13.11.2019, 11.14 Uhr

Urteil am Landgericht Lübeck: Kinder als behindert ausgegeben - 8 Jahre Haft für Mutter

Jahrelang täuschte eine 49-Jährige Behörden, Ärzten und Krankenkassen gegenüber vor, ihre Kinder seien chronisch krank und behindert - dafür muss die Mutter jetzt mehrere Jahre hinter Gitter.

Am Lübecker Landgericht ist das Urteil gegen eine 49 Jahre alte Mutter aus dem Kreis Ostholstein gefallen, die ihre vier gesunden Kinder bei Ärzten und Behörden als schwer krank dargestellt haben soll, um Sozialleistungen zu kassieren. Bild: Rainer Jensen / picture alliance / dpa

Wegen Misshandlung ihrer Kinder und Betruges muss eine 49 Jahre alte Mutter aus Ostholstein für acht Jahre ins Gefängnis.

Mutter (49) wegen Kindesmisshandlung zu 8 Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht Lübeck sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass die Frau aus Lensahn jahrelang gegenüber Krankenkassen, Behörden und Ärzten behauptet hatte, vier ihrer fünf Kinder litten an schweren chronischen Erkrankungen. Die Angeklagte habe aus Geldgier und Geltungssucht gehandelt, sagte die Richterin.

Kinder als behindert ausgegeben, um Sozialleistungen zu kassieren - Haftstrafe!

Wegen Fluchtgefahr wurde die Angeklagte, die sich bis dahin auf freiem Fuß befunden hatte, noch im Gerichtssaal festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft beantragt. Die Verteidigung, die eine milde Strafe gefordert hatte, kündigte nach der Urteilsverkündung Revision an.

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loc/news.de/dpa

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