10.12.2019, 15.15 Uhr

Messer-Angriff in München: Polizist niedergestochen: Täter wollte gezielt einen Polizisten töten!

Messer-Attacke in München! Bei einer Personenkontrolle wird ein Polizist unerwartet von einem 23 Jahre alten Mann von hinten attackiert. Der Beamte musste schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ein Polizist wurde am Hauptbahnhof in München niedergestochen. Bild: dpa

Ein Polizist (30) ist am Münchner Hauptbahnhof mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Ein 23-Jähriger habe den Beamten bei einer Personenkontrolle unerwartet von hinten attackiert, teilte die Polizei am Montag mit. Der Angreifer sei nicht die Person gewesen, die kontrolliert worden sei. Zeugen hätten den Tatverdächtigen überwältigt. Der Mann sei festgenommen worden. Der "schwerwiegend" verletzte Beamte sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Er wird in einer Klinik notoperiert.

Polizist schwer verletzt! Messer brach bei Attacke ab

In einer Pressekonferenz um 11.30 Uhr gab Marcus da Gloria Martins, Sprecher der Münchner Polizei, nun weitere Details zur Bluttat bekannt. "Die Situation hat sich so abgespielt, dass die beiden Beamten, ein 30-Jähriger und ein 40-Jähriger, sich in einer Kontrollsituation mit einem Unbeteiligten befanden, als sie unvermittelt von hinten vom Täter angegangen wurden." Dabei wurde der 30-jährige Polizist durch einen Messerstich in den Rücken schwer verletzt. "Es handelte sich um ein etwas längeres Messer, das im Körper abgebrochen ist." Zwar sei er standardmäßig mit einer Schutzweste bekleidet gewesen, die könne aber nicht jeden Bereich abdecken. Auch seien die Beamten gegen einen derart unerwarteten Angriff "völlig chancenlos", sagte der Sprecher. Die Beamten waren zu zweit unterwegs.

Tatverdächtiger wollte gezielteinen Polizisten töten

 

Ideologische Gründe für die Tat würden laut Marcus da Gloria Martins nicht vorliegen. Die Ursache liege nach Angaben des Polizeisprechers "wohl eher in der Persönlichkeitsstruktur des Täters." Der Mann sei polizeibekannt "aufgrund des ein oder anderen Steuerungsverlustes." Bei dem 23-Jährigen soll es sich der Polizei zufolge um einen Deutschen aus München handeln. Auf einer Pressekonferenz erklärten die Ermittler, der 23-Jährige habe bei einer Befragung angegeben, gezielt einen Polizisten töten zu wollen.

Polizist nach Messer-Attacke wohl stabil

Polizeipräsident Hubertus Andrä sprach von einem "feigen, brutalen und hinterhältigen" Angriff. "Leider werden immer wieder Polizeibeamte und Rettungskräfte beleidigt, bedroht und angegriffen. Der Rechtsstaat muss daher mit aller Härte und Konsequenz nicht nur auf die Taten, sondern bereits auch auf Bedrohungen reagieren." Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte vor einer CSU-Vorstandssitzung zum Zustand des angegriffenen Polizisten: "Er schwebt wohl nicht mehr in Lebensgefahr." Welche langfristigen Folgen die Verletzungen haben, sei noch nicht absehbar.

Tatverdächtiger nach Messerangriff auf Polizisten in Psychiatrie

Nach dem Messerangriff auf den Polizisten in München ist der Tatverdächtige in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht worden. Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Der Mann habe schon in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt. Bisher sei keine Fremdgefahr von ihm ausgegangen. Er sei aber wegen Drogen und Betäubungsmitteln auffällig gewesen. Zwischen dem Mann und dem Polizisten gebe es "keinerlei Bezug".

Der 23-Jährige hatte den Polizisten am Montag am Münchner Hauptbahnhof unvermittelt von hinten mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Herrmann berichtete nun, es sei eine sehr schwere Verletzung, die bis in den Bereich des Rückenmarks reiche und erhebliche Schädigungen befürchten lasse. Er hoffe und bete, dass der Beamte möglichst bald wieder zu Kräften komme und dann auch wieder seinen Beruf ausüben könne. Sicher sei das aber noch nicht, sagte Herrmann. Die medizinische Behandlung sei aber auf einem guten Weg.

23-Jähriger sticht in München Polizisten nieder - Zeugen gesucht

Auf Twitter wandte sich die Polizei München an die Bevölkerung. Gesucht werden die Zeugen, die den Angreifer nach der Messer-Attacke festgehalten hatten. "Bei einer Kontrolle wurde heute gegen 06.30 Uhr ein Polizist von einem Unbeteiligten mit einem Messer von hinten angegriffen und verletzt. Nach der Tat wurde der Tatverdächtige von Zeugen festgehalten. An diese Zeugen: Bitte melden Sie sich dringend bei uns!", heißt es in der Twitter-Nachricht der Polizei München.

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Bestürzung nach Messer-Attacke in München

Auf Twitter zeigten sich viele schockiert über die brutale Attacke am Hauptbahnhof München. "Wahnsinn was für kranke Menschen frei herumlaufen. Gute Besserung für euren Kollegen", "Alles Gute für den Kollegen und das er ohne bleibende Schäden wieder der Alte sein wird
Finde, das Strafmass sollte überdacht werden" und "Passt auf euch auf. Es werden anscheinend immer mehr Idioten. Die weitaus größere Mehrheit steht hinter euch", ist unter dem Twitter-Beitrag zu lesen.

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fka/sba/news.de/dpa

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