20.11.2018, 16.29 Uhr

Waldbrände in Kalifornien 2018:               +++ 11.11.2018, 04.39 Uhr: Mindestens 25 Tote bei Bränden in Kalifornien - Keine Entwarnung +++

USA, Paradise: Ein ausgebrannter Pkw und Trümmer nach dem Waldbrand, dem sogenannten "Camp"-Feuer. Bild: dpa/Barbara Munker

Die Zahl der Todesopfer bei den Waldbränden in Kalifornien ist auf mindestens 25 gestiegen. Allein in der Gegend um die nordkalifornische Ortschaft Paradise seien 23 Opfer geborgen worden, teilte die Feuerwehr von Butte County am Samstagabend (Ortszeit) mit. Wegen starken Windes und geringer Luftfeuchtigkeit würden die Brände und die Ausbreitungsgeschwindigkeit weiter extrem bleiben. Darüber hinaus wurden im von Flammen heimgesuchten Küstenort Malibu zwei weitere Menschen tot aufgefunden, wie Polizeichef John Benedict vom Bezirk Los Angeles mitteilte.

Die Feuerwehr teilte weiter mit, bei den 23 Opfern des sogenannten "Camp Fire" in Paradise handele es sich um Zivilisten, darüber hinaus seien drei Feuerwehrleute verletzt worden. Mehr als 6450 Wohnhäuser seien den Flammen seit Donnerstag zum Opfer gefallen, rund 15 000 Gebäude seien bedroht. Im Kampf gegen die Flammen seien mehr als 4000 Feuerwehrleute im Einsatz.

+++ 10.11.2018, 20.06 Uhr: Behörden: Zwei Tote im Brandgebiet in Südkalifornien +++

Bei den Waldbränden in Südkalifornien hat es nach Angaben der Behörden zwei Tote gegeben. Wie die Polizei im Bezirk Los Angeles am Samstag mitteilte, seien am Vortag in dem Küstenort Malibu zwei Leichen gefunden worden. Über die Todesursache machten die Ermittler zunächst keine Angaben. In der Region am Nordrand von Los Angeles haben zwei Flächenbrände Zehntausende Menschen in die Flucht geschlagen. Am Freitag wurde unter anderem der Promi-Ort Malibu evakuiert.

In der nordkalifornischen Ortschaft Paradise hat ein schnell um sich greifendes Feuer mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Das sogenannte "Camp Fire" hat seit Donnerstag mehr als 6000 Gebäude in der ländlichen Region zerstört. Am Samstag war es nach Angaben der Feuerwehr erst zu 20 Prozent eingedämmt.

+++ 10.11.2018, 13.30 Uhr: Löschhubschrauber in Kalifornien fliegen auch nachts +++

Auch über Nacht sind Einsatzkräfte der Feuerwehr in Kalifornien mit Hubschraubern gegen die Waldbrände im Einsatz. "Um 3.20 Uhr geht der Kampf aus der Luft mit Helikoptern weiter", schrieb die Feuerwehr des Los Angeles County in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) auf Twitter. Dazu postete sie ein Foto eines Feuers von oben, versehen mit dem Hashtag "WoolseyFire".

In Kalifornien wüten derzeit mehrere Flächenbrände. Das "Woolsey Fire" nahe dem Promi-Ort Malibu bei Los Angeles breitet sich durch auffrischende Winde extrem schnell aus.

+++ 10.11.2018, 10.19 Uhr: Trump droht wegen Waldbränden mit Entzug von Bundesmitteln +++

US-Präsident Donald Trump hat Missmanagement der zuständigen Behörden in Kalifornien für die Todesopfer durch die Waldbrände verantwortlich gemacht. "Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement", schrieb Trump am Samstagmorgen auf Twitter. Milliarden Dollar würden jährlich ausgegeben und trotzdem stürben so viele Menschen. Er drohte mit dem Entzug von Bundesmitteln.

Kalifornien ist ein von den Demokraten regierter Staat, die auf Bundesebene die Opposition stellen.

Durch schwere Waldbrände sind in Kalifornien bisher mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. In der Stadt Paradise im Norden des Bundesstaats starben Menschen in ihren brennenden Autos. Auch der Promi-Ort Malibu bei Los Angeles ist durch ein weiteres Großfeuer in Gefahr. Wie die Feuerwehr mitteilte, breiteten sich die Brände durch auffrischende Winde extrem schnell aus. Tausende Gebäude wurden bisher zerstört, mehr als 150.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

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