17.11.2019, 07.50 Uhr

Unwetter-November 2019: Wetterchaos in Italien! HIER drohen Starkregen und Schnee

Seit Tagen kämpfen die Menschen in der Lagunenstadt Venedig mit den Wasser. Auch am Wochenende können sie wohl nicht durchschnaufen. Der Bürgermeister ruft auch im Ausland zu Spenden auf. Andere Teile Italiens ächzen unter Schneelasten.

Der Wetterdienst gibt für Italien noch keine Entwarnung. Bild: dpa

Die Lage in Venedig bleibt nach dem tagelangem Hochwasser angespannt. Für den späten Samstag kündigten Meteorologen neue Unwetter an. Die Schulen, die in Italien eigentlich auch am Samstag geöffnet sind, sollten weiter geschlossen bleiben. Viele Museen und Sehenswürdigkeiten, darunter auch der Dogenpalast am Markusplatz, sollten aber wieder öffnen.

Unwetter im November 2019:Wetterdienst meldet höchste Warnstufe für Venetien, Italien

Für den Vormittag sagte die Kommune einen Wasser-Höchststand von etwa 120 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel vorher. Bei dieser Höhe wird auch wieder der Markusplatz überschwemmt, der er der niedrigste Punkt der Lagunenstadt ist. Der Wert liegt allerdings weit unter dem Rekord von Dienstag, an dem 187 Zentimeter erreicht wurden und fast die ganze Unesco-Welterbestadt überschwemmt war. Es war der höchste Wert seit mehr als 50 Jahren.

Für Samstag verhängte der Zivilschutz für Teile der Region Venetien die höchste Unwetterwarnstufe - allerdings nicht für die Stadt Venedig. Schnee richtete derweil schon am Freitag in Südtirol Chaos an, einige Dörfer waren abgeschnitten, weil Straßen gesperrt waren. Tausende Menschen waren ohne Strom, wie die Südtiroler Landesverwaltung mitteilte. Bis Sonntag soll Italien von starken Regenfällen heimgesucht werden. Laut Wetterdienst seien vor allem Nord- sowie Zentralitalien von der Unwetterwarnung betroffen.

Hochwasser in Venedig: Lagunenstadt komplett geflutet

Am Freitag überflutete Wasser erneut große Teile der Stadt. Tote Ratten schwammen im Wasser, Bewohner versuchten ihre Geschäfte und Bars zu reinigen - der Schaden geht laut Bürgermeister Luigi Brugnaro in die Hunderte Millionen. Er rief auch zu Spenden aus dem Ausland auf. "Venedig ist der Stolz ganz Italiens, Venedig ist ein Kulturerbe für jeden, einzigartig in der Welt", erklärte er.

Der Kulturbeauftragte des Vatikans, Kardinal Gianfranco Ravasi, verglich die Zerstörung in Venedig mit dem Brand von Notre-Dame in Paris. Es habe damals nicht nur eine "technische Diskussion"gegeben, sagte er laut Nachrichtenagentur Ansa. "Es gab Leute, die weinten, weil sie ein großes Symbol sterben sahen. Ich würde sagen, diese kulturelle Sensibilität müssten wir wiederholen."

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bua/news.de/dpa

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