22.01.2020, 07.38 Uhr

Wetter im Januar 2020 aktuell: "Wärmekeule!" Meteorologe schockt mit DIESER Winter-Prognose

Einen richtigen Winter können die Deutschen offenbar abhaken. Zwar lässt Hoch Ekart die Temperaturen derzeit nachts in den Keller sinken, von Winter-Wetter fehlt jedoch jede Spur. Nun macht ein Meteorologe eine schockierende Prognose.

Der Januar zeigt sich ungewöhnlich warm. Bild: dpa

Während sich einige Bundesländer bereits über ein paar Schneeflocken freuen durften, ist vom Winter im Großteil des Landes bisweilen rein gar nichts zu spüren. Zwar warnt der Deutsche Wettedienst (DWD) vor nächtlichem Frost mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich, doch von langer Dauer soll die eisige Witterung nicht sein.

Wetter im Januar 2020: Meteorologe schockt mit Winter-Prognose

Auf Twitter erklärt der Meteorologe Dominik Jung, dass der Winter in Deutschland keine Chance habe. Bereits am Wochenende sollen die Temperaturen wieder kräftig steigen, prophezeit der Wetterexperte. Er spricht bei Temperaturen um 13 Grad sogar von einem "Vor-Frühling". "Ein umfangreiches Hochdruckgebiet mit dem Namen Ekart sorgt für eine Inversions-Wetterlage", heißt es in einem Video.

Sie können den Tweet des Meteorologen nicht sehen? Dann hier entlang.

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"Wärmekeule" vertreibt Winter-Wetter

Angesichts der Wärmekeule, die uns am Wochenende erwartet, hat Dominik Jung eine eindeutige Prognose."Ich kann heute schon versprechen, der Winter ist wirklich mindestens bis zum Monatsende chancenlos! Da ist keine Schneedecke in Sicht. Es bleibt einfach trocken und relativ mild", erklärt der Meteorologe weiter. "Der Januar 2020 könnte der wärmste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 werden."

Kälter und mehr Schnee? Wie war der Winter früher?

Man könnte glatt meinen, dass man sich in unseren Breitengraden langsam aber sicher von schneereichen und frostigen Wintern verabschieden müsse. Doch stimmt das? Eines ist sicher: Die Wahrscheinlichkeit für Bilderbuchwinter sinkt nach Ansicht von Wetterexperten. Viele Deutsche sind sich sicher, früher gab es mehr eisige Winter.

"Das trügt ein bisschen, aber nicht völlig", sagt Thomas Deutschländer vom DWD. Ja, damals sei es häufiger kälter gewesen. Zwischen 1961 und 1990 gab es im Winter im Schnitt 0,2 Grad. Im Vergleich dazu zeigt sich die aktuelle Jahreszeit recht mild: Im Dezember waren es in Deutschland 3,8 Grad, und auch im Januar ist bisher keine Kälte hereingebrochen. Sicherlich gab es auch damals schon Ausreißer nach oben wie etwa 1974/75 mit 3,6 Grad. Doch lagen von den zehn wärmsten Wintern seit 1881 fünf in den vergangenen 15 Jahren.

Kein Winter in Deutschland? DWD-Experte prophezeit "milden, frühen Frühling"

Auch in diesem Jahr machen Meteorologen wenig Hoffnung auf Winter. Gewöhnlich ist es von Januar bis Febraur am kältesten. Doch auf aktuellen Jahreszeiten-Wetterkarten ist abzulesen, dass von Februar bis April 2020 die Temperatur in Deutschland wahrscheinlich bis zu einem Grad höher ist als das Mittel der Jahre 1990 bis 2017. Dieses lag bei ungefähr 5 Grad.

"Das spricht für einen milden, frühen Frühling", sagt DWD-Experte Andreas Paxian. Er schränkt allerdings ein, dass das überhaupt nicht sicher ist. Für die kommenden Monate seien für Deutschland nur sehr unzuverlässig Langzeitvorhersagen möglich. Denn Europa ist ein klimatisch hoch variables Gebiet. Ob Deutschland also doch noch einen richtigen Wintereinbruch erlebt, darüber ließe sich nur spekulieren. Die Wahrscheinlichkeit ist vielleicht nicht besonders hoch, ausgeschlossen ist es aber nicht.

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bua/news.de/dpa

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