weitere Uraufführung stand das Musical "Goethe" (Regie: Gil Mehmert) auf dem Programm. Außerdem sollten das Volksstück "Italienische Nacht" und die Komödie "Extrawurst" in der bis zum 23. August geplanten Saison gezeigt werden. Nun müsse geklärt werden, ob das für diese Saison geplante Programm im Sommer 2021 nachgeholt werden könne, berichtete die Stadt.

+++ 31.03.2020: Bayreuther Festspiele wegen Corona-Krise verschoben +++

Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele am Dienstagabend mit. Die für diese Saison geplante Neuproduktion "Der Ring des Nibelungen" könne voraussichtlich erst im Jahr 2022 Premiere feiern.

Nächstes Jahr würden neben der vorgesehenen Neuproduktion "Der fliegende Holländer" die Wiederaufnahmen "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg", "Die Meistersinger von Nürnberg" und "Lohengrin" aufgeführt. Außerdem stünden dann drei Konzerte von "Die Walküre" auf dem Spielplan. Die bereits für 2020 gekauften Karten blieben für die Festspiele 2021 gültig.

+++ 29.03.2020:2 Corona-Fälle im Team: Pro7 pausiert mit "The Masked Singer" 2020 +++

Zwangsstopp bei der Pro7-Show "The Masked Singer". Aufgrund von zwei Corona-Fällen im Team pausiert der Sender die Show laut "Focus Online". Weitergehen soll es mit der vierten Folge erst am 14. April 2020 .Prosieben-Chef Daniel Rosemann sagte zu der Verschiebung: "Wir hatten keine andere Wahl, als 'The Masked Singer' pausieren zu lassen. Sicherheit und Wohl der Crew und der Künstler unter den Masken haben oberste Priorität." Welche Sängerinnen oder Sänger sich unter Faultier, Roboter, Drache oder Hase verbergen, wird also erst Mitte April geklärt.

+++ 26.03.2020:Kunstmesse Art Basel verschoben+++

Die Kunstmesse Art Basel findet wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant im Juni statt. Die Veranstalter wollen auf September ausweichen, wie sie am Donnerstag mitteilten. Die Art Basel gilt als einer der wichtigsten Kunstmessen der Welt. Sie zog im vergangenen Jahr 93 000 Besucher an. Für Sammler und Besucher stellten 290 Galerien aus 35 Ländern aus. Geplant ist die Messe nun vom 17. bis 20. September.

+++ 26.03.2020: Frankfurter Messe sagt Konsumgütermesse "Tendence" ab +++

Wegen der Corona-Krise hat die Frankfurter Messegesellschaft nun auch die für Ende Juni geplante Konsumgüterschau "Tendence" abgesagt. Teile des Sortiments sollen den Fachkunden auf der "Nordstil" in Hamburg gezeigt werden, die vom 25. bis zum 27. Juli geplant ist.

Man habe vergeblich versucht, die Veranstaltung doch noch stattfinden zu lassen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. "Die nun nochmals verschärfte Lage in Bezug auf das Coronavirus lässt uns jedoch leider keine andere Wahl als die Absage der Veranstaltung. Gerne begrüßen wir die Branche wieder in 2021 hier in Frankfurt", sagte Geschäftsführer Stephan Kurzawski. Die Frankfurter Messe hat wegen der Pandemie bereits etliche Großveranstaltungen gestrichen.

+++ 19.03.2020: Staatsakt zum 75. Jahrestag des Kriegsendes wegen Corona abgesagt +++

Der zentrale Staatsakt zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai in Berlin ist wegen der Corona-Epidemie abgesagt worden. Das bestätigte das Bundespräsidialamt am Donnerstag. Wegen des historischen Datums soll es auch keine Verschiebung geben. Eine solche Absage eines Staatsaktes gab es bisher noch nie, wie der "Tagesspiegel" (Freitag) berichtete.

Bisher war geplant, am 8. Mai des Kriegsendes in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Alliierten 1945 auf dem Platz der Republik in Berlin zu gedenken. Die Rede im Beisein von zahlreichen Gästen aus dem Ausland sollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier halten.

+++ 19.03.2020: Oberammergauer Passionsspiele abgesagt +++

Die Oberammergauer Passionsspiele sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus für dieses Jahr abgesagt worden. Das teilten Vertreter des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen und der Spielleitung am Donnerstag in Oberammergau mit.

+++ 18.03.2020: RTL-"Passion" in Essen wegen Coronavirus abgesagt +++

Das RTL-Musikevent "Die Passion" ist wegen der Coronavirus-Krise abgesagt worden. Das teilte der TV-Sender am Mittwochabend mit. Man halte sich damit an die Anordnung der Stadt Essen, die größere Veranstaltung untersage. Das Event sollte eigentlich am Mittwoch (8. April) vor Ostern stattfinden und live eine moderne Fassung der Leidensgeschichte von Jesus in die Wohnzimmer bringen.

Im geplanten Aufgebot für die Veranstaltung waren unter anderem Sänger Alexander Klaws als Erlöser und Schauspieler Samuel Koch als Jünger. Als Erzähler sollte Thomas Gottschalk dabei sein, der Spielort sollte ein Platz neben dem Essener Dom in der Innenstadt sein.

+++ 18.03.2020: Eurovision Song Contest wird abgesagt +++

Der Eurovision Song Contest 2020 wird abgesagt. Das teilte der Veranstalter, die European Broadcasting Union, unter anderem auf seinem offiziellen Instagram-Account mit. Der ESC sollte im Mai in Rotterdam stattfinden. "Mit großem Bedauern müssen wir die Absage des Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam bekannt geben.", heißt es unter anderem in dem Statement. Weiter heißt es darin: "In den letzten Wochen haben wir viele alternative Optionen untersucht, damit der Eurovision Song Contest stattfinden kann."

Die Verbreitung von Covid-19 in ganz Europa und die aktuellen Beschränkungen haben nun dazu geführt, dass die Europäische Rundfunkunion (EBU) die schwierige Entscheidung getroffen hat, das Live-Event abzusagen.

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+++ 17.03.2020: Pause bei den Dreharbeiten für die "Roten Rosen" wegen Coronavirus +++

Die in Lüneburg spielende ARD-Telenovela "Rote Rosen" unterbricht wegen der Corona-Epidemie die Dreharbeiten. "Wir drehen noch bis Freitag und pausieren dann", sagte Produzent Emmo Lempert am Dienstag. "Nach unserer jetzigen Planung können wir ohne Unterbrechung auf Sendung bleiben", meinte er. "Zum Glück ist noch niemand von uns infiziert und muss in Quarantäne." Aktuell habe man alle vom Robert Koch-Institut vorgegebenen Maßnahmen und mehr beim Dreh umgesetzt, betonte Lempert.

"Wir sind mit dem Dreh rund neun Wochen voraus", sagte Produktionssprecher Dieter Zurstraßen. Für die Fans gebe es zunächst also keinen Grund zur Sorge. Für die "Roten Rosen" wurden in Lüneburg schon mehr als 3100 Folgen abgedreht. Täglich entsteht von Montag bis Freitag unter Federführung des NDR eine Episode. Mit jeder neuen Staffel kommt eine neue Hauptdarstellerin. Derzeit ist Claudia Schmutzler auf der Suche nach dem zweiten Glück.

+++ 17.03.2020: Oberammergau: Bisher keine Absage der Premiere - wenige Stornierungen +++

Für die Oberammergauer Passionsspiele bleibt es vorerst bei der geplanten Premiere am 16. Mai. Gemeinderat und Spielleitung berieten am Montagabend die Lage angesichts des Coronavirus. Fazit laut Passionssprecher Frederik Mayet: "Wir wissen es nicht." Es gebe bisher nur eine behördliche Anordnung bis 19. April. Er schränkte zugleich ein: "Keiner weiß, was nächste Woche ist."

Es gebe bisher einige wenige Stornierungen. Teils sagten Besucher ab, weil ihre Flüge gestrichen wurden, sagte Mayet. Bis 4. Oktober sind nach derzeitigem Stand rund 100 Vorstellungen geplant, knapp eine halbe Million Gäste aus aller Welt werden erwartet. 95 Prozent der Tickets sind verkauft.

Entstanden aus der Pestepidemie heraus, könnte nun die Coronaepidemie die Passion verhindern. 1633 gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre das Spiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Pest sterben sollte. Der Legende nach geschah dies auch.

+++ 17.03.2020: Bayreuther Festspiele sollen trotz Corona stattfinden +++

Die Bayreuther Festspiele sollen trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden. "Wir sind voller Optimismus, dass sich die Situation bessert", teilte das Pressebüro der Festspiele am Dienstag mit. Eine Absage wäre ein "Supergau". Der Online-Sofortkauf der Tickets werde aber sicherheitshalber von Ende März auf Ende Mai verschoben.

Die Vorbestellung der Karten für die Spielsaison 2020 war schon im Herbst möglich. Manche Besucher hätten sich in den letzten Tagen erkundigt, ob die Bayreuther Festspiele stattfinden können. "Aber es gab noch keine Stornierungswelle", hieß es weiter. Die szenischen Proben für die Festspiele beginnen regulär im Mai, die technischen Proben kurz zuvor. Das Festspielhaus solle dafür öfter gereinigt und desinfiziert werden. "Es gibt keinen Grund zur Panik", erklärte das Pressebüro.

+++ 17.03.2020: Stefan Mross traurig: "Immer wieder sonntags"-Tournee abgesagt +++

Immer mehr Großveranstaltungen müssen aufgrund des Coronavirus abgesagt werden. Am Dienstag verkündete Stefan Mross schweren Herzens auf seinem Facebook-Account, dass die"Immer wieder sonntags"-Tournee bis auf weiteres abgesagt wird. "Ich bedaure das sehr für alle Konzertbesucher, die sich auf wunderschöne Stunden mit uns gefreut haben. Ich bin auch ganz fest bei unseren Mitarbeitern dieser Tournee. Bei allen Helfern und unserer Veranstaltungstechnik Goodevents - Thomas Reichel. Danke an Thomann Management für Eure Geduld und Ausdauer", hieß es in dem Beitrag.

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+++ 16.03.2020: Berliner Theatertreffen wegen Coronavirus abgesagt +++

Der Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus bringt die nächste Absage einer hochkarätigen Kulturveranstaltung. Das vom 1. bis 17. Mai geplante 57. Berliner Theatertreffen findet nicht statt, wie die Berliner Festspiele als Veranstalter am Montag mitteilten.

Betroffen ist auch das 41. Theatertreffen der Jugend (22. bis 30. Mai). "Wir bedauern diese Absagen sehr und danken für das Verständnis für diese unumgängliche Entscheidung", hieß es.

Bei der Auswahl hatte die Jury erstmals eine Frauenquote berücksichtigt, sechs von zehn eingeladenen Inszenierungen stammten von Regisseurinnen. Ausgesucht wurden die zehn "bemerkenswertesten Inszenierungen" aus dem deutschsprachigen Raum.

Erwartet wurden wieder ungewöhnliche Produktionen, etwa "The Vacuum Cleaner" von Toshiki Okada, der das Stück der Münchner Kammerspiele aus Sicht eines Staubsaugers erzählt. In der Auswahl fanden sich auch Molières "Der Menschenfeind", mit Ulrich Matthes, von Regisseurin Anne Lenk vom Deutschen Theater in Berlin, "Anatomie eines Suizids" von Regisseurin Katie Mitchell vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg und "Hamlet" vom Schauspielhaus Bochum mit Sandra Hüller ("Toni Erdmann") in der Hauptrolle.

+++ 15.03.2020: NRW-Landesregierung beschließt weitere Maßnahmen für Freizeitbereich +++

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weitere gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich des bevölkerungsreichsten Bundeslandes beschlossen. "Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen. Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige sozialen Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. "So sehr das für viele Menschen ein Opfer und eine Einschränkung bedeutet, so wichtig ist es jetzt, besonnen, aber auch entschlossen unser Leben zu entschleunigen."

Noch am Sonntag sollen durch Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, wie die Staatskanzlei in Düsseldorf nach einer Kabinettssitzung mitteilte. Demnach müssten bereits ab Montag alle Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen schließen. Ab Dienstag sei dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt.

Ebenso ab Dienstag sind den Angaben zufolge Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen nicht mehr gestattet. Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden, die eine Verbreitung des Coronavirus verhindern. Banken und Einzelhandelsbetriebe, insbesondere für Lebensmittel, Apotheken und Drogerien bleiben geöffnet. Die Regelungen sollen laut Staatskanzlei zunächst bis zum 19. April gelten.

+++ 14.03.2020: Animations- und Trickfilmfestivals in Stuttgart abgesagt +++

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind das Internationale Trickfilmfestival, die Animation Production Days und die FMX in diesem Jahr abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter der Stuttgarter Events am Freitag mit. Damit stütze man sich auf den Erlass des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg, wonach Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern abgesagt werden müssen, teilte die Film- und Medienfestival gGmbH mit.

Das Trickfilm-Festival sollte ursprünglich vom 5. bis zum 10. Mai stattfinden. Nun soll es eine "digitale Version" der Veranstaltung im selben Zeitraum geben. Wettbewerbsbeiträge sollen unter anderem als Stream abrufbar sein.

Für die Animation Production Days - ursprünglich zwischen dem 6. und 8. Mai angedacht - ist von einer solchen digitalen Lösung bisher nichts bekannt. Gleiches gilt für die FMX - Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media. Sie war vom 5. bis zum 8. Mai geplant.

+++ 13.03.2020: "Harry Potter" in Hamburg wegen Coronavirus abgesagt! +++

Alle Vorstellungen von "Harry Potter und das verwunschene Kind" in Hamburg finden vorerst nicht statt. Wie die Verantwortlichen bekannt gaben, sind sowohl die Premiere am Sonntag als auch alle geplanten Vorstellungen des Theaterstücks in den nächsten Tagen und Wochen auf den Zeitraum Oktober 2020 verschoben worden. Bereits gekaufte Tickets behalten jedoch ihre Gültigkeit und können gegen Karten im Herbst getauscht werden.

+++ 13.03.2020: Helene Fischer sagt Comeback-Konzert wegen Coronavirus ab +++

Corona-Aus auch für Helene Fischer! Wegen einer Verordnung der österreichischen Behörden musste das Open-Air-Comeback-Konzert von Helene Ficher am 4. April in Bad Hofgastein abgesagt werden. Fischer wollte vor 35.000 Fans auftreten, das Konzert war bereits so gut wie ausverkauft. Ein Nachholtermin ist noch nicht bekannt aktuell.

+++ 13.03.2020: Wegen Coronavirus: ProSieben zeichnet mehrere Shows ohne Publikum auf +++

Der Fernsehsender ProSieben will zum Schutz vor dem Coronavirus mehrere Fernseh-Shows ohne Publikum aufzeichnen. Bis auf weiteres würden die Sendungen "The Masked Singer", "Late Night Berlin", "Wer schläft, verliert!" und "Joko & Klaas gegen ProSieben" ohne Zuschauer stattfinden, teilte der Sender in der Nacht zu Freitag mit.

+++ 12.03.2020: RTL verzichtet wegen Coronavirus nun komplett auf Show-Publikum +++

Die Sender der Mediengruppe RTL verzichten wegen der Ausbreitung des Coronavirus von diesem Freitag an komplett auf Publikum bei ihren Shows. Betroffen sind damit unter anderem die Tanzshow "Let's Dance" und die Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS).

"Damit kommt die Sendergruppe auch ohne konkretes Verbot ihrer Verantwortung nach, Publikum und Mitwirkende vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen", teilte RTL am Donnerstag mit. Die Maßnahme gelte "bis auf Weiteres". Ausgenommen seien Freunde und Familie von Show-Protagonisten. Auch andere Sender hatten angekündigt, vorerst Shows ohne Publikum im Studio ausstrahlen zu wollen - etwa der NDR bei "Anne Will" oder der "NDR Talk Show".

+++ 12.03.2020: Dresden, Düsseldorf und Hamburg schließen Bühnen +++

Die Semperoper und das Staatsschauspiel Dresden stellen wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst bis 19. April den Spielbetrieb ein. Dies teilte das sächsische Kulturministerium am Donnerstag mit. Die Museen sollen vorerst grundsätzlich geöffnet bleiben, aber besondere Hygienemaßnahmen ergreifen. Größere Veranstaltungen in den Museen soll es nicht mehr geben.

Auch in Hamburg wurden wegen der Corona-Krise alle Veranstaltungen in staatlichen Theatern und Konzerthäusern bis Ende April per Erlass untersagt. Das teilte die Kulturbehörde mit.

In Düsseldorf stoppten Oper, Schauspielhaus und Tonhalle den Spielbetrieb bis zum 2. April. Insgesamt fallen weit über hundert Veranstaltungen aus. Das Kölner Schauspielhaus, die Oper und die Philharmonie sagten bis einschließlich Karfreitag alle Veranstaltungen ab. Die städtischen Museen sollen dagegen geöffnet bleiben. In den vergangenen Tagen waren schon staatliche Theater, Opernhäuser und Konzertsäle etwa in Bayern und in Berlin geschlossen worden.

Auch die Salzburger Osterfestspiele wurden abgesagt. Der Aufsichtsrat habe am Donnerstag eine entsprechende Entscheidung getroffen, teilten die Festspiele mit. Das Festival hätte am 4. April mit der Hauptproduktion, der Oper "Don Carlos" von Giuseppe Verdi, beginnen sollen.

+++ 12.03.2020: CDU verschiebt Parteitag wegen Corona-Krise +++

Die CDU verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr.

+++ 12.03.2020: Hamburger Volksfest Frühlingsdom wird abgesagt +++

Der Hamburger Frühlingsdom wird wegen des sich ausbreitenden Coronavirus abgesagt. Das sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Donnerstag in Hamburg. Eine entsprechende Allgemeinverfügung stand zunächst noch aus. Der Hamburger Dom gilt als das größte Volksfest in Norddeutschland. Im vergangenen Jahr hatten rund zweieinhalb Millionen Menschen den Frühlingsdom besucht. Er sollte vom 27. März bis zum 26. April stattfinden.

+++ 12.03.2020: Berliner Straßenfeste Karneval der Kulturen und Myfest abgesagt +++

Wegen der Coronakrise fallen dieses Jahr die Berliner Straßenfeste Myfest und Karneval der Kulturen aus. Das sagte ein Sprecher des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg am Donnerstagmorgen. Zuvor hatte der "rbb" berichtet. Zu Hintergründen machte der Sprecher noch keine Angaben.

Rund eine Million Besucher feierten vergangenes Jahr nach Angaben der Organisatoren in Kreuzberg den Karneval der Kulturen. Er findet seit 1996 jeweils am Pfingstwochenende statt. Zum Myfest strömen jedes Jahr gewöhnlich Zehntausende überwiegend junge Menschen ebenfalls nach Kreuzberg, um den 1. Mai zu feiern. Die Party gibt es seit 2003.

+++ 11.03.2020: Grimme-Preisverleihung Ende März wegen Coronavirus abgesagt +++

Wegen des Coronavirus fällt die Verleihung der Grimme-Fernsehpreise am 27. März in Marl aus. "Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Grimme-Preisverleihung steht für uns an erster Stelle, außerdem wollen wir unseren Beitrag leisten, die fortschreitende Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen", erklärte die Geschäftsführerin des Grimme Instituts, Frauke Gerlach, am Mittwoch. Eine mögliche Verschiebung werde geprüft oder eine "alternative Form der Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger zu einem späteren Zeitpunkt".

Beim 56. Grimmepreis sollten insgesamt 16 Auszeichnungen vergeben werden. Stifter des Preises ist der Deutsche Volkshochschul-Verband. Zur Verleihung in Marl wurde auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) als Verbandspräsidentin erwartet.

+++ 11.03.2020: Auch Turn-Weltcup in Stuttgart abgesagt +++

Der im Rahmen des traditionsreichen DTB-Pokals geplante Turn-Weltcup in Stuttgart kann nicht stattfinden. Die für 20. bis 22. März geplante Veranstaltung sei wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden, teilte der Deutsche Turner-Bund (DTB) am Mittwoch mit. "Nach ausführlicher Analyse folgen wir der Anordnung der Landeshauptstadt Stuttgart und der dringenden Empfehlung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, wonach Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern aktuell nicht durchgeführt werden sollen", sagte Wolfgang Drexler, Präsident des ausrichtenden Schwäbischen Turnerbunds (STB).

Stuttgart war als einer von vier Stationen der Weltcup-Serie im Mehrkampf geplant gewesen, bei der noch sechs Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio erturnt werden können. Eine Verschiebung war aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Welche Auswirkungen die Absage auf die weitere Olympia-Qualifikation habe, sei noch nicht absehbar, hieß es in der Mitteilung.

+++ 11.03.2020: Messe Dortmund verschiebt Veranstaltungen +++

Die Messe Dortmund hat mehrere Frühjahrsveranstaltungen wegen des Coronavirus um einige Monate verschoben. Betroffen seien unter anderem die Kreativmesse "Creativa", die "Cake Dreams", die "Bau!Messe!NRW!" und die "Auto-Welt Dortmund", die alle noch im März hätten stattfinden sollen. Neue Termine wurden nun für den August und Oktober angesetzt, wie die Messe Dortmund mitteilte. "Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit", hieß es.

Am Dienstag hatte die Landesregierung in einem Erlass an die Kommunen in NRW mitgeteilt, dass wegen der Coronavirus-Ausbreitung Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern abgesagt werden sollen. Eine Frist für diese Maßnahme gibt es bislang nicht.

+++ 10.03.2020: Erster Saisonabbruch wegen Coronavirus: DEL beendet Spielzeit +++

Der Coronavirus hat für den ersten Saisonabbruch im deutschen Profisport gesorgt. Die Deutsche Eishockey Liga entschied am Dienstag nach Beratungen, die Spielzeit nicht fortzusetzen. Sie endet damit ohne einen deutschen Meister. "Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke.

"Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit von unseren Fans, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus", betonte Tripcke. Damit sind auch Playoffs ohne Zuschauer keine Option mehr. Hintergrund der Absage ist, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu aufgefordert hatte, Veranstaltungen ab einer Größe von 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis auf weiteres zu unterlassen.

+++ 10.03.2020: Veranstaltungen in Berliner Theatern und Opernhäusern abgesagt +++

Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus werden alle geplanten Veranstaltungen in den großen Sälen der staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin abgesagt. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) teilte am Dienstag mit, dieser Beschluss gelte vorerst bis zum Ende der Osterferien, also bis zum 19. April.

+++ 10.03.2020: Santana sagt Deutschland-Konzerte ab +++

Herbe Enttäuschung für alle Santana-Fans: Wegen des Coronavirus hat Musiker Santana seine Europa-Tour 2020 abgesagt.Der Künstler habe mitgeteilt, dies sei die Folge gesundheitsbehördlicher Entscheidungen und lokaler Reisebeschränkungen, teilte der Veranstalter Live Nation am Dienstag in Frankfurt mit. Die Konzerte sollen 2021 nachgeholt werden.

+++ 10.03.2020: "Rosenball" für Schlaganfall-Hilfe aus Sorge vor Corona abgesagt +++

Der diesjährige Berliner "Rosenball" zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden. Der Ball hätte am 23. Mai mit rund 600 Gästen in der Hauptstadt stattfinden sollen, wie der Konzern Bertelsmann als Veranstalter und Liz Mohn als Gründerin und Präsidentin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe am Dienstag in Gütersloh mitteilten. Der Rosenball wäre zum 14. Mal ausgerichtet worden. Mit dem Ball soll auf die Volkskrankheit Schlaganfall aufmerksam gemacht und zugleich sollen Spenden für die Stiftungsarbeit gesammelt werden. Die Leiterin der Bertelsmann-Unternehmenskommunikation, Karin Schlautmann, sagte: "Mit der Absage möchten wir einen Beitrag gegen die weitere Ausbreitung des Virus leisten."

+++ 10.03.2020: Fridays for Future sagt wegen Coronavirus größere Demos ab +++

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sagt die Klimaschutzbewegung Fridays for Future für Freitag geplante große Demonstrationen vor den bayerischen Kommunalwahlen ab. "Schweren Herzens sagen wir die für Freitag geplanten großen Klimastreiks ab", schrieben die Aktivisten am Dienstag auf Twitter. Statt auf den Straßen wolle man online "umso lauter" protestieren. Eine Sprecherin sagte in einer live im Netz übertragenen Pressekonferenz in München, Proteste in den großen Städten fänden nicht statt, kleinere Proteste dagegen schon. Außerdem werde es am Freitag "verschiedene kreative Aktionen" geben.

Genauere Zahlen könne man noch nicht nennen, sagte eine andere Vertreterin der Klimaschützer. Fridays for Future hatte für diesen Freitag vor allem in Bayern zu Demonstrationen aufgerufen, um vor den Kommunalwahlen am Sonntag das Thema Klimaschutz in den Fokus zu rücken. Die Aktivistin Luisa Neubauer sagte in München, auch in anderen Staaten werde erwogen, Demonstrationen abzusagen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Für kommenden Freitag werde stattdessen zu "massiven Digitalstreiks" aufgerufen - das bedeute etwa, Bilder von Protestschildern im Internet zu posten.

+++ 09.03.2020: Lit.Cologne: Domlesung entfällt wegen Coronavirus +++

Eine für diesen Donnerstag geplante Lit.Cologne-Lesung im Kölner Dom ist unter Hinweis auf die Coronavirus-Epidemie abgesagt worden. Die Entscheidung falle ihm "unendlich schwer", teilte Dompropst Gerd Bachner am Montag mit. "Aber mit Blick auf die aktuelle Situation wollen wir nicht zögerlich reagieren und der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers folgen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen.2 Zu der Lesung mit Texten von Bert Brecht und Dietrich Bonhoeffer waren 1500 Besucher erwartet worden.

+++ 09.03.2020: Klavierabend mit Maurizio Pollini in Elbphilharmonie abgesagt +++

Wegen des Reiseverbots der italienischen Regierung hat die Elbphilharmonie den Klavierabend des berühmten italienischen Pianisten Maurizio Pollini abgesagt. Es sei ihm kurzfristig nicht möglich, für sein Konzert im Großen Saal an diesem Montag anzureisen, gab der Veranstalter auf seiner Internetseite bekannt. Ticketinhaber müssen allerdings nicht auf das Klaviererlebnis mit dem 78-Jährigen verzichten, sollten aber gleichzeitig Geduld mitbringen. Das Konzert wird auf den 26. Mai 2021 verschoben.

+++ 07.03.2020: Dreitägiges Schlagerfestival in Oschersleben wird verschoben

Das für Ende Mai geplante dreitägige Schlagerfestival in der Motorsport Arena Oschersleben wird wegen des neuartigen Coronavirus nicht wie geplant stattfinden. Das teilten die Veranstalter am Freitagabend in Dessau-Roßlau mit. "Uns als Veranstalter obliegt die uneingeschränkte Verantwortung unseren Gästen, Künstlern und Mitarbeitern gegenüber und wir werden daher keine gesundheitlichen Risiken eingehen", hieß es in der Mitteilung. Der "Schlager Dome" werde daher auf Pfingsten 2021 verschoben.

An der Rennstrecke sollten vom 29. bis 31. Mai mehr als 25 Künstler und Bands auftreten, unter ihnen Jürgen Drews, die Amigos, Beatrice Egli, VoXXclub, Mickie Krause und die Münchener Freiheit. Es sollte das erste mehrtägige Schlagerfestival Europas sein. Dem Vernehmen nach soll der Kartenverkauf nur schleppend gelaufen sein.

+++ 06.03.2020: Letzte Goldene-Kamera-Gala wird auf November verschoben +++

Die für den 21. März geplante letzte Ausgabe des Fernseh- und Filmpreises Goldene Kamera wird wegen der Coronavirus-Epidemie verschoben. Neuer Termin im Berliner Flughafen Tempelhof ist der 12. November. Diese Entscheidung habe man auf Grundlage der Risikobewertung von Großveranstaltungen des Robert-Koch-Instituts und der Empfehlungen des Krisenstabs der Bundesregierung getroffen, teilte die Funke Mediengruppe am Freitag mit.

"Wir haben uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden", sagte Andreas Schoo, Geschäftsführer der Funke Mediengruppe. "Angesichts der sich täglich ändernden und beschleunigenden Entwicklung mussten wir aber so handeln, denn an erster Stelle steht die Gesundheit unserer Gäste, der Partner, des Publikums sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Die Goldene Kamera wird seit 1994 im ZDF als TV-Gala ausgestrahlt. Es gibt den Fernseh- und Filmpreis seit 1966. Gegründet wurde er von der Fernsehzeitschrift "Hörzu", die bis 2014 zum Springer-Verlag gehörte. Das Ende der Preisverleihung in ihrer bisherigen Form begründet Funke mit sich ändernden Sehgewohnheiten der Zuschauer.

+++ 06.03.2020: Coronavirus: Politiker-Derblecken findet nicht wie geplant statt +++

Wegen des Coronavirus findet das Politiker-Derblecken beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg in München nicht wie geplant statt. Der Chef der veranstaltenden Paulaner-Brauerei, Andreas Steinfatt, sagte am Freitag in München: Das Landesamt für Gesundheit habe den geladenen Politikern empfohlen, die Veranstaltung am Mittwoch nicht zu besuchen. "Wir sind in engem Kontakt auch mit der Gesundheitsministerin. Und auch da gehen die Signale in die Richtung, dass der Nockherberg so nicht stattfinden soll beziehungsweise wird."

Auch wenn die Signale hoffnungslos seien, sei dies noch keine "offizielle Absage". Gleichwohl sei es aber so "dass wir das Derblecken am Mittwoch nicht durchführen können", sagte Steinfatt.

Er kündigte an, dass er sich dafür einsetzen werde, dass es eine alternative Lösung geben werde, damit die erfolgte Arbeit der Beteiligten nicht umsonst gewesen sei. "Sie sehen mich hier ein bisserl erschöpft, enttäuscht und frustriert", sagte Steinfatt.

Der traditionelle Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg mit satirischer Bußpredigt und anschließendem Singspiel vor Bayerns politischer Prominenz ist eine der beliebtesten Fernsehsendungen des Bayerischen Rundfunks, die jedes Jahr Millionen Menschen einschalten. Längst gehören auch viele Bundespolitiker zu den Stammgästen. Auf bayerisch-deftige Weise werden die Politiker durch den Kakao gezogen und auf ihre Schwächen hingewiesen.

+++ 06.03.2020: Hamburger Beatles-Festival in den August verschoben +++

Für das wegen des neuartigen Coronavirus verschobene Hamburger Beatles-Festival "Come Together - The Hamburg Beatles Experiment" ist bereits ein neuer Termin gefunden worden. "Nach dem ersten großen Schock können wir nun doch schnell gute Neuigkeiten verkünden: Das "Come Together Experience Festival" wird noch in diesem Sommer nachgeholt", teilten die Veranstalter am Freitag in Hamburg mit. Gleichzeitig aber ist das ursprünglich für drei Tage angesetzte Festival um einen Tag geschrumpft. Es findet nun am 15. und 16. August statt.

Die Veranstalter hatten das Festival am Mittwoch kurzfristig abgesagt, weil sie ihre nationalen und internationalen Besucher und Künstler mit Blick auf eine drohende Coronavirus-Pandemie nicht in Gefahr bringen wollten. Das dreitägige Festival sollte vom 27. bis zum 29. März mit Konzerten von etwa 40 Künstlern in rund 20 Clubs im Stadtteil St. Pauli stattfinden.

Das neue Datum bringt gleichzeitig das Festival noch näher an das Jubiläum des Hamburger Beatles-Jahrestages heran: Mitte August vor 60 Jahren sind die berühmten Liverpooler erstmals in der Hansestadt aufgetreten und haben so ihre Weltkarriere gestartet.

+++ 06.03.2020: Nach Absage wegen Corona: Internorga-Messe soll im Juni stattfinden +++

Die aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus verschobene Gastro- und Hotellerie-Messe Internorga soll nun im Juni in Hamburg nachgeholt werden. Die Veranstaltung werde am Samstag, den 20. Juni, beginnen und am Mittwoch, den 24. Juni, enden, teilte die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) am Freitag mit. "Es war für uns eine große Herausforderung, ein passendes Datum im Sommer zu finden. Wir wollten außerhalb der Schulferien bleiben", erklärte Messechef Bernd Aufderheide.

Ursprünglich wollten vom 13. bis 17. März rund 1.300 Aussteller aus 25 Ländern bei der Internorga einem Fachpublikum ihre Angebote vorstellen, darunter das Neuste aus dem Food-Segment. 95.000 Besucher wurden erwartet.

+++ 03.03.2020: Leipziger Buchmesse fällt 2020 wegen Covid-19-Epidemie aus +++

Die Leipziger Buchmesse ist wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Die Stadt Leipzig und die Messeleitung haben die Entscheidung am Dienstag gemeinsam getroffen, wie Stadtsprecher Matthias Hasberg sagte. Es sei eine Maßnahme zur Prävention. "Sicherheit geht vor", erklärte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner. Zuvor hatte es ein Gespräch der Verantwortlichen mit dem Gesundheitsamt gegeben. Die Frühlingsschau der Buchbranche hätte vom 12. bis 15. März stattfinden sollen.

Für die Buchbranche ist die Absage ein harter Schlag. Die Buchmesse gilt bei den Verlagen als Möglichkeit, eine große Aufmerksamkeit auf ihre Autoren zu lenken. Im Rahmen des begleitenden Lesefestivals "Leipzig liest" hatten 3.700 Veranstaltungen an 500 Leseorten auf dem Programm gestanden. Auch "Leipzig liest" und die in die Buchmesse integrierte Comic-Messe "Manga-Comic-Con" wurden abgesagt.

Der Buchmesse-Direktor Oliver Zille bat bei den Ausstellern und Besuchern um Verständnis. "Solch eine schwere Entscheidung mussten wir in den letzten sieben Jahrzehnten der Leipziger Buchmesse noch nie treffen. Sie ist bitter für uns und für die gesamte Buchbranche", erklärte Zille.

In diesem Jahr waren rund 2.500 Aussteller aus 51 Ländern auf der Buchmesse erwartet worden. Von deren Seite hatte es zuvor so gut wie keine Absagen gegeben. Nur ein Aussteller der Manga-Comic-Con hatte laut Messe vorab seine Teilnahme gestrichen.

Das Leipziger Gesundheitsamt sei den Vorgaben der zuständigen Bundesministerien gefolgt, teilte die Stadtverwaltung mit. Danach müsse eine Rückverfolgbarkeit von Kontaktpersonen bei Großveranstaltungen gewährleistet sein. Das sicherzustellen sei bei 2500 Ausstellern und rund 280.000 erwarteten Besuchern nicht möglich.

+++ 03.03.2020: Benefizkonzert für Anschlagopfer von Hanau auf Mai 2020 verschoben +++

Das Benefiz-Konzert prominenter Künstler in Gedenken an die Anschlagsopfer von Hanau wird verschoben. Grund ist der erste bestätigte Corona-Fall in Hanau. Nach ursprünglicher Planung sollte das Konzert am Samstag im Kurpark stattfinden. Nun wurde es auf den 17. Mai verlegt, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte der "Hanauer Anzeiger" über die Konzert-Verschiebung berichtet.

"Wir können die Dynamik des Themas nicht abschätzen", sagte Bieberle. Deshalb habe man sich vorsorglich dazu entschlossen, das Konzert erst einmal abzusagen. "Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir das noch ohne finanziellen Schaden tun können", erklärte Bieberle. Bei einer kurzfristigen Absage hätte es hingegen teuer werden können.

Zu dem angekündigten Konzert der Gruppe "Hautevolee" unter dem Motto "Ich liebe Hanau" sollten auch namhafte Bands und Künstler auftreten. Im Gespräch waren den Angaben zufolge Samy Deluxe, Afrob und die Söhne Mannheims.

+++ 03.03.2020: Wegen Coronavirus: Florian Silbereisens ARD-Show wird verschoben +++

Aus Sorge vor dem Coronavirus wird die Schlagershow von Florian Silbereisen verschoben. Der 38-Jährige hätte ursprünglich nächste Woche (14. März) live im Ersten die Samstagabendsendung "Schlagerlovestory 2020" moderieren sollen. Die Veranstaltung mit mehr als 5000 Besuchern sollte aus der Messehalle in Halle (Saale) übertragen werden. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) entschied sich jedoch dagegen.

"Massenveranstaltungen können zur schnelleren Verbreitung des Virus beitragen", sagte MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi laut Mitteilung vom Dienstag. "Mit Blick auf unsere Verantwortung für die Gesundheit unserer Besucherinnen und Besucher, aber auch mit Blick auf unsere gesellschaftliche Verantwortung, haben wir schweren Herzens diese Entscheidung treffen müssen." Die Verschiebung sei "die einzig richtige Entscheidung". Der neue Termin für die Show ist der 6. Juni dieses Jahres. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit.

+++ 02.03.2020: Internationale Handwerksmesse in München muss sich Corona-Epidemie beugen +++

Die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Das teilten die Veranstalter in München mit. Sie folgten damit einer Empfehlung des bayerischen Coronavirus-Krisenstabs. Die IHM ist mit alljährlich 1.000 Ausstellern aus 60 Ländern und mehr als 100.000 Besuchern die wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland.

Die IHM hätte vom 11. bis 15. März stattfinden sollen. Ursprünglich wollte die Gesellschaft für Handwerksmessen die Traditionsveranstaltung nicht streichen, auch wenn sie mit weniger Besuchern rechneten und bereits erste Aussteller abgesagt hatten. Anstelle einer Absage waren verstärkte Hygienemaßnahmen geplant. Staatsregierung und Behörden haben jedoch Bedenken. In dem Krisenstab arbeiten unter anderem Gesundheits- und Innenministerium, Polizei und Katastrophenschutz mit.

"Angesichts der Verbreitung des Coronavirus ist die Absage der Internationalen Handwerksmesse als Großveranstaltung mit 1.000 Ausstellern und über 100.000 erwarteten Besuchern sowie einer entsprechend hohen Anzahl an persönlichen Kontakten unumgänglich", sagte Dieter Dohr, der Geschäftsführer der Gesellschaft für Handwerksmessen. "Das Messeziel eines vielfältigen persönlichen Austausches zur Pflege und zum Aufbau von Geschäftsbeziehungen ist unter den gegebenen Umständen nicht mehr risikofrei umsetzbar." Stattfinden soll aber die Vollversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

Abgesehen von der wirtschaftlichen Bedeutung ist die IHM Pflichttermin für viele Politiker. So trifft sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Rande der Messe jährlich mit den Chefs der vier großen Wirtschaftsverbände von Handwerk, Industrie, Arbeitgebern sowie Industrie- und Handelskammer. Ob und wie das Spitzengespräch in diesem Jahr stattfindet, war nicht unmittelbar klar. Zur Eröffnung der Messe wollte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) anreisen, auch Grünen-Chef Robert Habeck wurde erwartet.

Für Münchner Hotellerie und Gastronomie bedeutet die Absage entgangene Einnahmen in Millionenhöhe. Messegäste, die über Nacht bleiben, bringen drei- bis vierstellige Umsätze. In den vergangenen Wochen wurden bereits in mehreren Ländern international bekannte Messen abgesagt, darunter die Tourismusmesse ITB in Berlin, der Genfer Automobilsalon und der World Mobile Congress für Handys und andere mobile Geräte in Barcelona.

+++ 28.02.2020: Reisemesse ITB abgesagt wegen Coronavirus-Bedenken +++

Wegen des neuartigen Coronavirus haben die Organisatoren der weltgrößten Reisemesse ITB Berlin die Veranstaltung abgesagt. Das sagte ein Messesprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Messe sollte vom 4. bis 8. März in der Hauptstadt die Tore öffnen. In den Tagen und Wochen zuvor hatten sich immer mehr Aussteller abgemeldet, nicht nur aus China. Die Messeleitung hatte aber weiter an der ITB festgehalten. Die Messe war bereits ausgebucht.

Nach Angaben der Messegesellschaft hat das zuständige Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf Auflagen stark erhöht. "Unter anderem ordnet die Behörde an: Jeder Messeteilnehmer muss der Messe Berlin belegen, nicht aus den definierten Risikogebieten zu stammen oder Kontakt zu einer Person aus den Risikogebieten gehabt zu haben", teilte die Messe Berlin mit. "Die Auflagen insgesamt sind von der Messe Berlin nicht umsetzbar."

Von den insgesamt 10.000 erwarteten Ausstellern aus aller Welt wären 22 aus China gekommen, 25 weitere aus Hongkong und Taiwan. Die Organisatoren rechneten ursprünglich mit etwa 160.000 Besuchern, hatten aber in den Tagen zuvor aufgrund des Virus die Erwartungen etwas zurückgeschraubt.

Die ITB ist ein wichtiger Treff der internationalen Reisebranche. Noch wenige Tage vor der Absage hatten sich die Messe Berlin sowie die Betreiber der ITB zuversichtlich geäußert. Die Messe werde wie geplant stattfinden, hieß es noch zu Beginn der Woche. Im weiteren Verlauf wurden dann die Auflagen vor Aussteller verschärft. So sollten keine Teilnehmer eingelassen werden, die in Risikogebieten waren oder typische Symptome der Lungenkrankheit Covid-19 zeigen, die durch das Virus ausgelöst werden kann.

Die für den Mai geplante ITB in China hatten die Veranstalter unterdessen schon in der vergangenen Woche abgesagt. Auch der Krisenstab des Bundesgesundheits- und des Bundesinnenministeriums hatte sich am Freitag mit Großveranstaltungen wie der ITB im Zeichen des Coronavirus-Ausbruchs befasst.

Hannover Messe wegen Covid-19-Epidemie auf Juli 2020 verschoben

Die weltgrößte Industrieschau mit rund 6.000 Ausstellern aus 70 Ländern soll statt im April jetzt vom 13. bis zum 17. Juli stattfinden. IT-Konzerne wie Google, Amazon, Huawei, SAP oder Microsoft hatten sich zur Messe in Hannover angemeldet.

Angst vor Coronavirus: Gala für Sterneköche in Hamburg abgesagt

Eigentlich sollten die Sterne des Guide Michelin für die Spitzengastronomie in Deutschland bei einer großen Gala in Hamburg verliehen werden. Doch wegen des Coronavirus gab der Restaurantführer die Starküchen nun bei einer Presseveranstaltung bekannt.

Fußballfans in Sorge: Fallen Bundesliga-Spiele wegen Coronavirus aus?

Anders als etwa in Italien oder der Schweiz hat die Deutsche Fußball Liga bisher keine Spiele verschoben oder abgesagt. Der Deutsche Fußball-Bund vertraut auf offizielle Stellen. Borussia Dortmund allerdings strich seine für Sommer geplante Asienreise.

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loc/news.de/dpa

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