17.08.2017, 09.50 Uhr

Im Ägypten-Urlaub: Kleines Mädchen (7) mit Horror-Verbrennungen nach Urlaubs-Tattoo

Die Eltern von Madison Gulliver erlaubten ihrer Tochter im Ägypten-Urlaub ein Henna-Tattoo. Doch diese Entscheidung werden sie noch lange bereuen. Durch das Urlaubs-Tattoo erlitt die Siebenjährige schwere Verbrennungen.

Ein Henna-Tattoo wird auf der Hand aufgetragen. Bild: dpa (Symbolbild)

Ein siebenjähriges Mädchen zog sich brutale Verbrennungen zu, nachdem sie sich im Ägypten-Urlaub ein Henna-Tattoo auf den Arm zeichnen ließ. Es sollte kein Tattoo für immer sein, sondern lediglich eine Erinnerung an den Urlaub. Nun werden jedoch ein Leben lang Narben zurückbleiben.

Horror-Verbrennungen nach Urlaubs-Tattoo

Die Chemie der Farbe hat sich regelrecht in den Arm der Siebenjährigen gefressen. Ihr Arm ist übersät mit kleinen Brandblasen, das Muster des Henna-Tattoos noch immer einwandfrei zu erkennen.

Wie die "Daily Mail" berichtet, klagte das Mädchen relativ schnell, nachdem sie das Tattoo bekommen hatte, über Juckreiz am Arm. Am nächsten Morgen war ihre Haut aufgeplatzt und schmerzhafte Bläschen hatten sich gebildet.

Starke Chemie in Henna-Paste

Henna-Tattoos können chemische Farben in hohen Konzentrationen enthalten. Normalerweise ist es nicht erlaubt, diese auf der Haut zu verwenden. Die Henna-Paste enthält laut "Daily Mail" einen Wirkstoff namens Paraphenylendiamin.

Die Betreiber des Tattoo-Geschäfts bestreiten, dass ihre Henna-Paste schuld an den Verbrennungen des Mädchens sei. Sie behaupten, es läge an der Haut der Siebenjährigen. Der Vater des Kindes erklärte gegenüber der "Daily Mail": "Wir waren uns der Gefahren nicht bewusst und wir denken, davor sollte in Broschüren gewarnt werden."

Sohn blieben die Schmerzen erspart

Auch der Sohn der Familie (9) hatte ein Henna-Tattoo bekommen, sich allerdings sehr schnell über juckende Stellen beschwert, so dass die Familie die Farbe bei ihm sofort wieder entfernte. Bei seiner Schwester hingegen hatten sie die Beschwerden weniger ernst genommen. Erst am nächsten Morgen zeigte sich das furchtbare Ausmaß des vermeintlich harmlosen Körperschmucks.

Zurück in ihrer Heimat England wurde Madison Gulliver von einem Verbrennungsspezialisten behandelt, nachdem diverse Cremes nichts gebracht hatten. Die Brandblasen wurden entfernt, um die verbrannte Haut darunter behandeln zu können. Die Siebenjährige muss nun für mindestens sechs Monate einen speziellen Druckverband tragen, um die Narbenbildung zu minimieren.

Auch das Hotel hat inzwischen reagiert und das Tattoo-Geschäft bietet inzwischen keine Henna-Tattoos mehr an. Das Management hat sich zudem bei der Familie entschuldigt.

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fka/loc/news.de

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