12.11.2019, 10.31 Uhr

Karneval in Köln: Mann würgt Karnevalisten (22) mit Kabelbinder

Gefährliche Angriffe beim Kölner Karneval: Ein bislang Unbekannter hat einen Feiernden mit einem Kabelbinder gewürgt. Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen, die Hinweise zu dem schockierenden Vorfall geben können.

Beim Kölner Karneval hat ein Mann einen Karnevalisten mit einem Kabelbinder gewürgt. Bild: Adobe Stock/Kotarl

Zum Start der Karnevalssaison in Köln hat es mehrere gefährliche Angriffe auf Feiernde gegeben. Ein Unbekannter hat einem Karnevalisten von hinten einen Kabelbinder um den Hals gelegt und fest zugezogen. Ein Arzt im Sanitätszelt befreite den 22-Jährigen von dem Plastikband, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Bei ihren Ermittlungen zu der Tat am Nachmittag schilderte ein Sanitäter den Kriminalbeamten, dass es am frühen Vormittag einen ähnlichen Fall gegeben habe.

Schock beim Kölner Karneval: Unbekannter würgt Karnevalisten mit Kabelbinder

Dabei sei der Kabelbinder jedoch locker gewesen. Nach Angaben der Polizei gab es zudem zwei weitere Fälle, die von Zeugen jedoch nicht so gravierende dargestellt wurden. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Die Ermittler stellten nach dem Vorfall klar: Es handelt sich bei diesem Vorgehen um eineernstzunehmende Straftat, die von gefährlicher Körperverletzung bis hin zu einem versuchten Tötungsdelikt gewertet werden kann. Weitere Opfer und Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0221 229-0 zu melden.

Männer werfen Baustoffreste auf Feiernde

Darüber hinaus stehen zwei junge Männer im Verdacht, in Köln Baustoffreste von einem Hochhaus geworfen und damit einen Passanten verletzt zu haben. Einer der "Klumpen" traf einen 18-jährigen Karnevalisten, der dabei leicht verletzt wurde. Polizisten nahmen zwei 17 und 19 Jahre alte Männer fest, die sich in dem Haus befanden.

Sieben Festnahmen beim Kölner Karneval

Bis zum späten Abend seien 82 Platzverweise ausgesprochen und sieben Menschen festgenommen worden, hieß es in der Karnevals-Bilanz der Kölner Polizei. Es habe unter anderem 29 Körperverletzungsdelikte gegeben. Gegen mehrere betrunkene Nutzer von E-Scootern wurden Straf- oder Ordnungswidrigkeits-Anzeigen erstattet. Mehrfach wurde laut Polizei zudem das Lkw-Fahrverbot missachtet.

Passantin wird von Straßenbahn erfasst und schwer verletzt

Eine Passantin ist im Karnevalschaos in der Kölner Südstadt von einer Stadtbahn erfasst und schwer verletzt worden. Der Bahnfahrer habe einen Schock erlitten, ebenso sein Kollege, der die entgegenkommende Bahn steuerte und das Unglück sah. Die Strecke blieb zunächst gesperrt. Die 34-Jährige Frau sei nicht kostümiert und somit wohl keine Karnevalistin gewesen.

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sba/news.de/dpa

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