05.02.2020, 09.15 Uhr

Tragischer Todesfall in China: Vater wegen Coronavirus in Quarantäne - behinderter Sohn stirbt

Das Coronavirus hat in China ein weiteres indirektes Opfer gefordert: Ein 16 Jahre alter behinderter Junge ist gestorben, nachdem sein Vater in Quarantäne musste und sich nicht mehr um den hilflosen Jugendlichen kümmern konnte.

Weil sein Vater in Quarantäne musste, ist ein 16-jähriger behinderter Teenager in China gestorben (Symbolbild). Bild: Boris Roessler / picture alliance / dpa

Ein behinderter Jugendlicher soll Medienberichten zufolge in China gestorben sein, weil sein am Coronavirus erkrankter Vater in Quarantäne musste und sich nicht mehr um seinen hilfsbedürftigen Sohn kümmern konnte.

Vater in Coronavirus-Quarantäne - behinderter Sohn stirbt ohne Fürsorge

Nach dem Tod des hilflosen 16-Jährigen, der unter zerebraler Kinderlähmung litt, seien der Parteichef und Bürgermeister des Dorfes Huajiahe bei Hongan in Zentralchina aus ihren Ämtern entlassen worden, berichtete die Tageszeitung "China Daily" am Dienstag. Ihnen werde Vernachlässigung ihrer Pflichten vorgeworfen.

Verzweifelter Vater sucht Pfleger für behinderten Sohn - ohne Erfolg

Der Junge war schon am Mittwoch vergangener Woche gestorben, hieß es in den Berichten. Über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo habe der Vater zuvor Hilfe für den Sohn gesucht und auch ein Foto seines Bildschirms veröffentlicht, das zehn vergebliche Anrufe an dem Tag beim Parteichef zeigen soll.

Chinese muss wegen Coronavirus in Quarantäne, behinderter Sohn verhungert

Der Vater war am Montag mit dem Coronavirus diagnostiziert und in ein Krankenhaus gebracht worden, auch ein zweiter Sohn im Alter von elf Jahren musste in Quarantäne. Der Vater berichtete außerdem, Parteifunktionäre des Dorfes hätten ihn informiert, dass sein älterer Sohn zwischen Freitag und Dienstag nur zweimal Nahrung bekommen habe, wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" schrieb. Die Mutter lebt demnach seit mehreren Jahren nicht mehr.

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loc/news.de/dpa

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