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25.07.2017, 09.57 Uhr

Wettervorhersage - News-Ticker: Hochwasser-Alarm aktuell - Lage an Rhein und Mosel entspannt

Wo bleibt denn nur der Sommer? Von Sonnenstrahlen und blauem Himmel fehlt in Deutschland derzeit jede Spur. Stattdessen sorgen Dauerregen und Gewitter für Hochwassergefahr. Wo aktuell die höchste Alarmstufe herrscht, erfahren Sie hier.

Dauerregen hat im südlichen Niedersachsen in einigen Orten zu Überschwemmungen geführt. Bild: dpa

In weiten Teilen Deutschlands hat es erneut heftige Regenfälle gegeben. Besonders betroffen waren in der Nacht zu Dienstag der Süden Niedersachsens und der Norden Thüringens, wie der Deutsche Wetterdienst am Morgen mitteilte. Hier seien in den letzten 24 Stunden zwischen 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, punktuell sogar 100 Liter pro Quadratmeter. "Das ist mehr als die übliche monatliche Niederschlagsmenge, und es wird noch einiges dazu kommen, sagte DWD-Meteorologe Thore Hansen.

Wetter aktuell: Dauerregung und Überschwemmungen bestimmen den Sommer

Im Süden Niedersachsens führte der Dauerregen in einigen Orten zu Überschwemmungen. Keller liefen in der Nacht zu Dienstag voll, Bäche übertraten die Ufer. Besonders stark betroffen waren die Landkreise Holzminden und Hameln-Pyrmont, die Region Hannover und der Harz. Menschen seien bislang nicht verletzt worden, hieß es. In Einbeck stand das Wasser auf einer Straße bis zu 20 Zentimeter hoch auf der Fahrbahn, sie war nicht mehr zu befahren.

+++ Update 25.07.2017, 16:00 Uhr: Hochwasser-Entwarnung an Rhein, Mosel und Ruhr +++

Nach Auskunft des DWD wird es bis Mittwoch vielerorts in Deutschland weiter regnen. In weiten Teilen Ostdeutschlands soll das schlechte Wetter laut bisheriger Vorhersage bis in die Nacht zum Donnerstag weitergehen.Trotz des vielen Regens rechnen Experten nicht mit Hochwasser an Rhein, Ruhr und Mosel. "Zum derzeitigen Zeitpunkt kann man noch entspannt bleiben", sagte Martin Klimmer von der Fachstelle Gewässerkunde der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Mainz. Auch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Duisburg geht zunächst nicht von Hochwasserpegeln aus.

+++ Update 25.07.2017, 13.10 Uhr: Trotz starken Regens kein Hochwasser an Rhein und Mosel in Sicht +++

Trotz des vielen Regens rechnen Experten nicht mit Hochwasser an Rhein, Ruhr und Mosel. "Zum derzeitigen Zeitpunkt kann man noch entspannt bleiben", sagte Martin Klimmer von der Fachstelle Gewässerkunde der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Mainz am Dienstag.

Die großen Flüsse führten derzeit eher Niedrigwasser. "Insofern werden wir nicht gleich in den Bereich des Hochwassers kommen, wenn es bei den vorhergesagten Regenmengen bleibt." Seine Prognose gelte aber nur für die kommenden 48 Stunden. Längerfristige Vorhersagen seien nicht möglich. Ähnlich wie beim Mittelrhein schätzt der Experte die Lage an den kleineren Flüssen Mosel und Lahn ein.

Für den Rhein in Nordrhein-Westfalen erwartet das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein bis Ende der Woche zwar einen Anstieg. "Aber das wird nicht in den Hochwasserbereich hineingehen", sagte Jan Böhme von der Behörde. Am Dienstagmittag lag der Kölner Pegel bei 2,24 Meter. Erst ab einem Pegel von 4,50 Meter sprechen die Kölner Experten von Hochwasser. Auch für Ruhr, Lippe, Lenne und Volme besteht nach Einschätzung der Behörden keine Hochwassergefahr.

+++ Update 25.07.2017, 12.30 Uhr: Regen und kein Ende - vor allem den Harz trifft es +++

Regen, Regen und kein Ende: Der Blick aus dem Fenster bereitet vielen Menschen Frust, die jetzt gerade Ferien haben. Abgesehen vom nördlichen Bayern bestimmen fast überall graue Wolken und nichtendenwollende Schauer das Bild. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach am Dienstag von "beeindruckenden Regenmengen", die seit Wochenbeginn bereits gefallen seien.

Besonders im Süden Niedersachsens, im Umfeld des Harzes und in Nordthüringen wurden ungewöhnlich hohe Niederschlagswerte gemessen. Innerhalb von 24 Stunden fielen dort 60 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Artern in Thüringen wurde mit 104 Liter Regen pro Quadratmeter nach vorläufigen Messungen der Spitzenwert erreicht.

Eine Wetterbesserung ist zunächst nicht in Sicht. In einer DWD-Unwetterwarnung wurden am Dienstagvormittag vor allem im Gebiet südlich von Hannover, Magdeburg und Erfurt die größten Niederschläge mit "extrem ergiebigen Dauerregen" erwartet. Vor allem in der Osthälfte Deutschlands und nördlich der Mittelgebirge dürfte dieses Wetter auch am Mittwoch anhalten, während im Westen und Nordwesten auf Auflockerung gehofft werden kann. Auch für Donnerstag stellen die Meteorologen Regen in Aussicht. Es gibt aber auch einen Trost: Die Regen-Intensität sei "wesentlich geringer als an den Vortagen".

+++ Update 25.07.2017, 11.30 Uhr: Rettungskräfte kämpfen mit Regenmassen +++

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, über die Ufer getretene Bäche: Der Dauerregen hält Rettungskräfte vor allem in Niedersachsen und Thüringen auf Trab. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mussten am Dienstag Straßen sperren, Gebäude leerpumpen und Sandsäcke einsetzen. Besonders stark betroffen waren die Region Hannover und die Landstriche unmittelbar südlich davon.

Meteorologen rechnen mit anhaltendem Starkregen in Deutschland

Grund für den Dauerregen ist das Tief "Alfred", das sich langsam von Südpolen nach Norden verlagert. Im Süden Niedersachsens und im Norden Thüringens seien innerhalb von 24 Stunden zwischen 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, punktuell sogar 100 Liter pro Quadratmeter, erklärte der Deutsche Wetterdienst. "Das ist mehr als die übliche monatliche Niederschlagsmenge, und es wird noch einiges dazu kommen", sagte DWD-Meteorologe Thore Hansen.

In Springe bei Hannover trat ein Bach über die Ufer - "da laufen reihenweise die Keller voll", sagte Feuerwehrsprecher Stefan Quentin. 120 Feuerwehrleute und das Technische Hilfswerk waren über Stunden im Einsatz. Immer wieder mussten sie Keller auspumpen, weil das Wasser gleich wieder nachdrückte. "Mit Sandsäcken werden an dem Bach jetzt Dämme errichtet." In Hildesheim liefen in mehreren Stadtteilen Keller voll, Straßen waren nicht mehr passierbar. In einem Reitverein mussten Helfer die Pferde in Sicherheit vor den Wassermassen bringen.

Unwetterwarnung in Deutschland! Alarmstufe 4- Hochwasserwarnung in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt stiegen wegen des Dauerregens die Wasserstände einiger Flüsse stark an. Für die Holtemme im Harz gilt an einem Pegel bereits die höchste Alarmstufe 4, wie die Hochwasservorhersagezentrale mitteilte. Demnach sind Flächen entlang des Gewässers bereits überflutet. Auch an anderen Flüssen im Harz rechnen die Experten mit steigenden Wasserständen. An größeren Flüssen wie Elbe und Saale herrschte zunächst keine Hochwassergefahr.

Für weite Teile Thüringens sprach der DWD am Dienstagvormittag die höchste Unwetterwarnstufe aus. Bis Mittwochabend bestehe die Gefahr von extrem ergiebigem Dauerregen der Stufe vier. Infolgedessen könne es an Bächen und kleineren Flüssen zu Hochwassern und Überflutungen von Straßen kommen. Auch Erdrutsche könnten auftreten. Am Dienstagmorgen hatte Dauerregen im Kyffhäuserkreis mehrere Straßen unter Wasser gesetzt.

Dauerregen machte auch der Berliner U-Bahn Probleme: Zwei Linien konnten am Dienstagmorgen streckenweise nicht fahren. Berlin ist in diesem Sommer ein Regenloch. 2Wir haben jetzt schon 304 Prozent des Mittelwerts für einen Juli gemessen2, sagte Heiko Wiese, Meteorologe an der Freien Universität. 2Das ist am Rand der Fahnenstange.2

Wettervorhersage für Deutschland: Wann kommt der Sommer zurück?

Nach Auskunft des DWD wird es bis Mittwoch vielerorts in Deutschland weiter regnen. In weiten Teilen Ostdeutschlands soll das schlechte Wetter laut bisheriger Vorhersage bis in die Nacht zum Donnerstag weitergehen. Auch kann es vor allem in der Nordwesthälfte vereinzelt zu Gewittern mitStarkregen und stürmischen Böen kommen. Die Temperaturen pegeln sich in den kommenden Tagen zwischen kühlen 13 und 17 Grad ein.

Erst am Wochenende soll der Sommer endlich wieder zurückkehren. Dann sollen auch die aktuell wenig sommerlichen Werte wieder nach oben klettern. Alle aktuellen Unwetterwarnungen finden Sie zudem auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes.

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sba/sam/news.de/dpa

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