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13.12.2019, 07.52 Uhr

Schießerei in Krankenhaus in Tschechien: 7 Tote nach Amoklauf in Ostrau - Täter tötet sich selbst!

Amoklauf in einem Krankenhaus im tschechischen Ostrava. Ein Mann schießt um sich. Sieben Menschen sterben. Der Täter hat sich nach der Schießerei selbst getötet. Das Motiv ist bisher unklar. 

Ein Polizeifahrzeug fährt auf das Gelände des Universitätsklinikums. Bild: dpa

Dramatische Szenen in einem Krankenhaus in der tschechischen Stadt Ostrava (Ostrau). Ein Mann schießt in einer Klinik um sich. Dabei werden sieben Menschen tödlich verletzt. Wie die Polizei in einem Twitter-Statement am Dienstagmittag erklärte, hat sich der Täter selbst gerichtet.

Amoklauf in Ostrava (Ostrau) in Tschechien fordert 6 Tote! Täter tötet sich selbst

"Wir haben die Täter geschlagen. Der 42-jährige Mann hat sich vor dem Treffer der Polizei selbst in den Kopf geschossen, er ist tot. Wir danken der Öffentlichkeit für ihre Mitarbeit und Unterstützung.", heißt es in dem Twitter-Post der Polizei. Nach der Tat befand sich der Täter zunächst auf der Flucht.

Mit zahlreichen Beamten und einem Sondereinsatzkommando war die Polizei vor Ort. Der mutmaßliche Schütze habe in einem Warteraum der Universitätsklinik das Feuer auf Patienten eröffnet und "aus nächster Nähe auf den Kopf oder Hals" seiner Opfer gezielt.

Schießerei in Krankenhaus in Tschechien - Motiv vollkommen unklar

Der Hintergrund der Tat ist den Angaben zufolge völlig unklar. "Wir wissen nicht, was die Motive dieses Menschen waren", sagte Regierungschef Babis. Er gehe davon aus, dass es die Tat eines möglicherweise psychisch kranken Einzeltäters gewesen sei und keine allgemeine Bedrohungslage in Tschechien vorliege. Nach Angaben der Klinik handelt es sich bei den Opfern um Patienten der Erstversorgungsambulanz der Traumatologie. Augenzeugen berichteten laut Medien, dass sie Schüsse aus dem Bereich der Notaufnahme gehört hätten. Die Universitätsklinik in der Industriestadt hat rund 1.200 Betten.

Mitarbeiter der Klinik wurden angewiesen, ihre Abteilungen nicht zu verlassen. "Wir sind alle nervös", sagte eine Medizinerin der Agentur CTK. Das Krankenhaus war geschlossen, es wurden keine neuen Patienten aufgenommen. Die Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien setzte einen Krisenstab ein.

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Fahndung! Polizei veröffentlicht Foto des mutmaßlichen Todesschützen

Kurz nach der Tat veröffentlichte die Polizei bereits ein Fahndungsfoto des mutmaßlichen Amokläufers. "Wir bitten die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Suche nach dem wahrscheinlichen Verdächtigen. Wir fordern auch äußerste Vorsicht", heißt es auf Twitter.

Zahl der Toten nach Schüssen in tschechischer Klinik gestiegen

Nach den Schüssen in der Universitätsklinik im tschechischen Ostrava ist die Zahl der Opfer des Gewalttäters auf sieben gestiegen. Eine Frau, die einen Kopfschuss erlitten hatte, erlag am Donnerstag ihren Verletzungen, wie eine Krankenhaussprecherin im tschechischen Fernsehen CT sagte. Zwei leichter Verletzte sind inzwischen außer Lebensgefahr.

Der Schütze hatte am Dienstag in einem Wartezimmer der Unfallambulanz wahllos auf Patienten geschossen und sich nach der Tat selbst getötet. Zum Motiv des 42-Jährigen macht die Polizei derzeit keine Angaben. Vor der Krankenhausambulanz, die am Donnerstag wieder öffnete, zündeten Menschen Kerzen an. Die Angehörigen der Opfer sollen von Stadt, Kreis und Staat eine Soforthilfe von umgerechnet insgesamt knapp 12.000 Euro erhalten.

Es war der erste Fall dieser Art in Tschechien seit 2015, als ein 63-Jähriger in Uhersky Brod (Ungarisch Brod) acht Menschen und sich selbst tötete. Die Industrie- und Kohlestadt Ostrava (Mährisch-Ostrau) ist mit rund 290.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Tschechiens und liegt im Nordosten Tschechiens rund zehn Kilometer von der Grenze zu Polen und 50 Kilometer von der Grenze zur Slowakei entfernt. Sie ist das Verwaltungszentrum der Mährisch-Schlesischen Region.

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fka/sba/news.de/dpa

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