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24.12.2019, 07.37 Uhr

Produktwarnung aktuell: Gefahr für Kinder! Immer mehr Kinder wegen Spielzeug im Krankenhaus

Ärzte warnen, Krankenhäuser sind wieder in Alarmbereitschaft. Immer häufiger werden Kinder mit Verletzungen der Speiseröhre und Gewebeschäden eingeliefert. DAS ist die Gefahr unterm Weihnachtsbaum.

Unterschätzte Gefahr unterm Weihnachtsbaum Bild: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Viel Spielzeug funktioniert nur mit Strom, und der kommt oft aus kleinen runden Minibatterien. Das kann verheerende Folgen haben, warnen Ärzte - und rufen zu Schutzmaßnahmen unter dem Christbaum auf.

Ärzte warnen vor dieser unterschätzten Gefahr zu Weihnachten

Was unter dem Weihnachtbaum liegt oder daran hängt, kann für kleine Kinder Risiken bergen. Wird Spielzeug oder Lichterschmuck mit Strom aus Knopfzellen betrieben, so sollten diese Minibatterien sicher von Kinderhänden ferngehalten werden, rät die Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE).

Warum sind Knopfzellen gefährlich?

Knopfzellen sind runde Minibatterien, größere Exemplare haben etwa zwei Zentimeter Durchmesser. Sie sitzen in vielen elektronischen Produkten wie Lichterketten, Fernbedienungen und Spielzeugen. Nach Angaben der GPGE sind sie für Kleinkinder sehr verlockend, denn sie passen gut in deren Mund - und könnten massive Schäden anrichten.

Notarzt rufen! So retten Sie Ihr Kind

Im Falle eines Verschluckens der kleinen Batterien sei schon nach einer Stunde ein Gewebeschaden unvermeidbar, warnt Carsten Posovszky, Oberarzt der Kinderklinik am Universitätsklinikum Ulm.Eltern sollten daher nach einem Knopfzellen-Verschlucken sofort einen Notarzt rufen.

"In vielen Fällen sieht die Speiseröhre nach kurzer Zeit des Kontaktes mit dem Strom der Batterie verheerend aus. Es kommt zu massiven Verätzungen der Schleimhaut", sagt GPGE-Vorsitzender Martin Claßen. Laut dem Chefarzt der Kinderkliniken am Klinikum Links der Weser und Bremen Mitte nimmt die Zahl der Unfälle mit diesem Batterietyp deutlich zu.

Forderung an Eltern und Hersteller

Die Gesellschaft fordert deshalb Schutzvorkehrungen durch die Eltern, aber auch von den Herstellern: Die Batteriedeckel sollten nur durch Werkzeug geöffnet werden können - bisher sei das aber nicht Standard.

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nbl/news.de/dpa

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