17.11.2019, 18.44 Uhr

Rundfunkbeitrag: Dafür benutzt die ARD Ihre Gebührengelder

Der Rundfunkbeitrag ist bei der Bevölkerung sehr umstritten. Ein Grund dafür ist, dass viele nicht wissen, wofür das Geld verwendet wird. Hier erfahren Sie, wie der Rundfunkbeitrag bei der ARD verwendet wird. 

So wird ihr Rundfunkbeitrag bei der ARD verwendet. (Symbolbild) Bild: Adobestock/Marek Gottschalk

Mit 17,50 Euro im Monat oder 210 Euro im Jahr ist die Rundfunkgebühr für viele Menschen eine Ausgabe, die sie anderswo besser angelegt wüssten. Doch damit wird deutschlandweit der öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert. Dazu zählen nicht nur die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, sondern auch die Radiosender sind Teil der Empfänger.

Wie teuer ist eine Sendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen?

Auch wenn die Sender regelmäßig Berichte darüber veröffentlichen, wie das Geld eingesetzt wird, das sie von den Bürger-Haushalten bekommen, ist aus diesen nicht sofort erkennbar was eine einzelne Sendung so kostet. So berichtet das "T-Online" Nachrichtenportal, dass für eine Minute der beliebten Krimi-Serie "Tatort" durchschnittlich 18.500 Euro ausgegeben werden. Mit einer Dauer von 90 Minuten summiert sich das auf 1,665 Millionen Euro für nur eine Folge.

Da die Kosten einer Film-Produktion stark schwanken können, lässt sich auch kaum sagen, ob das nicht auch günstiger möglich ist. So kostete der "James Bond"-Blockbuster "Ein Quantum Trost" (107 min.) ungefähr 200 Millionen Euro. Davon könnten 100 Folgen der deutschen Krimi-Serie produziert werden.

Am anderen Ende der Skala erteilen Filme wie "El Mariachi" eine Lektion in Sparsamkeit. Der Action-Streifen kostete umgerechnet 6.300 Euro. Das kleine Budget merkt man dem Film zwar an, doch macht die finanzielle Not auch Filmemacher erfinderisch und so ist der Film bekannt für seine Effekte und positive Betonung seines Low-Budget-Charakters.

Verteilung des Rundfunkbeitrages am Beispiel "Tatort"

Für den "Tatort" hat die ARD die Kosten auch noch weiter aufgeschlüsselt, um so einen Eindruck zu vermitteln, wie die finanziellen Mittel bei einer Produktion auf Kosten der Bürger ausgegeben werden. 10% der Kosten entfallen dabei auf die Ausstattung der Film-Crews. 13% des Geldes wird für Außenaufnahmen aufgewendet und so Drehgenehmigungen und das Dreh-Equipment für draußen organisiert.

27% des Geldes bezahlt die technischen Angestellten wie Kameraleute, Kabelträger, Lichttechniker, Tontechniker und viele mehr. Knapp darunter mit einem Anteil von 20% liegen die Gagen für die Schauspieler, die im Gegensatz zu den technischen Angestellten immer nur für eine Produktion angestellt sind. Nur 5% sind an die Redaktions- und Fremdkosten. Den zweitgrößten Teil von 25% fasst die ARD unter Sonstiges zusammen. Darunter fallen Kosten wie die Anreise und Unterbringung der Teams bei Außenreportagen und ähnliches.

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luj/news.de

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