25.10.2019, 15.53 Uhr

Silvesterknaller adé: Feinstaubbelastung! Umweltministerium will Feuerwerke verbieten

Nicht erst seit Greta Thunberg ist Feinstaub in Städten ein schwieriges Thema. Wo Aufklärung wenig zu bringen scheint, überlegt das Umweltministerium (BMU) jetzt eine Gesetzesänderung auf Kosten von Feuerwerken und Knallern in Innenstädten. Lesen Sie alles hier bei news.de

Silvesterfeuerwerke könnten bald der Vergangenheit angehören Bild: picture alliance/Monika Skolimowska/zb/dpa

Umweltschutz und Feinstaubbelastung ist das Topthema des Jahres. Kein anderes Thema polarisiert so stark und weckt dabei auch soviel Unverständnis. Ein neuer Vorstoß könnte dem Deutschen jetzt seine geliebten Silvesterknaller kosten. Lesen Sie alles hier bei news.de

Neu ist die Debatte nicht, immerhin wird jedes Jahr um Silvester über Feuerwerk und Knallkörper gesprochen. Doch dieses Jahr, dass Jahr indem Autos in Innenstädten ein Stück weit an den Pranger gestellten wurden, Kinder auf die Straße gingen und zur Verantwortung aufrufen, in diesem Jahr ist es durchaus möglich, dass es den Knallern an die Zündschnur geht.

Feuerwerk adé – SIE wären begeistert

Tierschützer warnen vor Stress für Hunde und Katzen, Pferde und Wildtiere. Feuerwehr und Notärzte richten sich auf Brände und Verletzte ein. Umweltschützer warnen vor Feinstaub und tonnenweise Müll. Und Hilfsorganisationen regen an, statt Raketen und Krachern doch lieber zu spenden - das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt etwa unter dem Stichwort "Brot statt Böller".

Als die Umwelthilfe im Sommer die ersten 31 Städte zu einem Verbot der privaten Böllerei aufforderte, befürworteten das YouGov zufolge 38 Prozent "voll und ganz", weitere 20 Prozent "eher". Nun appelliert die Umwelthilfe an Böller-Kritiker, Petitionen zu starten, um sich Gehör zu verschaffen.

Feuerwerkverbot: Steht die Bevölkerung hinter dem Knallerverbot?

Ende vergangenen Jahres fragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov nach: Demnach sagen 61 Prozent, Silvesterknaller sollten in Innenstädten verboten werden. 60 Prozent fänden es richtig, wenn es in großen Städten nur noch offizielle Feuerwerke gäbe. Silvesterknaller komplett verbieten lassen wollen demnach etwa zwei von fünf Deutschen (43 Prozent).

Umwelthilfe: Kommen Klagen auf Innenstädte zu?

Die Umwelthilfe ist unter anderem dafür bekannt, dass sie per Klage für saubere Luft Städte zu Diesel-Fahrverboten zwingt. Bei Silvesterböllern steht so etwas aber eher nicht an. Es werde kein geltender Grenzwert überschritten, denn es gehe bisher um "vorausschauende Umweltpolitik", nicht um Gesetzesbruch. Die Umwelthilfe drohe den Städten nicht mit Klagen. Noch nicht.

Noch überlegt die Bundesregierung und insbesondere Umweltministerin Svenja Schulze, wie ausgelassen gefeiert werden darf. "Die Frage ist nur: Muss diese Feier zwingend damit verbunden sein, dass wir die Luft belasten, dass wir Menschen gefährden, und dass Häuser und Wohnungen abbrennen?" Zumindest in dicht besiedelten Innenstädten solle mit der Böllerei Schluss sein.

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nbl/news.de

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