12.02.2020, 15.13 Uhr

Coronavirus: Die Entwicklung der Ausbreitung von Covid-19 zum Nachlesen

Innerhalb von wenigen Wochen hat sich die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 zu einer die Weltgesundheit bedrohenden Epidemie entwickelt. Alle Meldungen zum Coronavirus bis zum 07. Februar 2020 können Sie hier nachlesen.

Trotz beispielloser Maßnahmen verbreitet sich das Coronavirus in China immer weiter Bild: Then Chi Wey/dpa

+++ 07.02.2020: Coronavirus in Deutschland: WHO macht vorsichtige Prognose +++

Der weitere Verlauf der Coronavirus-Epidemie ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schwer vorherzusagen. Er wolle nicht über die mögliche Ausbreitung spekulieren, erklärte WHO-Experte Michael Ryan am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Genf. Außerhalb der besonders betroffenen Gebiete in China scheine die Lage im Moment allerdings relativ stabil zu sein. Nach Angaben der WHO sind in China aktuell mehr als 28 000 Fälle der neuen Lungenkrankheit bestätigt. Mehr als 560 Menschen seien daran gestorben. Außerhalb von China und Hongkong gibt es demnach mehr als 200 Fälle in zwei Dutzend Ländern und einen Todesfall.

Den Menschen in Wuhan dankte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus für ihre Kooperation zum Wohle der gesamten Menschheit. "Wir stecken zusammen in dieser Sache. Wir sind ein Menschengeschlecht und ich weiß, dass wir dieses Virus besiegen werden." Laut WHO-Chef sind die ersten Beiträge für die insgesamt 675 Millionen Dollar (613 Millionen Euro) zugesagt, die gebraucht werden, damit sich auch ärmere Ländern auf einen möglichen Ausbruch der Epidemie vorbereiten können.

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Zwar seien die Fortschritte bei der Analyse der Krankheit erstaunlich, allerdings gebe es weiter offene Fragen unter anderem zum Ursprung der Erkrankung, sagte Tedros. Die weltweit führenden Experten zum Coronavirus werden sich am nächsten Dienstag und Mittwoch in Genf treffen. Sie sollen alle aktuellen Erkenntnisse zur neuen Lungenkrankheit zusammentragen.

Angesichts der starken Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit hat China seine Maßnahmen inzwischen deutlich verschärft. Bild: Vincent Yu/dpa

+++ 07.02.2020: Coronavirus in Deutschland: erneuter Anstieg der Infektionen weltweit +++

Die Zahl der Ansteckungen legte bis Freitag erneut um 3143 zu. Damit sind 31 161 Virusfälle bestätigt, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Es war der zweite Tag in Folge, an dem nicht mehr neue Ansteckungen als am Vortag gemeldet wurden. Innerhalb eines Tages starben aber wieder 73 Patienten an der neuartigen Lungenkrankheit - so viele wie am Vortag. Damit sind in China schon 636 Todesfälle zu beklagen.

Ob mit den neuen Zahlen bereits ein weitergehender Trend bei den Ansteckungen erkennbar ist, scheint offen, da die Statistik auch mit der Zahl der laufenden Untersuchungen schwanken kann. Zudem sind weiter mehr als 26 000 Verdachtsfälle registriert. Der Verlauf der Epidemie ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch schwer vorherzusagen. Außerhalb der besonders betroffenen Gebiete in Zentralchina scheine die Lage in China im Moment relativ stabil zu sein, sagte WHO-Experte Michael Ryan in Genf.

In Deutschland gab es am Vortag einen 13. Fall. Allein elf stehen im Zusammenhang mit der bayerischen Firma Webasto, wo sich Mitarbeiter bei einer Kollegin aus China angesteckt hatten. Auch wurden zwei aus China ausgeflogene Rückkehrer positiv getestet. Der jüngste Virennachweis stammt von der 38-jährigen Frau eines der Patienten aus Bayern, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. Auch zwei Kinder des Paares hatten sich angesteckt. Bei dem dritten Kind, einem Säugling, wurde das Virus bisher nicht nachgewiesen.

Außerhalb von Festland-China sind in mehr als zwei Dutzend Ländern mehr als 270 Infektionen und zwei Todesfälle bestätigt.

Kreuzfahrt-Reedereien lassen künftig keine Menschen mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Bild: Daniel Reinhardt/dpa

+++ 07.02.2020: Coronavirus in Deutschland: neue Infizierte auf Kreuzfahrtschiff +++

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan wurden weitere 41 Infektionen festgestellt, wie das japanische Gesundheitsministerium bekanntgab. Damit erhöht sich die Zahl auf dem Schiff auf 61. Die Betroffenen werden in Krankenhäuser gebracht. Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder sollen bis 19. Februar an Bord bleiben.

Nach neuen Erkenntnissen der Deutschen Botschaft sind weitere zwei deutsche Staatsangehörige auf der "Diamond Princess" - also insgesamt zehn. Bisher ist keine Infektion unter den Deutschen bekannt. Von den neu Infizierten sind 21 Japaner. Rund 120 Passagiere und Crewmitglieder hätten Symptome wie Husten und Fieber gezeigt, berichtete das Gesundheitsministerium. Weitere 153 hatten engen Kontakt mit ihnen gehabt. Von ihnen allen wurden Proben genommen.

Auch in Hongkong liegt ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1800 Passagieren und 1800 Crewmitgliedern fest. Bei drei Menschen, die im Januar mit der "World Dream" gereist waren, war das Virus festgestellt worden. Da das Schiff seither noch dreimal in Hongkong angelegt hatte, wurden weitere 5000 Passagiere aufgefordert, Kontakt mit den Behörden aufzunehmen, wenn sie sich nicht wohl fühlen.

Aus Angst vor dem Virus wurde auch die Art Basel Hong Kong, eine der renommiertesten Kunstmessen Asiens, abgesagt. Der Veranstalter MCH Group begründete die Entscheidung mit verschiedenen Faktoren, die "alle eine Folge der Verbreitung des Coronavirus" seien. Darunter seien die Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten und der Besucher sowie die «großen logistischen Herausforderungen» beim Transport der Kunstwerke und beim Aufbau. Die Messe sollte vom 19. bis 21. März in der Hafenmetropole stattfinden.

+++ 07.02.2020: Coronavirus in Deutschland: Bundesregierung will weitere Deutsche zurückholen +++

Die Bundesregierung will wegen der Ausbreitung des Coronavirus in China weitere deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus der Millionenstadt Wuhan zurück nach Deutschland holen. Entsprechende Informationen des "Spiegel" bestätigte das Auswärtige Amt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe in Wuhan "einzelne Personen", die sich erst nach dem Rückholflug am vergangenen Samstag gemeldet oder es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft hätten, hieß es aus dem Ministerium. "Wir bemühen uns intensiv darum, auch diesen Personen eine Ausreise zu ermöglichen."

Das gefährliche Coronavirus hatte sich von Wuhan aus verbreitet. Laut "Spiegel" befinden sich in der Region noch rund 20 Deutsche. Möglicherweise sollen sie in einer Maschine mitreisen, die am Wochenende eine größere Gruppe von britischen Staatsbürgern ausfliegen soll. Auch für die Neuankömmlinge aus China würde eine 14-tägige Quarantäne gelten. Sie sollen nach Informationen des"Spiegel" in einer Klinik in Berlin-Köpenick untergebracht werden.

Am Samstag hatte die Bundeswehr mehr als 100 Deutsche und einige Angehörige aus der Region Wuhan ausgeflogen. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit der Lungenkrankheit in China stieg bis Donnerstag auf mehr als 28 000. Über 560 Menschen starben in China an der Krankheit. In Deutschland gab es bis Donnerstagabend 13 Virusnachweise.

Ein Porträt des chinesischen Arztes Dr. Li Wenliang ist aufgestellt, damit Menschen Blumen niederlegen und trauern können. Bild: picture alliance/Kin Cheung/AP/dp

+++ 07.02.2020: Coronavirus in Deutschland: Berühmter Arzt an Virus gestorben +++

In China gab es ein prominentes Opfer: Der Augenarzt Li Wenliang, der schon am 30. Dezember vor dem Virus gewarnt hatte, starb am Donnerstagabend. Alle Bemühungen, ihn zu retten, seien vergeblich gewesen, berichtete das Zentrale Hospital von Wuhan. "Wir bedauern es zutiefst und trauern." Li Wenliang und sieben weitere Teilnehmer einer Online-Diskussionsgruppe von Medizinern waren nach ihrer Warnung von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden. Auch mussten sie unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen. Später infizierte sich der Arzt selbst bei einer Patientin.

Die Bundesregierung will weitere Deutsche und ihre Angehörigen aus der schwer betroffenen Metropole Wuhan zurückholen. Entsprechende Informationen des "Spiegel" bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur. Laut "Spiegel" befinden sich in der Region noch rund 20 Deutsche. Möglicherweise sollen sie in einer Maschine mitreisen, die am Wochenende eine Gruppe von Briten ausfliegen soll. Für die 14-tägige Quarantäne sollen sie laut "Spiegel" in einer Klinik in Berlin-Köpenick untergebracht werden.

+++ 07.02.2020: Coronavirus in Deutschland: keine Angst der Deutschen vor Virus +++

Die meisten Deutschen fürchten sich nicht vor dem neuen Coronavirus. Bei neun von zehn Deutschen (89 Prozent) ist die Sorge, dass sie oder Familienmitglieder sich anstecken, weniger groß oder klein, wie eine Umfrage von "infratest dimap" für den ARD-Deutschlandtrend ergab. Nur bei jedem Zehnten ist diese Sorge groß (7 Prozent) oder sehr groß (3 Prozent). Vier von fünf Deutschen (82 Prozent) sind der Meinung, dass die Behörden und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland die Situation alles in allem unter Kontrolle hätten.

+++ 06.02.2020: Coronavirus in Deutschland: neuer Corona-Fall nachgewiesen +++

Mit einem weiteren Nachweis auf das Coronavirus ist die Gesamtzahl in Deutschland auf 13 gestiegen. Der Erreger wurde bei der Frau von einem der Infizierten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass sich auch zwei Kinder des Paares angesteckt haben. Sie sind nach Ärzte-Angaben - ebenso wie die Mutter - symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie ist in einem Krankenhaus.

Deutschlandweit gibt es nun 13 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert haben. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, nachdem sie am Wochenende mit einem Flug der Bundeswehr aus China nach Deutschland geholt worden waren. Sieben Fälle stehen wie auch die betroffene Familie in Zusammenhang mit dem bayerischen Autozulieferer Webasto in Stockdorf bei München. Dort war eine chinesische Mitarbeiterin zu Gast gewesen, deren Infektion erst nach ihrer Rückkehr nach China nachgewiesen wurde.

Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass der deutsche Coronavirus-Patient auf der spanischen Insel La Gomera ebenfalls aus Bayern stammt. Er habe Kontakt mit einem Mitarbeiter der Firma Webasto gehabt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Zunächst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Der 26-Jährige sei derzeit isoliert, hieß es.

+++ 06.02.2020: Coronavirus: Zahl der Infizierten auf Kreuzfahrtschiff verdoppelt +++

Nach der Entdeckung von Virusfällen an Bord wurden in Japan und Hongkong zwei Kreuzfahrtschiffe mit rund 7000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern unter Quarantäne gesetzt. Auf der "Diamond Princess" vor Yokohama wurden zehn weitere Fälle festgestellt. Darunter ist keiner der acht Deutschen an Bord, wie Japans Gesundheitsministerium berichtete. Es handele es sich um vier Personen aus Japan, zwei aus Amerika, zwei aus Kanada, jeweils eine aus Neuseeland und aus Taiwan. Damit sind derzeit 20 Personen an Bord infiziert.

Niemand von den neu erkrankten Personen habe allerdings Kontakt zu einem infizierten 80 Jahre alten Mann aus Hongkong gehabt, der am Samstag positiv getestet wurde, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Er sei am 20. Januar in der Tokioter Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord gegangen. Die insgesamt 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder sollen bis zum 19. Februar an Bord bleiben - auch weil die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

Unter den Passagieren und Crewmitgliedern hätten 120 Menschen Symptome wie Husten und Fieber gezeigt, so das japanische Gesundheitsministerium. Die Menschen an Bord des Schiffes, das vor der Küste der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa liegt, sind aufgefordert, Masken zu tragen und sich in ihren Kabinen aufzuhalten. Beim Essen sollen sie rund zwei Meter Abstand voneinander halten. In Japan sind damit bisher 45 Fälle des Virus bestätigt.

+++ 06.02.2020: Coronavirus: Virus-Fälle innerhalb eines Tages um 1700 gestiegen +++

In Hongkong wird ein zweites Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1800 - meist aus der chinesischen Sonderverwaltungsregion stammenden - Passagieren sowie 1800 Crewmitgliedern festgehalten. Bei drei Menschen, die zwischenzeitlich mit dem Schiff gereist waren, war das Virus festgestellt worden. Drei Besatzungsmitglieder sind mit Fieber in Krankenhäuser gebracht und unter Isolation gestellt worden.

Außerhalb von Festland-China sind inzwischen in mehr als einem Dutzend Ländern rund 240 Infektionen bestätigt. In Hongkong und auf den Philippinen waren zwei Tote zu beklagen. Hongkong, wo es 21 Fälle gibt, hat seine Grenze zur Volksrepublik bis auf den Flughafen und zwei Übergänge weitgehend dicht gemacht. Reisende aus China müssen grundsätzlich 14 Tage in Quarantäne. Die direkt angrenzende chinesische Provinz Guangdong ist mit 895 Virusfällen auch stark betroffen.

In Deutschland gibt es bislang zwölf Patienten, ihnen geht es den Umständen entsprechend gut. Zwei waren unter den zurückgeholten Deutschen aus der schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina. Außerdem gibt es zehn Patienten in Bayern, die sich beim Autozulieferer Webasto bei einer Mitarbeiterin aus China angesteckt hatte. Ihre Infektion war erst nach der Rückkehr in China nachgewiesen worden.

Da die Ansteckung von Mensch zu Mensch anfangs nicht bekannt war, haben sich in den ersten Wochen auch viele Ärzte und Pfleger infiziert. Eine offizielle Auflistung, von der ein Foto im Internet kursierte, weist bis zum 20. Januar 500 Fälle in 13 Krankenhäusern von Wuhan auf. Die Zahl konnte aber offiziell nicht bestätigt werden.

Um die steigende Zahl der Kranken zu bewältigen, wandelt Wuhan weitere Hallen und Gebäude in vorübergehende Bettenlager um. Eine Ausstellungshalle, in der 1600 Betten aufgestellt wurden, nahm erstmals Patienten auf. In zwei weiteren Einrichtungen sollen 2800 zusätzliche Betten zur Verfügung gestellt werden. Besonders Patienten mit milden Symptomen sollen dort untergebracht werden.

In Wuhan alleine stieg die Zahl der bestätigten Infektionen bis Donnerstag innerhalb eines Tag um 1700 auf mehr als 10 100. Die 28 ausgesuchten Krankenhäuser, die für Coronafälle bestimmt sind, bieten nur 8250 Betten. Die Stadt will auch noch Hotels, Schulen, Turnhallen, Sportzentren und andere Stätten in Aufnahmelager umwandeln, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Zur Behandlung von Erkrankten haben chinesische Behörden das amerikanische Anti-Virus-Medikament Remdesivir für klinische Versuche mit dem neuen Coronavirus zugelassen, wie Xinhua berichtete. Die erste Gruppe von Patienten solle das Medikament am Donnerstag nehmen. Es habe gute Ergebnisse bei anderen Coronaviren wie Sars oder Mers und zumindest auf Zellebene auch bei dem 2019-nCov genannten neuen Virus gezeigt. 761 Patienten nähmen an den Tests teil.

+++ 05.02.2020: Coronavirus aus China: Mutter steckt Ungeborenes mit Virus an +++

Mit dem Coronavirus infizierte Mütter können den Erreger an ihr Neugeborenes weitergeben. Ein solcher Infektionsfall sei bei einem Säugling nur 30 Stunden nach der Geburt festgestellt worden, berichtete der Chef der Neugeborenenabteilung des Kinderkrankenhauses von Wuhan, Zeng Lingkong, nach Angaben der Nachrichtenagentur China News Service vom Mittwoch.

Das Baby zeige stabile Lebenszeichen, habe aber eine Entzündung der Lungen und eine leicht abnormale Leberfunktion, berichtete der Arzt. Zuvor seien allerdings Kinder von infizierten Müttern zur Welt gebracht worden, bei denen der Test auf den Erreger negativ gewesen sei. Die jetzt zur Verfügung stehenden Daten zeigten jedoch, dass Neugeborene nicht von einer Ansteckung ausgenommen seien.

+++ 05.02.2020: Coronavirus aus China: Weitere Virus-Tote +++

Das Schiff bleibt vorerst weiter unter Quarantäne. Die 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder sollen für weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen, wie das japanische Gesundheitsministerium mitteilte.

Mit der Entdeckung der zehn Infizierten von dem Schiff stieg die Zahl der Fälle in Japan auf 33. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern jetzt mehr als 230 bestätigte Infektionen, davon zwölf in Deutschland. In Hongkong und den Philippinen sind zwei Patienten gestorben.

In Hongkong wurde am Mittwoch ein weiteres Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1800 Passagieren an Bord festgesetzt. Bei drei Menschen, die zwischenzeitlich mit dem Schiff der asiatischen Gesellschaft Dream Cruises gereist waren, war das Virus festgestellt worden, teilten chinesische Behörden mit. Drei Mitglieder der Besatzung litten an Fieber, sie wurden in ein Krankenhaus gebracht und dort isoliert, wie die Gesundheitsbehörde des Hafens mitteilte. Die Passagiere mussten den Angaben zufolge an Bord bleiben. Zunächst war unklar, wie lange das Schiff nun in Hongkong bleiben muss.

+++ 05.02.2020: Coronavirus aus China: immer mehr Anfeindungen gegen chinesische Bürger +++

Wegen der Ausbreitung des Virus wächst aus Sicht der chinesischen Botschaft in Berlin die Zahl der Anfeindungen gegen chinesische Bürger in Deutschland. "Die jüngsten Anfeindungsfälle und die fremdenfeindlichen Äußerungen in einzelnen Medien haben nach dem Coronavirus-Ausbruch zugenommen und sind besorgniserregend", teilte die Botschaft auf Anfrage mit. Nach einem Angriff auf eine Chinesin in Berlin habe man sofort die Polizei kontaktiert.

+++ 05.02.2020: Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff: Bislang keine Fälle bei Deutschen +++

Unter den bislang bestätigten zehn Fällen des neuen Coronavirus an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Japan ist kein Deutscher. Wie die Reederei der "Princess Cruises" am Mittwoch bestätigte, handelt es sich bei den Betroffenen um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den USA sowie um ein Crewmitglied aus den Philippinen. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff in der Provinzhauptstadt Yokohama vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht.

An Bord des Schiffes, das vorerst weiter unter Quarantäne gestellt bleibt, befinden sich nach früheren Angaben der Reederei auch acht deutsche Passagiere. Die 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

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Anlass für die Quarantäne war ein 80-Jähriger aus Hongkong, der am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mann sei am 20. Januar in Tokios Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord der "Diamond Princess" gegangen.

Unter den Passagieren und Crewmitgliedern hätten 120 Menschen Symptome wie Husten und Fieber gezeigt, so das Ministerium. Weitere 153 hatten demnach engen Kontakt mit dem 80 Jahre alten infizierten Mann aus Hongkong. Sie wurden als erste untersucht. Bei den bislang zehn bestätigten Fällen des neuen Virus zeige keiner der Betroffenen ernste Symptome, andere hätten gar keine Symptome, hieß es weiter.

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+++ 05.02.2020: Coronavirus aus China:USA und Russland fliegen Staatsbürger von Wuhan aus +++

Die USA und Russland haben weitere Staatsbürger aus der vom Coronavirus schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina ausgeflogen. Wie die US-Botschaft am Mittwoch in Peking bestätigte, sind am Vorabend zwei weitere Flugzeuge in die USA gestartet. Damit seien insgesamt 500 Personen zurückgeholt worden. Es werde möglicherweise am Donnerstag noch einen oder mehr Flüge geben, um US-Bürger aus Wuhan in die USA zu bringen.

Nach Angaben des Pentagons wurden die beiden Flugzeuge mit rund 350 Insassen an Bord am Mittwoch auf dem Travis Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien erwartet. Eine Maschine soll nur zwischenlanden und zur Miramar Marine Corps Air Station weiterfliegen. Die Betroffenen kämen für zwei Wochen in Quarantäne.

Die beiden russischen Flugzeuge mit jeweils 80 und 64 Insassen aus Wuhan landeten bereits auf einem Militärflughafen in Russland, wie die Nachrichtenagentur Tass berichtete. Die Insassen kommen demnach vorübergehend in Westsibirien in ein medizinisches Zentrum 30 Kilometer außerhalb von Tjumen in Quarantäne. Auch andere Staaten wie Deutschland, Frankreich oder Australien haben bereits Staatsbürger ausgeflogen.

+++ 05.02.2020: Coronavirus in China: Zahl der Infektionen steigt immer schneller +++

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. Die Zahl der Patienten stieg seit gestern um fast 4000 auf mehr als 24 000. Das berichtete die Gesundheitskommission in Peking. Die Zahl der Toten liegt inzwischen bei 490. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern rund 220 weitere Fälle, davon zwölf in Deutschland. In Hongkong und auf den Philippinen sind auch zwei Patienten gestorben.

+++ 05.02.2020: Coronavirus in China: Zehn Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan +++

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. Ob auch Deutsche darunter positiv getestet wurden, ist noch unklar. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei «Princess Cruises» auch acht deutsche Passagiere. Die rund 3700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben.

+++ 04.02.2020: Coronavirus in China: Acht Deutsche auf japanischem Kreuzfahrtschiff +++

Unter den mehr als 3700 unter Quarantäne gestellten Passagieren des japanischen Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess" gehören laut Medienberichten auch acht Deutsche.Die rund 2600 Passagiere und die 1000 Besatzungsmitglieder werden nun untersucht.Ein Passagier, der den Kreuzer in Hongkong verlassen hatte, war zuvor positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden.

+++ 04.02.2020: Coronavirus in China: Erkrankten Deutschen geht es gut +++

Den zwölf Coronavirus-Patienten in Deutschland geht es weiterhin gut. Zwei Infizierte, die am Wochenende mit mehr als 120 weiteren Passagieren aus Wuhan zurückgeholt worden waren, sind wohlauf. «Sie haben keine Symptome», sagte der Leiter Gesundheitsamt Frankfurt, René Gottschalk, am Dienstag. Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben müssten, könne noch nicht vorhergesagt werden, da es sich um einen neuen Virus handele. Die zwei Patienten müssten virenfrei sein, um die Station verlassen zu können.

Die zehn Coronavirus-Patienten in Bayern, die in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto stehen, befinden sich nach Worten von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in einem stabilen Zustand. "Es geht den Patienten gut", sagte sie am Dienstag. Zwei von ihnen hätten leichtes Fieber. Zwei infizierten Kindern eines Mitarbeiters gehe es ebenfalls gut. Bei Webasto war eine infizierte Kollegin aus China zu Gast gewesen.

Ein Zeitpunkt für die Entlassung der bayerischen Patienten aus den Kliniken in München und Traunstein ist weiter offen. Momentan seien alle Patienten noch Virus-Träger, sagte Huml.

Nach Angaben des Präsidenten des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, gibt es derzeit zwischen 150 und 200 Kontaktpersonen, die zu den zehn Infizierten in Bayern Kontakt hatten. Diese sollen bis auf Weiteres zu Hause bleiben.

Einem in Spanien mit dem Coronavirus infizierten Deutschen geht es nach Angaben der Behörden gut. Der Patient weise noch keine Symptome auf, sagte ein Sprecher der regionalen Gesundheitsbehörde auf Anfrage. Bei den vier weiteren Deutschen, die mit dem Infizierten in Kontakt waren und deshalb im Hospital Virgen de Guadalupe auf der Insel La Gomera unter Beobachtung stehen, sei bisher keine Infektion festgestellt worden.

+++ 04.02.2020: Coronavirus in China: Großbritannien bittet Bürger, China zu verlassen +++

Das Auswärtige Amt Großbritanniens hat seine Bürger aufgefordert, China schnellstmöglich zu verlassen: "Wenn Sie in China sind und ausreisen können, sollten Sie dies tun." Da namhafte Fluggesellschaften wie British Airways angekündigt hatten, ihre Flüge von und nach China einzustellen, könne es sonst schwierig für die britischen Staatsbürger werden, wieder auszureisen.

+++ 04.02.2020: Coronavirus in China: Sterblichkeitsrate steigt auf 2,1 Prozent +++

Die Sterblichkeitsrate des neuartigen Corona-Virus liegt laut chinesischen Behörden mittlerweile bei 2,1 Prozent. Demnach sterbe jeder 50. Erkrankte an den Folgen der Virus-Erkrankung.Im zentralchinesischen Wuhan beträgt die Sterblichkeitsrate sogar 4,9 Prozent, so berichtet die Gesundheitskommission in Peking.

+++ 04.02.2020: Coronavirus in China: Aida passt Route an +++

Aida Cruises hat einen Anlauf der "Aida Vita" in Hongkong am 12. Februar mit einem Stopp in der Halong-Bucht in Vietnam ersetzt, wie die Reederei auf Anfrage mitteilte. In Hongkong sollten Gäste eigentlich zusteigen und von Bord gehen. Betroffene Kunden erhielten umfassende Unterstützung bei der Anpassung ihrer An- und Abreise. Neuer Wechselhafen ist nun Cai Lan, der Hafen bei Halong Bay.

Bei Tui Cruises soll die "Mein Schiff 6" das nächste Mal am 11. März Hongkong anlaufen. Man beobachte die Lage aber sehr genau, so die Reederei. Sollte es das geringste Sicherheitsrisiko geben, werde die Route angepasst. Hongkong sei der einzige chinesische Hafen im Programm. Andere Routen mussten bislang nicht angepasst werden.

+++ 04.04.2020: Coronavirus in China: Chinesische Handball-Frauen sagen Teilnahme an Olympia-Quali ab +++

Die chinesische Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat wegen des Ausbruchs des Coronavirus die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Tokio abgesagt. Ein Sprecher der Internationalen Handball-Föderation (IHF) bestätigte am Dienstag den Rückzug des Teams, das sich über den dritten Platz bei der vergangenen Asienmeisterschaft für das Turnier in Ungarn qualifiziert hatte.

Die Chinesinnen hätten Ende März gegen Gastgeber Ungarn, Russland und Serbien um eines von zwei Olympia-Tickets kämpfen sollen. Den Platz Chinas nimmt nun Kasachstan ein. Über einen weiteren Nachrücker hat die IHF offiziell noch nicht entschieden.

+++ 04.02.2020: Coronavirus in China: Zahl der Infektionen steigt auf über 20.000 +++

Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bis Dienstag 20 438 bestätigte Erkrankungen - 3225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425. Es ist der bisher stärksten Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der Todesfälle innerhalb eines Tages. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zwölf Menschen nachgewiesen. An der neuen Lungenkrankheit sind in Festland-China mittlerweile mehr Menschen gestorben als an der Sars-Pandemie vor 17 Jahren.Am Abend meldete das bayerische Gesundheitsministerium zwei weitere Fälle: Ein Webasto-Mitarbeiter und ein Kind haben sich mit dem Coronoa-Virus infiziert. Das Kind hatte sich bei seinem Vater angesteckt, bei dem das Virus letzte Woche ebenfalls festgestellt wurde.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundeministerium für Gesundheit.

Auch die 59-jährige Petra K. aus der Nähe von Heidelberg befindet sich im Moment in Quarantäne in der Südpfalz-Kaserne in Germersheim. Sie hatte ihren Sohn in China besucht und wurde anschließend nach Deutschland ausgeflogen. Der Radiosender RPR1 hat ein Interview mit ihr geführt.

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+++ 04.02.2020: Coronavirus: Bestätigte Fälle in Belgien und Malaysia - Vietnam verhängt Quarantäne +++

Ein Rückkehrer aus Belgien hat sich laut belgischen Behörden ebenfalls mit dem Corona-Virus angesteckt. Acht weitere aus China Zurückgekehrte seien hingegen virenfrei. Auch in Malaysia wurde ein 41-Jähriger positiv auf das Virus getestet. In Vietnam veranlassten die Behörden, 950 aus China Zurückgekehrte für zwei Wochen an zwei Stützpunkten unter Quarantäne zu setzen, um einer möglichen Verbreitung des Virus vorzubeugen.

+++ 04.02.2020: Coronavirus: Japanisches Kreuzfahrtschiff mit 3700 Menschen unter Quarantäne +++

Nachdem bekannt geworden war, dass ein mit dem Corona-Virus Infizierter sich zwischenzeitlich an Bord des Schiffes befunden habe, wurde das japanische Kreuzfahrtschiff mit 3700 Passagieren unter Quarantäne gesetzt.

+++ 04.02.2020:Coronavirus: Erster Todesfall in Hongkong bestätigt +++

Durch den neuartigen Coronavirus ist erstmals auch ein Patient aus Hongkong ums Leben gekommen. Die Krankenhausbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregionen bestätigte am Dienstag den Tod eines 39-Jährigen. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, hatte der Mann zuvor die besonders schwer vom Virus betroffene Stadt Wuhan besucht. Seit Ausbruch der neuen Lungenkrankheit ist es erst der zweite bestätigte Todesfall außerhalb des chinesischen Festlands. Zuvor war auch ein Patient auf den Philippinen ums Leben gekommen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus war am Dienstag in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es 20 438 bestätigte Erkrankungen - 3225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425.

+++ 03.02.2020: 16 Ausländer in China durch Coronavirus infiziert +++

In China sind 16 Ausländer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie Außenamtssprecherin Hua Chunying am Montag in Peking berichtete, sind 14 von ihnen in einem stabilen Zustand und in Quarantäne. Zwei hätten bereits erholt das Krankenhaus wieder verlassen können. Um welche Nationalitäten es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht. Nach früheren, offiziell unbestätigten Medienberichten haben sich mindestens zwei Australier, zwei Hongkonger und vier Pakistaner infiziert.

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+++ 03.02.2020: Corona-Notklinik mit tausend Betten in Wuhan eröffnet +++

Im Kampf gegen das Corona-Virus hat China in weniger als zwei Wochen das erste von zwei Notkrankenhäusern in Wuhan hochgezogen. Das "Huoshenshan" ("Berg des Vulkan-Gottes") genannte Hospital in Schnellbauweise hat rund tausend Betten und wurde am Montag eröffnet. Rund 1400 medizinische Kräfte des Militärs betreiben das Behelfshospital, in dem Lungenkranke zentral in Quarantäne kommen und behandelt werden. An den Unterkünften war seit 23. Januar Tag und Nacht gearbeitet worden.

Ein zweites Hospital mit mehr als tausend weiteren Betten soll am Mittwoch eröffnet werden. Es wird "Leishenshan", "Berg des Feuergottes", genannt. Nach dem chinesischen Volksglauben sollen die Götter des Feuers oder des Vulkans helfen, Krankheiten zu bekämpfen. Die beiden Nothospitäler sollen helfen, den akuten Mangel an Krankenbetten zu beheben.

+++ 03.02.2020: Wuhan-Rückkehrer in Frankreich nicht erkrankt +++

Etwa 20 unter Beobachtung stehende Passagiere, die aus der besonders vom neuen Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben sich nicht infiziert. Tests seien negativ ausgefallen, sagte der Staatssekretär im französischen Gesundheitsministerium, Adrien Taquet, am Montag im Sender BFMTV.

Die China-Rückkehrer kamen in Aufnahmezentren in der Nähe von Marseille. Sie waren zuvor auf dem Militärflughafen Istres untersucht worden, da sie nach Angaben von Gesundheitsministerin Agnès Buzyn Symptome gezeigt hatten.

In der Maschine, die am Sonntag in Istres angekommen war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

+++ 03.02.2020: Höhepunkt der Epidemie in China doch erst später als bisher erwartet +++

Chinesische Fachleute rechnen erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik. "Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird", sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden. "Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen."

Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht.

Obwohl die Ausbreitung des neuartigen Erregers zunimmt und das Virus bereits in jeder Provinz und Region Chinas nachgewiesen ist, rechnet er nach eigenen Worten nicht mit einem "nationalen Ausbruch". "Es könnte eher nur ein partieller Ausbruch sein", sagte Zhong Nanshan.

Der Experte verwies auf radikale Maßnahmen wie die Einschränkung der Bewegungsfreiheit für mehr als 50 Millionen Menschen in Zentralchina, verlängerte Ferien, Fieberkontrollen, abgesagte Veranstaltungen und persönliche Vorsichtsmaßnahmen, die bei den Bemühungen helfen dürften.

+++ 03.02.2020: Erneut starker Anstieg der Virus-Infektionen und Todesfälle in China +++

China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag in Peking mit. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2829 auf 17 205. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zehn Menschen nachgewiesen.

+++ 03.02.2020: Etwa 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich mit Symptomen +++

Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

+++ 02.02.2020: Zwei China-Rückkehrer mit Coronavirus infiziert +++

Zwei der mit dem Bundeswehrflugzeug zurückgekehrten Passagiere aus China haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Kreisverwaltung Germersheim am Sonntag mit.

+++ 02.02.2020: Philippinen melden erstes Coronavirus-Todesopfer außerhalb Chinas +++

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

+++ 02.02.2020: Mehr als 300 Tote und 14.000 Coronavirus-Infektionen in China +++

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten und daran gestorbenen Menschen in China ist erneut deutlich gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen habe die Lungenkrankheit nun insgesamt 304 Menschen das Leben gekostet, teilte die chinesische Gesundheitskommission am Sonntag in Peking mit. Die Zahl der bestätigten Erkrankungen kletterte demnach so schnell wie noch nie innerhalb eines Tages - um 2580 auf 14 380 Fälle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus erstmals auf den Menschen übergesprungen war, seien 1921 neue Infektionen hinzugekommen. Etwa 150 Erkrankungen sind bislang außerhalb Chinas bekannt, davon acht in Deutschland. Tote wurden bislang nur aus der Volksrepublik gemeldet.

+++ 01.02.2020: China-Rückkehrer erreichen Quarantänestation in Kaserne +++

Die mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China haben ihre Quarantänestation in Rheinland-Pfalz erreicht. Ein dpa-Reporter sah am späten Samstagabend mehrere Busse mit den mehr als 100 Menschen in die Südpfalz-Kaserne in Germersheim fahren. Dort stehen für sie insgesamt 128 Zimmer in einem 2018 fertiggestellten Gebäude bereit.

Die deutschen Staatsbürger und Familienangehörige von ihnen waren am Samstag aus der vom Coronavirus besonders betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen worden. Sie sollen mindestens 14 Tage an dem Standort eines Luftwaffenausbildungsbataillons bleiben - so lange dauert die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch.

Die Bundeswehrmaschine war gegen 16.30 Uhr in Frankfurt angekommen. Nach der Landung wurden die Passagiere untersucht. Elf von ihnen seien in die Frankfurter Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). Bei einem von ihnen müsse geklärt werden, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei. Bei den anderen lägen andere medizinische Gründe vor, erläuterte Klose. Insgesamt seien 124 Passagiere in Frankfurt gelandet: 100 Deutsche, 22 Chinesen, ein US-Bürger und ein Rumäne.

+++ 01.02.2020: Mehr als 200 Tote! Coronavirus breitet sich aus +++

Das Virus breitet sich unterdessen weiter aus. Die Zahl der Infizierten in China stieg bis Samstag auf 11.791. Mit 46 neuen Todesfällen sind 259 an der Lungenkrankheit gestorben, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Es war der bisher stärkste Anstieg der Zahlen innerhalb eines Tages. Allein in der schwer betroffenen Region von Hubei mit der Provinzhauptstadt Wuhan und den umliegenden Städten kamen 45 Tote und 1347 neue Virusfälle hinzu, so dass dort jetzt 7153 Patienten gezählt wurden.

Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 25 Ländern rund 150 Infektionen gezählt. In Deutschland, wo sich erstmals auch ein Kind angesteckt hat, stieg die Zahl auf sieben. Der Vater ist ein infizierter Mann aus dem Landkreis Traunstein. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend in München mitteilte, wurde zudem bei einem Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck die Lungenkrankheit bestätigt. Er arbeitet wie die ersten fünf Infizierten in Deutschland beim Autozulieferer Webasto.

+++ 01.02.2020:Rückholflug der Bundeswehr in Wuhan gestartet +++

Ein Flugzeug der Bundeswehr mit mehr als 120 Deutschen und anderen Staatsbürgern an Bord ist im chinesischen Wuhan zum Rückflug nach Deutschland gestartet. Das Einsatzführungskommando berichtete den Start über Twitter. Der Airbus A 310 wird am Samstagmittag in Deutschland erwartet. Auf dem Rückflug aus dem vom Coronavirus schwer betroffenen Gebiet legt der Jet noch einen Zwischenstopp in Moskau ein.

Unter den Betroffenen herrschte Erleichterung: "Glücklich am Gate zu sein", berichtete eine Frau, die nicht genannt werden wollte, der Deutschen Presse-Agentur kurz vor dem Start. Die Gruppe hatte sich schon am Vorabend am Flughafen versammelt und dort auch die Nacht verbracht. "War bis hier doch alles schon ganz schön anstrengend." Nach ihren Angaben wurden 126 Personen aus Wuhan gezählt.

Nach früheren Angaben sollten rund 90 Bundesbürger und etwa 40 andere Staatsbürger ausgeflogen werden. Die Maschine der Bundeswehr war am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) nach einem zehnstündigen Flug in Wuhan gelandet. Auch die USA, Japan und andere Länder haben bereits Staatsbürger aus der Metropole geholt oder planen Rückholaktionen.

Es gebe unter den Passagieren niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas am Freitag in Berlin. Die Teilnahme an dem Rückholflug ist freiwillig. Beim Hinflug seien an Bord der Maschine auf Bitten Chinas 10.000 Schutzanzüge mitgenommen worden, die vor Ort gebraucht würden, sagte Maas.

Nach der Landung am Flughafen Frankfurt sollen die Passagiere für die Inkubationszeit von 14 Tagen in Quarantäne kommen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist dafür eine zentrale Unterbringung in einer Ausbildungskaserne auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz vorgesehen. Dieser liegt etwa 100 Kilometer vom Frankfurter Flughafen entfernt.

+++ 31.01.2020: Siebter Coronavirus-Fall in Bayern +++

In Bayern ist ein weiterer Mensch nachweislich an dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der Betroffenen im Freistaat auf sieben. Bei dem neuen Infizierten handele es sich um einen Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend in München mit. Auch er arbeite beim Autozulieferer Webasto aus dem oberbayerischen Gauting-Stockdorf - wie die fünf ersten bekanntgewordenen Fälle. Zudem war ein Kind eines der Erkrankten ebenfalls positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden. Von 128 jüngst (Stand 20.30 Uhr) vorliegenden Testergebnissen von Mitarbeitern der Firma waren 127 negativ und einer positiv.

+++ 31.01.2020: Rückflug aus Coronavirus-Gebiet in Frankfurt erwartet +++

Auf dem Frankfurter Flughafen wird am (morgigen) Samstag eine Maschine der Luftwaffe erwartet. Sie bringt Passagiere aus der am stärksten mit dem neuen Coronavirus belasteten Region in China zurück nach Deutschland. Die Maschine war am Freitagmittag vom Flughafen Köln-Wahn gestartet. Wann genau sie in Frankfurt landet, war am Freitagabend noch unklar.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) wollen am Mittag (12.30 Uhr) in Bonn erläutern, was mit den Rückkehrern genau passieren soll.

Nach dpa-Informationen sollen rund 130 Menschen zurückgeholt werden - rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit. Nach Angaben der Behörden sind weder Erkrankte noch Verdachtsfälle an Bord.

Nach der Landung sollen die Ankommenden schon an Bord von Medizinern begutachtet und befragt werden. Danach werden sie in ein sogenanntes Medical Assessment Center gebracht - eine umgewidmete Sporthalle, in der Feldbetten und Untersuchungsräume bereitstehen. Der Zwischenstopp soll nur wenige Stunden dauern. Danach sollen die Rückkehrer zu einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim gebracht werden. Dort müssen sie für zwei Wochen in Quarantäne.

+++ 31.01.2020:Erste Coronavirus-Fälle in Russland bestätigt - zwei Chinesen +++

Auch Russland hat nun erstmals Coronavirus-Infektionen offiziell bestätigt. Es handele sich um zwei chinesische Staatsbürger, die mit dem Virus infiziert seien. Das sagte die russische Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Die Patienten seien in Sibirien isoliert worden. Es gebe kein Risiko der weiteren Ausbreitung des Virus, teilten die Behörden in Moskau mit. Die zwei Fälle gab es demnach in der Region Transbaikalien und im Gebiet Tjumen. Russland hatte zuvor einen Teil seiner Grenze mit China geschlossen, um die Gefahr der Ausbreitung einzudämmen.

Golikowa, die einen von Kremlchef Wladimir Putin angeordneten Krisenstab für den Fall des Ausbruchs der Virus-Epidemie leitet, kündigte auch eine Neuregelung des Luftverkehrs mit China an. Der Flugverkehr werde zu großen Teilen eingestellt - außer regulärer Flüge der russischen Gesellschaft Aeroflot nach Peking, Shanghai und Guangzhou sowie Hongkong.

Auch Linienflüge chinesischer Gesellschaften zum Moskauer Flughafen Scheremetjewo seien weiter erlaubt. Die Regelung gilt vom 1. Februar an. Russland will außerdem Hunderte Bürger aus der von der Epidemie betroffenen Region in China zurückholen. Auch Chinesen, die eine Aufenthaltsgenehmigung in Russland haben, sollten zurückkehren dürfen.

+++ 31.01.2020: Kind in Bayern an neuem Coronavirus erkrankt +++

In Bayern hat sich ein Kind nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handelt sich um das Kind eines infizierten Mannes aus dem Landkreis Traunstein, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. Somit ist zum ersten Mal in Deutschland ein Familienmitglied eines Infizierten erkrankt. Details wie das Alter des Kindes waren zunächst unklar.

Insgesamt gibt es im Freistaat nun sechs bestätigte Coronavirus-Fälle. Bis auf das Kind sind alle Mitarbeiter des oberbayerischen Autozulieferers Webasto. Dort war vergangene Woche eine infizierte Kollegin aus China zu Gast, die ihre Erkrankung erst auf dem Rückflug bemerkt hatte.

+++ 31.01.2020: Berlin rät von Reisen nach China ab +++

Wegen der rasanten Ausbreitung der Lungenkrankheit rät das Auswärtige Amt von Reisen nach China ab. Die Infektionen und Todesfälle erlebten bis Freitag den größten Anstieg innerhalb eines Tages. Bundesbürger sollten von Reisen nach China absehen. "Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Reisen nach China", heißt es in neuen Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes. Vor einem Besuch in der schwer betroffenen Provinz Hubei wird ausdrücklich gewarnt.

+++ 31.01.2020:Mehr als 100 Menschen kommen mit Rückholflug nach Deutschland +++

Mit dem Flug der Luftwaffe wegen der Lungenkrankheit in China sollen mehr als 100 Menschen nach Deutschland geholt werden. Es gebe darunter niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag in Berlin. Die Maschine sollte noch am Freitagvormittag in die schwer vom Coronavirus betroffene Provinz Hubei starten, nachdem nun alle Genehmigungen der chinesischen Behörden vorliegen. Die Ankunft in Deutschland ist an diesem Samstag vorgesehen. Beim Hinflug sollen auf Bitten Chinas 10 000 Schutzanzüge mitgenommen werden, die vor Ort gebraucht würden, sagte Maas.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen mit dem Flug rund 130 Menschen zurückgeholt werden - darunter rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit, die sich angemeldet haben. Maas sagte, es habe auch Anfragen anderer Länder gegeben, ihre Bürger mit auszufliegen, es seien aber alle verfügbaren Plätze in der Bundeswehr-Maschine belegt. Die Teilnahme an dem Rückholflug ist freiwillig.

Nach der Landung am Flughafen Frankfurt sollen die Passagiere für die Inkubationszeit von 14 Tagen in Quarantäne kommen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist dafür eine zentrale Unterbringung in einer Ausbildungskaserne auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz vorgesehen. Dieser liegt etwa 100 Kilometer vom Frankfurter Flughafen entfernt.

+++ 31.01.2020: Coronavirus: China hilft Landsleuten bei Rückreise nach Hubei +++

China will im Ausland gestrandeten Menschen aus der Provinz Hubei bei der Rückreise in die Heimat helfen. Wie eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Freitag abkündigte, soll Landsleuten aus Hubei und insbesondere der vom Coronavirus besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan wegen der derzeitigen Schwierigkeiten so schnell es geht dabei geholfen werden, mit Chartermaschinen zurück nach Hause zu kommen. Fluggesellschaft rund um die Welt hatten zuvor zahlreiche Flüge nach China gestrichen.

Die Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China hatte am Freitag den bisher größten Anstieg innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen kletterte um 1981 auf 9692, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213. Das Virus war Ende Dezember in Wuhan, das zur Provinz Hubei gehört, vermutlich auf einem Tiermarkt ausgebrochen.

+++ 31.01.2020:Coronavirus: China "absolut zuversichtlich" Kampf zu gewinnen +++

In einer Reaktion auf die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene internationale Notlage hat China erneut zugesichert, die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit in den Griff kriegen zu können. "Wir sind absolut zuversichtlich und in der Lage, den Kampf gegen diese Epidemie zu gewinnen", sagte Hua Chunying, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums, laut einer am Freitag verbreiteten Mitteilung. China werde auf "transparente und verantwortungsvolle Weise" die betroffenen Parteien stets umgehend über die Seuchenlage informieren. Man pflege eine enge Kommunikation und Zusammenarbeit mit der WHO. Viele Maßnahmen, die bislang von China im Kampf gegen das Virus getroffen worden seien, hätten internationale Anforderungen weit übertroffen.

+++ 31.01.2020:US-Außenministerium: Amerikaner sollen nicht mehr nach China reisen +++

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus ruft die US-Regierung Amerikaner dazu auf, nicht mehr nach China zu reisen. US-Staatsbürger in China sollten die Ausreise in Betracht ziehen, hieß es in dem am Donnerstagabend (Ortszeit) verschärften Reisehinweis des Außenministeriums in Washington. Amerikanische Regierungsmitarbeiter, die nicht unbedingt nach China reisen müssten, sollten ihre Reisen wegen des Virus verschieben. Das US-Außenministerium stufte den Reisehinweis für China auf die höchste von vier Warnstufen hinauf - "nicht reisen".

+++ 31.01.2020: Zahl der Infektionen und Toten in China steigt wieder drastisch +++

 

Die Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China haben den bisher größten Anstieg innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen kletterte um 1981 auf 9692, wie die Gesundheitskommission am Freitag in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213.

Der Ausbruch der "akuten Atemwegserkrankung", wie sie jetzt offiziell genannt wird, zählt damit schon deutlich mehr Infektionen als vor 17 Jahren die Sars-Pandemie mit 8096 Fällen. Damals starben 774 Menschen durch das "Schwere Akute Atemwegssyndrom" (Sars). Der neue 2019-nCoV-Erreger ist eine Variante des Sars-Virus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die rasante Ausbreitung des Virus zu einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite". Das bedeutet, dass die mehr als 190 Mitgliedsländer von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen untereinander koordinieren.

"Wir sitzen alle im selben Boot", sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag nach einer Krisensitzung in Genf. Das Virus könne nur gemeinsam aufgehalten werden. "Das ist die Zeit für Fakten, nicht Angst." Weltweit sind Infektionen in rund 20 Ländern festgestellt worden. In Deutschland sind inzwischen fünf Fälle bekannt.

+++ 30.01.2020: Weltgesundheitsorganisation ruft internationalen Notstand aus +++

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus 2019-nCoV hat mittlerweile die weltweiten Fälle bei der Sars-Pandemie vor 17 Jahren übertroffen. Mit 317 neuen Erkrankungen, die die Behörden der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina am Donnerstag berichteten, kletterte die Gesamtzahl weltweit auf mehr als 8.100. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation 8.096 Menschen erkrankt und 774 gestorben. Durch das neue Virus, das mit dem Sars-Erreger verwandt ist, sind bisher 170 Menschen ums Leben gekommen.

Coronavirus in ganz China nachgewiesen - Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht

Mit der ersten Erkrankung in Tibet sind nun in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. Der Anstieg ist rasant. Vor zwei Wochen waren erst 40 Fälle gezählt worden. Der Höhepunkt der Epidemie wird frühestens in einer Woche erwartet. Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 20 Ländern mehr als 100 Infektionen gezählt worden. In Deutschland gibt es bislang vier bestätigte Fälle. Die Patienten sind nach Angaben von Donnerstag ohne Symptome.

Deutschland plant Rückholaktion aus Coronavirus-Metropole Wuhan

Die Bundesrepublik plant eine Rückholaktion für deutsche Staatsbürger aus der besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan. Der Flug war zunächst für Samstag geplant. Sicher war das aber auch am Donnerstag noch nicht. Die Teilnahme ist freiwillig. Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger. Die Rückkehrer sollen 14 Tage lang auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz in Quarantäne, wie zuerst die Zeitungen des Medienhauses VRM berichteten.

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