17.09.2019, 08.10 Uhr

SUV-Unfall in Berlin-Mitte im News-Ticker :        +++ 09.09.2019: SUV-Unfall in Berlin: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung +++

In Berlin-Mitte sind bei einem schweren Verkehrsunfall vier Menschen getötet worden.  Bild: dpa

Nach dem schweren Autounfall in Berlin-Mitte ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung. Das sagte eine Sprecherin der Polizei am Montag. Ein schwerer Sportgeländewagen (SUV) war am Freitagabend von der Straße abgekommen und hatte vier Fußgänger an einer Ampel tödlich verletzt, darunter einen dreijährigen Jungen. Nach Anwohnerangaben überholte der SUV den stehenden Verkehr an der Ampel sehr schnell auf der Gegenfahrbahn und geriet auf den Gehweg. Das Auto knickte einen Ampelmast und mehrere Poller um, durchbrach einen Bauzaun und kam erst auf einem Baugrundstück zum Stehen.

Nach Informationen vom Wochenende zog die Polizei unter anderem einen medizinischen Notfall beim Fahrer als Unfallursache in Betracht. Der 42-Jährige liegt demnach schwer verletzt im Krankenhaus. Vorsatz wurde zunächst ausgeschlossen.

Der Unfall löste eine Diskussion über SUV in Innenstädten aus. Am Samstagabend kamen rund 500 Menschen zu einer Mahnwache an die Kreuzung Invalidenstraße/Ackerstraße. Auch am Sonntag legten Passanten Kerzen, Blumen und Bilder an der Unfallstelle ab. Zur Ursachenforschung wollte die Polizei den Unfall gegebenenfalls in einem 3D-Modell nachstellen.

+++ 09.09.2019: Ermittlungen nach schwerem SUV-Unfall gehen weiter +++

Nach dem schweren Autounfall mit vier Toten in Berlin-Mitte gehen die Ermittlungen weiter. Das sagte ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen. Ein schwerer Sportgeländewagen (SUV) war am Freitagabend von der Straße abgekommen und hatte vier Fußgänger an einer Ampel tödlich verletzt, darunter einen dreijährigen Jungen.

Nach Informationen vom Wochenende zog die Polizei unter anderem einen medizinischen Notfall beim Fahrer als Unfallursache in Betracht. Der 42-Jährige liegt demnach schwer verletzt im Krankenhaus. Vorsatz wurde zunächst ausgeschlossen.

Nach Anwohnerangaben hat der SUV sehr schnell auf der Gegenfahrspur den stehenden Verkehr an der Ampel überholt und war auf den Gehweg geraten. Der Wagen knickte einen Ampelmast und mehrere Poller um, durchbrach einen Bauzaun und kam erst auf einem Baugrundstück zum Stehen.

Der Unfall löste eine Diskussion über SUV in Innenstädten aus. Am Samstagabend kamen rund 500 Menschen zu einer Mahnwache an die Kreuzung Invalidenstraße/Ackerstraße. Auch am Sonntag legten Passanten Kerzen, Blumen und Bilder an der Unfallstelle ab. Zur Ursachenforschung wollte die Polizei den Unfall gegebenenfalls in einem 3D-Modell nachstellen.

+++ 07.09.2019:Bürgermeister von Berlin-Mitte kritisiert "panzerähnliche Autos" +++

Nach dem Unfall mit einem SUV in Berlin-Mitte kritisiert der zuständige Bezirksbürgermeister diese schweren Pkw-Modelle. "Solche panzerähnlichen Autos gehören nicht in die Stadt", teilte Stephan von Dassel (Grüne) am Samstag mit. "Es sind Klimakiller, auch ohne Unfall bedrohlich, jeder Fahrfehler wird zur Lebensgefahr für Unschuldige."

Am Vorabend hatte ein Porsche Macan vier Menschen auf einem Gehweg in Mitte erfasst und tödlich verletzt. Die Unfallursache ist noch unklar, die Polizei zieht unter anderem einen medizinischen Notfall in Betracht.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach von einem schrecklichen Unfall. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden." Ähnlich äußerte sich von Dassel.

+++ 07.09.2019: Hunderte gedenken in Berlin der Toten nach SUV-Unfall +++

Mit einer Mahnwache haben am Samstagabend mehrere Hundert Menschen der Opfer des schweres Verkehrsunfalls am Vorabend in Berlin-Mitte gedacht. Viele Teilnehmer setzten sich auf die Invalidenstraße, die für den Verkehr abgesperrt war. Vier Minuten schwiegen sie - je eine Minute für jedes Todesopfer. Für jedes wurde auch eine weiße Kunststofffigur am Unfallort aufgestellt.

Ein Geländewagen war am Freitagabend von der Straße abgekommen. Die Unfallursache war zunächst unklar, die Polizei zieht bei ihren Ermittlungen unter anderem gesundheitliche Probleme beim Fahrer in Betracht.

Zu der Mahnwache hatten die Vereine FUSS, Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Changing Cities aufgerufen. Sie forderten Tempo 30 in der ganzen Stadt, eine autofreie Innenstadt und eine Ombudsperson für Verkehrsunfallopfer. "In der Regel sind es Autos, die töten im Verkehr", sagte Heiner von Marschall, der Vorsitzende des VCD Nordost. Auf Transparenten forderten Teilnehmer "Motorisierte Gewalt stoppen" und kritisierten "motorisierte Mordwerkzeuge".

Das SUV (Sports Utility Vehicle), hatte einen drei Jahre alten Jungen, eine 64-Jährige Frau - nach unbestätigten Informationen die Großmutter des Kleinkinds - sowie zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren tödlich verletzt. Am Unfallort legten den ganzen Samstag über Menschen Blumen, Karten und Kuscheltiere ab und stellten Kerzen auf.

Feuerwehr sucht Unfallstelle mit Wärmekamera ab

Noch Stunden nach dem Unfall suchte die Feuerwehr mit Wärmebildkameras den weitläufigen, verwilderten Ort ab, um sicherzugehen, dass alle Unfallopfer geborgen wurden."Wir wollen 100 Prozent ausschließen, dass nicht noch Verletzte oder unter Schock stehende Menschen sich hier verstecken oder verloren gegangen sind", so der Feuerwehrsprecher. Notfallseelsorger kümmern sich um Zeugen, die den Unfall beobachtet hatten.

Die Feuerwehr war mit 40 Einsatzkräften sowie Spezialteams am Ort, die Zeugen und auch eigenen Leuten psychologische Unterstützung anboten. Von der Polizei waren ein halbes Dutzend Streifenwagen und zudem mehrere Mannschaftstransporter vor Ort. Krankenwagen warteten hintereinander. Zeugen wurden befragt, um den Unfallhergang zu klären. In der Umgebung kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Unfall-Ursache bislang unklar

Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst völlig offen. "Nach bisherigen Erkenntnissen gehen wir von einem Verkehrsunfall und keiner Vorsatztat aus", sagt Polizeisprecher Cablitz. Diese Annahme stütze sich auf die Aussagen von Zeugen. Wie er berichtet, gibt es zunächst auch keine Angaben dazu, ob der Geländewagen möglicherweise zu schnell unterwegs war. Von Dingen wie etwa einem aufheulendem Motor habe niemand berichtet.

Was am Freitagabend geschah, soll nun die Rekonstruktion ergeben. Bis tief in den Abend sind dafür Sachverständige an der Unfallstelle und vermessen im grellen Scheinwerferlicht Unfallspuren auf der Straße, während ein Kran vorfährt, um das Autowrack zu bergen.

Anwohner legen Blumen an Unfallort in Berlin-Mitte ab - Mahnwache

Am Ort des Unfalls mit vier Toten in Berlin-Mitte haben am Samstagmorgen Dutzende Anwohner ihrer Trauer Ausdruck verliehen. Sie legten Blumen auf den Gehweg an der Kreuzung von Invalidenstraße und Ackerstraße und stellten Kerzen auf. Dort waren auch Zeitungen abgelegt, "Porsche rast 4 Menschen auf Gehweg tot", hieß es darauf.

Die Vereine FUSS, Changing Cities und Verkehrsclub Deutschland riefen für Samstagabend zu einer Mahnwache an der Unfallstelle auf. Sie forderten weniger Autos und sowie strengere Geschwindigkeitsbegrenzungen. "Jeder Stundenkilometer mehr ist eine zusätzliche Gefahr - und mit überschweren SUVs noch mehr als mit kleineren Fahrzeugen", hieß es.

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sba/news.de/dpa

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