13.03.2020, 11.05 Uhr

Coronavirus News aktuell: Horror-Zahlen erklärt! Warum bis zu 60 Millionen Deutsche erkranken können

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus steigt, fast alle Bundesländer haben inzwischen Nachweise gemeldet. Zuletzt war zu lesen, dass bis zu 70 Prozent aller Deutschen infiziert werden könnten. Ein Experte erklärt die Rechnung.

Wie weit breitet sich das Coronavirus noch aus? Bild: dpa

Immer deutlicher zeichnet sich auch in Deutschland ab: Aufhalten lassen wird sich Sars-CoV-2 nicht mehr. "Mit weiteren Fällen, Infektionsketten und auch Ausbrüchen in Deutschland muss gerechnet werden", heißt es beim Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Da es gegen einen neuen Erreger zunächst keine Immunität in der Bevölkerung gibt, kann eine Ausbreitungswelle große Teile davon erfassen.

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Coronavirus aktuell: Virologe schockt mit Infektionszahlen von 70 Prozent

Der Berliner Virologe Christian Drosten rechnet für Deutschland mit insgesamt hohen Infektionszahlen. "Es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit", sagte er. "Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger." In der vergangenen Woche verwehrte er sich bei "Maybrit Illner" gegen "aufgeregte Debatten", hob aber auch hervor: "Es geht nicht um eine normale saisonale Grippe, dieser Vergleich hinkt, sondern es geht um ein pandemisches Geschehen." Das wären auf die Bevölkerungsgröße umgerechnet knapp 50 bis 60 Millionen Menschen.

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Fast 60 Millionen Deutsche mit Corona infiziert: Wie kommt der Virologe auf 70 Prozent?

In einer Erklärung gegenüber der "Bild" erklärtProf. Klaus-Dieter Zastrow, Facharzt für Hygiene am Hygiene Institut in Berlin, wie die drastischen Zahlen entstehen und wie sie zu bewerten sind. Er äußert sich wie folgt, spricht von einer "wissenschaftlichen Betrachtungsweise". Die erwähnten 70 Prozent seien demnach "das Ergebnis einer mathematischen Berechnung." Ist alles doch nicht so schlimm, wie es zunächst klingt?

Wie in dem Artikel weiter ausgeführt wird, gehen die angenommenen 70 Prozent auf statistischen Berechnungen zurück. Denen zugrunde liege die "Annahme, dass ein einzelner Infizierter im Durchschnitt drei weitere Menschen ansteckt." Allerdings sei dieser Wert "jedoch momentan noch nicht." Gegenüber der "Bild" erklärt Prof. Zastrow weiter: "Irgendwann kommt man in einer Epidemie zu dem Punkt, wo nur noch zwei von drei angesteckt werden. Warum? Weil die dritte Person die Erkrankung schon einmal durchgemacht hat und damit immun ist. Und eins von drei ist ein Drittel, also rund 33,3 Prozent. Sind dann irgendwann zwei von drei bereits immun, sind es zwei Drittel, also ca. 66,6 Prozent, rund 70 Prozent".

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rut/fka/news.de/dpa

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